Apple, Geräte

iOS 26.4.1: Apple orten Geräte jetzt 24 Stunden nach Ausschalten

25.06.2026 - 06:45:47 | boerse-global.de

Apple aktiviert standardmäßig erweiterten Diebstahlschutz. Gestohlene iPhones bleiben bis zu 24 Stunden ortbar, auch im ausgeschalteten Zustand.

iOS 26.4.1: Apple verschärft Sicherheit gegen Diebstahl
Apple - Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit einem Schlosssymbol und einer unscharfen Hand im Hintergrund. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

4.1 die Sicherheitsfunktionen seiner iPhones und iPads deutlich verschärft. Der Technologiekonzern reagiert damit auf immer raffiniertere Diebstahlszenarien und gezielte Betrugsversuche. Neben technischen Neuerungen hat der Hersteller auch seine Verhaltensempfehlungen für betroffene Nutzer grundlegend aktualisiert.

Gestohlene Geräte bleiben länger ortbar

Ab sofort wird der integrierte Diebstahlschutz standardmäßig aktiviert. Die wohl wichtigste Neuerung: Selbst ausgeschaltete Geräte lassen sich mithilfe von Bluetooth Low Energy (BLE) und Ultra-Wideband (UWB) noch bis zu 24 Stunden lokalisieren. Bisher war das nach dem Ausschalten kaum noch möglich.

Parallel dazu warnt Apple vor einer perfiden Masche: Kriminelle nutzen den sogenannten „Verloren-Modus“, um an persönliche Daten zu gelangen. Die neue Sicherheitsempfehlung lautet daher: Keine Kontaktdaten auf dem Sperrbildschirm anzeigen. Diese Informationen werden gezielt für Phishing-Versuche genutzt. Ebenfalls neu: Nutzer sollen gestohlene Geräte auf keinen Fall eigenhändig aus dem „Wo ist?“-Netzwerk entfernen. Das würde die Aktivierungssperre aufheben und den Wiederverkauf für Diebe erleichtern.

Ältere iPhones haben ein ungelöstes Problem

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update diese gefährliche Einstellung. Ein Apple-Experte erklärt in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihre Daten mit wenigen Klicks wirklich schützen und iOS-Updates sicher durchführen. Sicherheits-Ratgeber für iPhone-Updates kostenlos anfordern

Während die aktuellen Modelle von den Updates profitieren, bleibt eine kritische Sicherheitslücke für Besitzer älterer Hardware bestehen. Die Schwachstelle „usbliter8“ betrifft Geräte mit den Chipsätzen A12 und A13 – darunter das iPhone XS, das iPhone 11 und das iPhone SE der zweiten Generation. Auch mehrere iPad-Modelle sind betroffen.

Das Problem sitzt tief: Der Fehler liegt im BootROM und lässt sich nicht durch Software-Updates beheben. Ein Angreifer braucht für die Ausnutzung allerdings physischen Zugriff über die USB-Schnittstelle. Geräte ab dem A14-Chip gelten als immun gegen den Exploit.

Android 17 setzt auf KI gegen Diebstahl

Der Fokus auf Diebstahlprävention ist ein branchenübergreifender Trend. Google hat diese Woche die finale Version von Android 17 für seine Pixel-Smartphones veröffentlicht. Die neue Software setzt verstärkt auf KI-basierte Schutzmechanismen. Eine Live-Erkennung analysiert Bewegungsmuster und sperrt das Gerät sofort, wenn sie einen Diebstahl vermutet.

Auch WhatsApp reagiert: Der Messenger führt eine neue Prüfung für die Verknüpfung von Geräten ein. Damit will der Dienst Betrug beim sogenannten Device-Linking unterbinden. Hintergrund sind massive Spam- und Betrugswellen in Märkten wie Indien und Australien, wo die finanziellen Schäden durch digitale Kriminalität zuletzt deutlich gestiegen sind.

Aktuelle Fälle zeigen die Dringlichkeit

Wie notwendig die neuen Schutzmaßnahmen sind, zeigen Polizeiberichte aus den vergangenen Tagen. In Kassel wurden Anfang der Woche mehrere Taschendiebstähle gemeldet – die Täter entwendeten unbemerkt Mobiltelefone aus den Taschen von Passanten. Auch im ländlichen Raum, etwa im Landkreis Altenkirchen, registrierten die Behörden Diebstähle hochwertiger technischer Ausrüstung wie E-Bikes.

Anzeige

Angesichts der zunehmenden digitalen Kriminalität reichen Standardeinstellungen oft nicht mehr aus, um Ihre persönlichen Daten auf dem Smartphone zu schützen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen fünf einfache, aber effektive Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Gerät sofort gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern können. Die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen jetzt gratis herunterladen

In Großbritannien wird der weil der rechtliche Rahmen für digitale Dienste neu verhandelt. Eine dort zugelassene Sammelklage gegen Apple im Zusammenhang mit iCloud-Diensten könnte bis zu 40 Millionen Nutzer betreffen. Die Kläger werfen Apple vor, seine marktbeherrschende Stellung genutzt zu haben, um Nutzer in sein Cloud-Ökosystem zu drängen. Ein Prozessbeginn wird jedoch frühestens für Ende 2028 erwartet.

de | wissenschaft | 69621471 |