iOS 27: Apple führt Pflicht-Kinderkonten und Browsersperre ein
11.06.2026 - 05:44:34 | boerse-global.de
Apple verschärft auf seiner Entwicklerkonferenz die Sicherheitsvorkehrungen für Minderjährige massiv. Die neuen Betriebssysteme iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 führen verpflichtende Kinderkonten sowie erweiterte Filterfunktionen ein – ein Schritt, der auch für den europäischen Markt weitreichende Folgen haben dürfte.
Pflichtkonten für unter 13-Jährige
Im Zentrum der am 9. Juni vorgestellten Neuerungen steht die Einführung sogenannter Child Accounts. Für Nutzer unter 13 Jahren werden diese Konten künftig verpflichtend, bis zum 18. Lebensjahr bleiben sie optional. Das Kinderkonto bildet die Grundlage für mehrere restriktive Funktionen – darunter ein überarbeitetes „Ask to Buy"-System, das nun auch kostenlose App-Downloads erfasst.
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Besonders weitreichend: Apples neuer „Ask to Browse"-Modus für den Safari-Browser. Bei Nutzern unter 13 Jahren ist die Funktion standardmäßig aktiviert und verlangt die elterliche Zustimmung, bevor ein Kind eine neue Website besuchen kann. Für Jugendliche unter 18 blockiert das System automatisch bekannte Webseiten mit Erwachseneninhalten. Zur Verwaltung dieser Einstellungen stellt Apple ein eigenes Online-Portal für Eltern bereit.
Schutz vor Gewaltinhalten wird Standard
Apple weitet seine „Communication Safety"-Funktionen deutlich aus. Bislang erkannte das System lediglich Nacktdarstellungen. Künftig identifiziert und unscharf die Software auch Bilder mit Gewaltdarstellungen oder extremen Inhalten. Dieser Schutz erstreckt sich auf Nachrichten, FaceTime und die Telefon-App – und wird für alle Nutzer unter 18 Jahren als Standard eingestellt.
Eltern erhalten zudem feinere Kontrollmöglichkeiten über den Freundeskreis ihrer Kinder. Neue Kontaktgenehmigungen verlangen künftig die Autorisierung durch die Eltern, bevor ein Kind über Nachrichten, FaceTime oder Telefonate kommunizieren kann. Diese Funktionen sind Teil einer umfassenden Initiative zur geräteübergreifenden Kindersicherung.
Komplett überarbeitete Bildschirmzeit
Die Bildschirmzeit-Oberfläche wurde grundlegend neu gestaltet. Klarere Wochenübersichten und flexiblere Verwaltungswerkzeuge sollen Eltern die Kontrolle erleichtern. Eine neue Funktion namens „Time Allowances" erlaubt es, spezifische Zeitlimits für einzelne App-Kategorien wie soziale Medien, Spiele oder Unterhaltung festzulegen.
Bei der Festlegung dieser Grenzen greift Apple auf altersgerechte Expertenempfehlungen zurück, die in Zusammenarbeit mit der American Academy of Pediatrics entwickelt wurden. Ein neues „Schedules"-Feature ermöglicht zudem unterschiedliche Zugriffsregeln je nach Tageszeit oder Wochentag – gezielt für Schulzeiten, Hausaufgaben und Schlafenszeiten. Voraussetzung: Alle Geräte in einer Familie müssen auf die neueste Betriebssystemversion aktualisiert sein.
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Internationaler Kontext und Leistungssprünge
Die Ankündigung folgt auf internationale Regulierungsverschiebungen – darunter das in Australien seit Dezember 2025 geltende Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Der australische Premierminister Anthony Albanese bestätigte, dass Apple ihn über die geplanten Änderungen informiert habe.
Neben den Sicherheitsfunktionen verspricht Apple deutliche Leistungssteigerungen: Apps sollen unter iOS 27 30 Prozent schneller starten, AirDrop und Fotoladevorgänge sogar um 80 beziehungsweise 70 Prozent.
Die Entwickler-Beta von iOS 27 ist seit dem 9. Juni 2026 verfügbar, eine öffentliche Beta folgt im Juli. Die finale Version soll im Herbst 2026 für die Allgemeinheit erscheinen – unterstützt werden Geräte ab dem iPhone 11.
