iOS 27: Apple baut Siri mit 1,2 Billionen Parametern um
12.06.2026 - 22:24:45 | boerse-global.de
Apple setzt mit iOS 27 auf generative Künstliche Intelligenz und ein komplett überarbeitetes Siri. Die neue Software markiert den größten Sprung des iPhone-Betriebssystems seit Jahren.
Auf der diesjährigen Worldwide Developers Conference (WWDC) präsentierte Apple Anfang der Woche das Update, das den Konzern endgültig im KI-Wettbewerb positionieren soll. Im Zentrum steht „Apple Intelligence" – eine Plattform, die das gesamte System durchdringt. Doch der Clou liegt im Detail: Apple setzt dabei auf eine Partnerschaft mit Google.
Siri bekommt ein 1,2-Billionen-Parameter-Modell
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Die wohl tiefgreifendste Veränderung betrifft den Sprachassistenten. Siri wurde grundlegend neu aufgebaut und nutzt nun ein maßgeschneidertes Modell mit 1,2 Billionen Parametern, das auf Googles Gemini-Technologie basiert. Branchenkreisen zufolge soll Apple dafür rund 900 Millionen Euro pro Jahr an Google zahlen.
Die neue Architektur arbeitet mit einem dreistufigen System: Einfache Befehle erledigt Siri direkt auf dem Gerät. Mittelschwere Anfragen wandern in Apples Private Cloud Compute. Und wirklich komplexe Aufgaben – etwa umfangreiche Textanalysen – werden an Gemini-Modelle in der Google Cloud weitergeleitet.
Besonders spannend: Siri versteht jetzt den Kontext auf dem Bildschirm und kann Aktionen über verschiedene Apps hinweg ausführen. Eine eigene Siri-App speichert den Gesprächsverlauf geräteübergreifend. Und wer möchte, kann für bestimmte Aufgaben zwischen verschiedenen KI-Modellen wählen – darunter ChatGPT, Claude oder Grok. Entwickler berichten, dass die On-Device-Modelle mit etwa 30 Tokens pro Sekunde arbeiten.
Liquid Glass: Das neue Design und echte Leistungssprünge
Neben der KI-Offensive legte Apple überraschend viel Wert auf Performance. Ein neuer CPU-Scheduler soll vor allem ältere Geräte spürbar beschleunigen. Die versprochenen Zahlen können sich sehen lassen:
- App-Starts: bis zu 30 Prozent schneller
- AirDrop-Übertragungen: 80 Prozent schneller
- Foto-Laden und iCloud-Sync: bis zu 70 Prozent schneller
Das visuelle Update trägt den Namen „Liquid Glass". Schärfere Symbole und ein neuer Transparenz-Regler erlauben es Nutzern, die Tiefe der Oberfläche individuell anzupassen. Auch die Suche wurde komplett neu geschrieben – sie liefert Ergebnisse jetzt deutlich intuitiver.
Apps mit KI-Unterstützung: Safari, Mail, Kalender und mehr
Apple integriert die KI-Funktionen tief in die Standard-Apps:
- Safari bekommt eine „Notify Me"-Funktion für Preisänderungen und sortiert Tabs automatisch in thematische Gruppen.
- Mail durchsucht Nachrichten mit einem semantischen Index – das soll die Trefferquote drastisch verbessern.
- Kalender versteht natürliche Spracheingaben. „Termin morgen um 15 Uhr mit Müller" reicht aus.
- Nachrichten versucht fehlgeschlagene Übertragungen automatisch erneut und schlägt intelligentere Antworten vor.
- Telefon zeigt bei Geschäftsanrufen relevante Informationen aus früheren E-Mails oder Chats an – „Call Context" genannt.
- Passwörter warnt jetzt automatisch vor kompromittierten oder schwachen Zugangsdaten.
Für Profi-Fotografen und Entwickler gibt es Core Image RAW Version 9 – das erste große Update des Frameworks seit 2017. Die Neural Engine verbessert Rauschunterdrückung und Detailgenauigkeit in Drittanbieter-Apps deutlich.
Welche iPhones bekommen iOS 27?
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Apple bestätigte Support für das iPhone 11 und alle neueren Modelle, inklusive iPhone SE der zweiten Generation. Allerdings gibt es Abstufungen: Das iPhone 15 Pro bewältigt mittlere KI-Aufgaben, während die anspruchsvollsten On-Device-Modelle 12 GB RAM voraussetzen. Diese Speichermenge ist derzeit nur für das kommende iPhone 17 Pro und das iPhone Air vorgesehen.
Zeitplan und offene Fragen
Die Developer Beta ist seit dem 8. Juni 2026 verfügbar. Eine öffentliche Beta folgt im Juli 2026, der stabile Release ist für September 2026 geplant. Allerdings bleibt unklar, ob die KI-Funktionen von Siri in der Europäischen Union und China von Anfang an verfügbar sein werden. Insider rechnen mit Verzögerungen aufgrund regulatorischer Hürden.
