Apple, App-Starts

iOS 27: Apple beschleunigt App-Starts um 30 Prozent

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 06:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

iOS 27 beschleunigt Apps, Fotos und AirDrop, bringt Siri-KI als Beta und begrenzt neue Funktionen durch Hardware- sowie Regionsvorgaben.

Apple veröffentlicht iOS 27 mit schnellerem System und Siri-KI
Ein minimalistischer, moderner Serverraum mit kühler Beleuchtung und reflektierendem Boden. Illustration mit AI erstellt.

Am 14. September hat Apple das neue Betriebssystem iOS 27 veröffentlicht, das neben erheblichen Leistungsoptimierungen auch die Integration neuer KI-gestützter Siri-Funktionen markiert. Während das Update für eine breite Palette an Geräten zur Verfügung steht, sind die neuen Funktionen von „Apple Intelligence“ an spezifische Hardware-Anforderungen und regionale Beschränkungen geknüpft.

Signifikante Steigerung der Systemgeschwindigkeit

Das Betriebssystem iOS 27 bringt laut Herstellerangaben deutliche Performance-Schübe für die unterstützten Geräte. Demnach sollen App-Starts um bis zu 30 Prozent schneller erfolgen. Besonders markant fallen die Verbesserungen beim Laden von Fotos mit einer Steigerung von 70 Prozent sowie bei der Datenübertragung via AirDrop aus, die um 80 Prozent beschleunigt wurde.

Insgesamt ist das neue Betriebssystem auf 33 iPhone-Modellen lauffähig, wobei die Unterstützung bis zum iPhone 11 aus dem Jahr 2019 zurückreicht. Dennoch können nicht alle Geräte den vollen Funktionsumfang nutzen.

Hardware-Anforderungen und Speicherbedarf der KI-Funktionen

Die neuen Funktionen unter dem Dach von „Apple Intelligence“ erfordern eine leistungsfähigere Hardware. Voraussetzung für die Nutzung ist mindestens ein iPhone 15 Pro, das über 8GB RAM verfügt. Für anspruchsvollere Funktionen wie „Expressive Voices“ und „Advanced Dictation“ sind sogar mindestens 12GB RAM notwendig, wodurch diese Features auf lediglich sechs iPhone-Modelle begrenzt bleiben.

Auch der Speicherbedarf der neuen KI-Technologie ist erheblich. Einem Supportdokument vom 18. September zufolge benötigt Apple Intelligence auf neueren Geräten wie dem iPhone 17 Pro, dem iPhone 17 Pro Max oder dem iPhone Air bis zu 14GB Speicherplatz.

Auf iPads mit M4-Chip oder Macs ab der M3-Generation wird ebenfalls ein Minimum von 12GB Unified Memory vorausgesetzt. Bei der Apple Watch liegt der Bedarf hingegen bei bis zu 1,5GB.

Siri AI startet als Beta mit regionalen Einschränkungen

Die neue Siri-KI wurde zunächst als Beta-Version veröffentlicht. In der ersten Phase ist sie ausschließlich auf Englisch verfügbar, wobei für Oktober eine Erweiterung auf Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch geplant ist. Die KI-gestützte Assistenz soll über ein tieferes Verständnis für Weltwissen und den persönlichen Kontext des Nutzers verfügen sowie Aktionen innerhalb von Apps ausführen können.

Nutzer in der Europäischen Union sowie in China bleiben von diesen Neuerungen jedoch vorerst ausgeschlossen. Aufgrund von regulatorischen Differenzen im Zusammenhang mit dem Digital Markets Act (DMA) steht Siri AI in der EU auf iPhones, iPads und der Apple Watch nicht zur Verfügung.

Anzeige

Wer sich mit den neuesten System-Updates befasst, übersieht nach der Installation oft wichtige Sicherheitseinstellungen. Dieser kostenlose Ratgeber eines Apple-Experten erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Daten nach einem Update wirklich schützen. Sichere iOS-Updates: Gratis-Ratgeber jetzt herunterladen

Auch für Apple-Accounts in Festlandchina ist der Dienst gesperrt. Zudem gelten für Cloud-basierte KI-Dienste wie das Foto-Editing oder den „Image Playground“ tägliche Nutzungslimits.

Neue Sicherheitsfeatures und Konnektivitäts-Assistent

Mit iOS 27 führt Apple die sogenannte „Impersonation Risk Detection“ ein. Diese Funktion analysiert auf dem Gerät und im Apple Account mögliche Risiken für Identitätsdiebstahl und meldet diese in Stufen von „Unbekannt“ bis „Hoch“ an entsprechende Apps. Das Feature ist standardmäßig deaktiviert und muss in den Datenschutz-Einstellungen manuell aktiviert werden. Eine Deaktivierung wird laut Systemangaben erst nach bis zu 24 Stunden wirksam.

Zudem ersetzt der neue „Connectivity Assist“ die seit 2015 bestehende Funktion „Wi-Fi Assist“. Die Neuerung nutzt Mobilfunkdaten ergänzend zum WLAN. In ersten Praxistests mit einem iPhone 16 Pro wurde am ersten Tag ein Datenverbrauch von 174MB gemessen, was bei täglicher Nutzung einer monatlichen Belastung von rund 3,5GB entspricht. Im Stromsparmodus sowie beim internationalen Roaming ist die Funktion automatisch deaktiviert.

Anzeige

Angesichts der komplexen Fachsprache rund um neue Betriebssysteme und KI-Funktionen verlieren viele Nutzer leicht den Überblick. Ein kostenloses PDF-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe wie AirDrop, iOS oder Apple-ID nun in einfachen Worten. Kostenloses iPhone-Lexikon hier anfordern

Praxistests und CarPlay-Erweiterungen

In vergleichenden Tests schnitt die Siri-KI-Beta besonders bei gerätespezifischen Aufgaben gut ab. Während Systeme wie ChatGPT Voice Schwierigkeiten hatten, direkt auf Systemanwendungen wie den Kalender zuzugreifen, konnte Siri AI Termine aus Nachrichten extrahieren und inklusive Erinnerungen anlegen.

Der Journalist David Pogue testete die KI mit 125 Anfragen und betonte die Fähigkeit des Systems, Fragen zu Verpflichtungen aus Mails oder Rechnungsbeträgen präzise zu beantworten.

Parallel dazu erhielt die CarPlay-Schnittstelle ein Update. Es umfasst neue Audio-Tools, Widgets von Drittanbietern und eine verbesserte Sprachsuche für Kartenmaterial.

Funktionen wie Video-Apps oder das Teilen von Routen erfordern jedoch eine spezifische Zertifizierung durch die Autohersteller, für die bislang noch keine Zusagen vorliegen. Zudem setzt die Nutzung von Siri AI in CarPlay ein kompatibles iPhone und die Aufnahme in eine Warteliste voraus.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70135456 |