iOS 26.5.2: Apple stopft 29 Sicherheitslücken, Hardware-Fehler bleibt
30.06.2026 - 01:23:09 | boerse-global.de
Apple hat mit iOS 26.5.2 über 25 Sicherheitslücken gestopft. Experten warnen jedoch vor einem unpatchelbaren Hardware-Fehler in älteren iPhones.
Der am 29. Juni veröffentlichte Patch für das iPhone-Betriebssystem behebt insgesamt 29 Schwachstellen in Kernel und WebKit. Konkrete Angriffe auf diese Lücken waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht bekannt, wie Sicherheitsforscher berichten. Das Update kommt zeitgleich mit neuen technischen Hinweisen für Nutzer, die Probleme mit der NFC-Funktion ihres iPhones haben.
Wenn das iPhone den NFC-Tag nicht erkennt
Ein häufiges Problem betrifft die Fehlermeldung „Keine unterstützte App für diesen NFC-Tag". Sie erscheint, wenn das Gerät einen physischen Chip oder ein anderes NFC-fähiges Gerät nicht verarbeiten kann. Die empfohlenen Lösungsansätze konzentrieren sich auf die App-Kompatibilität und einen Systemneustart.
Auch bei Apple Pay treten immer wieder Zahlungsfehler auf. Die Ursachen sind meist nicht technischer Natur: Eine gesperrte Bankkarte, fehlendes Guthaben oder ein fast leerer Akku können die Transaktion verhindern. Ebenso führen inkompatible Terminals oder fehlende Bankunterstützung für bestimmte digitale Karten zu Problemen.
Hardware-Lücke: „usbliter8" lässt sich nicht schließen
Während Software-Updates viele funktionale Störungen beheben, bleibt eine grundlegende Sicherheitslücke bestehen. Forscher von Paradigm Shift haben eine Schwachstelle namens „usbliter8" im SecureROM und im Synopsys DWC2 USB-Controller von Apple entdeckt.
Das Problem: Weil der Fehler auf Hardware-Ebene sitzt, lässt er sich nicht durch ein Software-Update beheben. Betroffen sind ältere und mittlere Gerätegenerationen: das iPhone XR, iPhone XS und iPhone 11 sowie das iPad Air 3, iPad mini 5 und bestimmte Apple Watch-Modelle. Experten raten betroffenen Nutzern, auf neuere Hardware umzusteigen, wenn sie vollständigen Schutz wünschen.
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Alternative: NFC-Kaltwallets für höchste Sicherheitsansprüche
Parallel zu diesen Sicherheitslücken gewinnen NFC-basierte Kaltwallets an Bedeutung. Geräte wie die ELLIPAL X Card nutzen ein CC EAL6+-zertifiziertes Sicherheitselement. Die privaten Schlüssel verlassen dabei nie die Karte. Das batterielose, wasserdichte Gerät funktioniert nach dem „Tap-to-Sign"-Prinzip und erfordert eine PIN-Eingabe. Selbst wenn das verbundene Smartphone kompromittiert ist, bietet diese Architektur Schutz vor Skimming und Relay-Angriffen.
iOS 27: Digitale Geldbörse wird intelligenter
Mit dem für Herbst erwarteten iOS 27 plant Apple eine Neuerung für die Wallet-App. Künftig sollen Nutzer physische Ausweise und Karten einfach mit der iPhone-Kamera einscannen können. Die Funktion nutzt maschinelles Lernen und Bilderkennung, um Karten ohne native NFC-Unterstützung zu digitalisieren.
Bereits jetzt erweitert Apple die Passkey-Funktionalität. Mit dem Credential Exchange Protocol (CXP) in iOS 26 und neuer können Nutzer Passkeys exportieren und importieren. Während Apple Passwords und Google Chrome den vollen Transfer unterstützen, ist Microsoft Edge derzeit auf den Import beschränkt.
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Ausblick: Ende einer Ära
Die iPhone-15-Serie, die als erste Modelle auf USB-C umstellte – eine Folge der EU-Vorgaben – wurde bereits am 9. September 2025 eingestellt. Diese Geräte waren die letzten mit 6 GB RAM und dem klassischen Stummschalter. Sie markieren einen Wendepunkt in der Hardware-Architektur, die auch die aktuellen NFC- und Konnektivitätsstandards prägt.
