iOS 27: Apple baut Siri mit 1,2 Billionen Parametern neu auf
10.06.2026 - 04:15:30 | boerse-global.de
Drei Kategorien kostenpflichtiger Software stehen nun vor dem Aus.
Integrierte Konkurrenz für Passwort-Manager und Scanner
Apple hat auf der WWDC 2026 gleich mehrere native Funktionen vorgestellt, die bisherige Premium-Apps überflüssig machen. Allen voran: "Apple Passwords" – ein integrierter Passwort-Manager, der sich direkt gegen Abo-Dienste wie LastPass (rund drei Euro monatlich) richtet. Die Lösung ist fest ins System eingebettet und erfordert keine separate Installation.
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Auch der Markt für Scan-Apps gerät unter Druck. Die Dateien- und Notizen-App von Apple erhält erweiterte Scan-Funktionen, die mit kostenpflichtigen Versionen wie Genius Scan Plus (knapp zehn Euro) konkurrieren. Wer Dokumente digitalisieren will, braucht künftig keine Drittanbieter mehr.
Einzig bei Cloud-Speicher zeigt sich Apple zurückhaltend: Während der Konzern seine iCloud+-Tarife bewirbt, bleibt Google Photos mit 15 Gigabyte kostenlosem Speicher die erste Wahl für Nutzer, die ihre Foto-Backups ohne Zusatzkosten auslagern wollen.
App Store räumt auf: Inaktive Software wird gelöscht
Mit einer Verschärfung der Entwicklerrichtlinien kündigte Apple an, inaktive Apps aus dem Store zu entfernen. Betroffen ist Software, die seit längerem nicht aktualisiert wurde oder eine Mindestanzahl an Downloads und Nutzerinteraktionen unterschreitet.
Die konkreten Schwellenwerte nannte der Konzern nicht. Entwickler erhalten jedoch eine Vorwarnung, bevor ihre App gelöscht wird. Der Schritt erinnert an das Schicksal von Flappy Bird (2014): Nach der Löschung des viralen Spiels entstand ein Schwarzmarkt, auf dem iPhones mit vorinstalliertem Spiel für Tausende Dollar gehandelt wurden.
iOS 27: Sieben Jahre Support – aber nicht für alle
Mit der Ankündigung von iOS 27 und watchOS 27 definiert Apple die Lebenszyklen seiner Geräte neu. Das neue iPhone-Betriebssystem enthält einen speziellen CPU-Scheduler, der die Leistung älterer Modelle wie iPhone 11 und iPhone 12 verbessern soll. Apple bestätigte: Das iPhone 11 erhält sieben Jahre Support – allerdings bleiben die erweiterten "Apple Intelligence"-Funktionen dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten.
Bereits im April 2026 aktualisierte Apple seine Liste veralteter Geräte. Als Vintage (fünf bis sieben Jahre alt) gelten nun:
- iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max
- Apple Watch Series 3 bis 5
- AirPods der ersten Generation
Als obsolet (älter als sieben Jahre) eingestuft wurden das iPhone 8 sowie die vierte und sechste Generation des iPod touch.
Für watchOS 27 bedeutet dies: Die Apple Watch Ultra 1, Series 8 und Series 9 erhalten keine neuen Funktionen mehr. Sicherheitsupdates werden seltener, die Uhren bleiben aber funktionsfähig.
Siri-Revolution: 1,2 Billionen Parameter und eine Milliarde Kosten
Der Höhepunkt der WWDC-Keynote am 8. Juni war der komplette Neuaufbau von Siri. Der Sprachassistent nutzt nun ein Gemini-Modell mit 1,2 Billionen Parametern – entwickelt in Partnerschaft mit Google. Die Kosten dafür: rund eine Milliarde Euro jährlich.
Die neue Siri-KI kann:
- den Bildschirminhalt erkennen
- persönlichen Kontext aus E-Mails und Nachrichten extrahieren
- einen Chat-Verlauf über iCloud synchronisieren
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Parallel dazu stellt Apple SiriKit ein und führt ein neues Erweiterungs-Framework für Drittanbieter-KIs wie ChatGPT und Claude ein. Die Botschaft ist klar: Apple setzt auf einen integrierten Service-Ansatz, bei dem einzelne Apps an Bedeutung verlieren.
Durchblick für Nutzer: App "Loupe" zeigt Datenzugriff
Das Sicherheitsforschungs-Team Mysk veröffentlichte zeitgleich zur WWDC das Tool "Loupe". Die App macht sichtbar, welche Gerätedaten Drittanbieter-Apps über öffentliche iOS-Schnittstellen abrufen können – von Standort und Zeitzone über Akkustatus bis hin zu Tastatursprachen. Ein Schritt zu mehr Transparenz in Apples zunehmend vernetzter Systemwelt.
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