iOS 27: Apple beschleunigt Apps um 30 Prozent und baut Kindersicherung aus
09.06.2026 - 07:33:43 | boerse-global.de
Im Fokus stehen erweiterte Kindersicherung, Leistungssteigerungen und neue Transparenz-Tools für den Datenschutz. Parallel dazu warnen Sicherheitsexperten vor einer neuen Phishing-Welle.
iOS 27: Mehr Kontrolle für Eltern und deutlich mehr Tempo
Die neue Betriebssystemversion, die seit dem 8. Juni als Entwickler-Beta vorliegt, bringt eine grundlegend überarbeitete Kindersicherung mit. Die Funktion „Ask to Browse" für Safari erlaubt Eltern, den Webzugriff ihrer Kinder gezielt zu steuern. Bewährtes wie „Ask to Buy" bleibt fester Bestandteil des App-Managements. Apple hat zudem zeitliche Nutzungslimits für bestimmte App-Kategorien integriert – basierend auf den Richtlinien der American Academy of Pediatrics.
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Auch die Sicherheitsfunktionen für jüngere Nutzer wurden ausgebaut. Die Kommunikationssicherheit blockiert künftig nicht nur unangemessene Inhalte, sondern auch gewaltverherrlichendes Material – und das in Messages, FaceTime und der Telefon-App.
Die Leistungsdaten können sich sehen lassen: Apps starten bis zu 30 Prozent schneller, Fotoimporte sind um 70 Prozent beschleunigt, und AirDrop-Übertragungen laufen 80 Prozent flotter. Neu sind zudem „Liquid Glass"-Schieberegler für Transparenzanpassungen und eine KI-gestützte Siri mit Chatbot-Integration. Allerdings: Diese KI-Features werden in der EU aufgrund des Digital Markets Act zunächst nicht verfügbar sein. Der öffentliche Release von iOS 27 ist für Herbst 2026 geplant – kompatibel ab iPhone 11.
Loupe: Ein Tool zeigt, was Apps wirklich sehen
Parallel zur WWDC veröffentlichten Sicherheitsforscher von Mysk die Open-Source-App „Loupe". Sie macht sichtbar, welche Daten Drittanbieter-Apps über öffentliche iOS-Schnittstellen abgreifen können. Die App kategorisiert den Datenzugriff in drei Stufen: passiv, genehmigungspflichtig und fortgeschritten.
Das erschreckende Ergebnis: Apps können Geräte oft allein durch Sprach- und Zeiteinstellungen, Akkustatus oder Tastaturkonfigurationen eindeutig identifizieren – ohne dass der Nutzer zustimmen muss. Sensiblere Daten wie Kontakte, Fotos oder der Standort fallen unter die genehmigungspflichtige Kategorie. Loupe verarbeitet alle Informationen lokal auf dem Gerät und soll zeigen, wie Apps aus scheinbar harmlosen Datenpunkten ein individuelles Nutzerprofil erstellen.
Anti-Diebstahl: iPhone erkennt den Ruck
Apple arbeitet offenbar an einer neuen Hardware-basierten Diebstahlsicherung. Das System nutzt den Beschleunigungssensor des iPhones, um die ruckartige Bewegung zu erkennen, wenn das Gerät aus der Hand gerissen wird – und sperrt es dann automatisch. Die Funktion baut auf dem bereits eingeführten Stolen Device Protection auf. Um Fehlalarme zu vermeiden, berücksichtigt das System die Nähe zur Apple Watch oder zum heimischen WLAN.
Phishing-Welle: Falsche Apple-Nachrichten im Umlauf
Eine aktuelle Warnung des indischen Cybercrime Coordination Centre (I4C) macht auf eine perfide Betrugsmasche aufmerksam: Kriminelle verschicken gefälschte Nachrichten, die offiziellen Apple-Support-Benachrichtigungen täuschend ähnlich sehen. Die Empfänger werden auf gefälschte iCloud-Loginseiten gelockt. Ziel ist es, Apple-ID-Zugangsdaten und Einmalpasswörter zu erbeuten, um gestohlene Geräte zu entsperren und weiterzuverkaufen. Experten raten dringend, keine Links in SMS-Nachrichten anzuklicken und ausschließlich offizielle Plattformen zur Ortung oder Sperrung verlorener Geräte zu nutzen.
Datenschutz: Diese Einstellungen sollten Sie prüfen
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Aktuelle Tutorials aus dem Frühsommer 2026 zeigen, wie Nutzer ihre Privatsphäre weiter verbessern können. Besonders empfohlen wird die Überprüfung der „Wichtigen Orte" unter den Systemdiensten. Diese Funktion speichert eine Chronik häufig besuchter Plätze. Zwar sind die Daten verschlüsselt, doch Nutzer können die Funktion komplett deaktivieren.
Bereits seit April 2025 nutzt Apple lokale Gerätedaten – darunter E-Mails, Notizen und Nachrichten – zum Training seiner KI-Modelle auf dem Gerät. Wer das verhindern möchte, findet im Bereich „Datenschutz & Sicherheit" die entsprechenden Analyse-Optionen zum Abschalten.
Auch die „Erweiterte visuelle Suche" ist einen Blick wert: Seit iOS 18.1 scannt diese Funktion automatisch Fotos nach Objekten und Text. In den Foto-Einstellungen lässt sich die automatische Indexierung des Bibliotheks-Metadaten deaktivieren. Für mehr Netzwerk-Privatsphäre empfehlen Experten zudem rotierende private WLAN-Adressen und die Begrenzung des IP-Trackings – damit Werbetreibende nicht länger die Aktivitäten über verschiedene Webseiten hinweg verfolgen können.
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