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Intensives Gehen: 75 Minuten pro Woche reichen für Körperfettreduktion

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 20:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine HKUMed-Studie zeigt: Ein 75-minütiges Intervalltraining pro Woche reduziert Körperfett ebenso effektiv wie drei kürzere Einheiten.

HKUMed-Studie: Wöchentliche Trainingshäufigkeit ohne Einfluss auf Fettreduktion
Eine sportliche Person beim zügigen Gehen im Freien während einer Trainingseinheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Wissenschaftliche Erkenntnisse der University of Hong Kong (HKUMed) werfen ein neues Licht auf die Effizienz von körperlicher Betätigung bei Übergewicht und Adipositas.

Eine Untersuchung, deren Ergebnisse Mitte August 2026 im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht wurden, legt nahe, dass die zeitliche Aufteilung von intensiven Trainingseinheiten über die Woche hinweg eine untergeordnete Rolle für den physischen Fortschritt spielt.

Demnach erzielt eine einzige längere Einheit intensiven Intervallgehens vergleichbare Resultate wie mehrere kürzere Einheiten, sofern das wöchentliche Gesamtzeitkontingent identisch bleibt.

Studiendesign und Teilnehmerprofil der Untersuchung

Die Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Parco Siu Ming-fai führte die Studie über einen Zeitraum von 16 Wochen durch. An der Untersuchung nahmen insgesamt 315 chinesische Erwachsene teil, die als übergewichtig eingestuft wurden oder an zentraler Adipositas litten.

Die zentrale Adipositas, oft als übermäßiges Bauchfett bezeichnet, gilt in der Medizin als wesentlicher Risikofaktor für verschiedene Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das Ziel der Forscher war es, die Auswirkungen von intensivem Intervallgehen auf die Körperzusammensetzung und die allgemeine Fitness zu bewerten. Dabei stand insbesondere die Frage im Fokus, ob die Häufigkeit der Trainingstermine pro Woche einen signifikante Unterschied für die gesundheitlichen Parameter macht, wenn die Gesamtbelastungsdauer konstant gehalten wird.

Vergleich der Trainingshäufigkeit bei identischem Zeitaufwand

Im Rahmen der im August 2026 vorgestellten Ergebnisse wurde ein wöchentliches Pensum von 75 Minuten intensiven Intervallgehens untersucht. Die Teilnehmer wurden in Gruppen eingeteilt, die dieses Pensum entweder in einer einzigen Sitzung pro Woche absolvierten oder die Zeit auf drei separate Sitzungen aufteilten.

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Die Auswertung der Daten nach dem 16-wöchigen Zeitraum zeigte, dass die einmal wöchentlich durchgeführte 75-minütige Einheit nahezu identische Verbesserungen bewirkte wie die Aufteilung auf drei Termine. Die Forscher beobachteten in beiden Gruppen signifikante Reduktionen bei der Gesamtfettmasse sowie beim prozentualen Körperfettanteil.

Auch der Taillenumfang der Probanden verringerte sich in einem vergleichbaren Maße. Neben der Veränderung der Körperzusammensetzung wurde eine deutliche Steigerung der kardiorespiratorischen Fitness festgestellt, unabhängig davon, ob die Probanden einmal oder dreimal pro Woche trainierten.

Das Protokoll des intensiven Intervallgehens

Das in der Studie angewandte Trainingsprotokoll basierte auf einem spezifischen Wechsel zwischen Belastungs- und Erholungsphasen. Jede Trainingseinheit folgte einem festen Schema:

  • Belastungsphase: Die Teilnehmer absolvierten 4 Minuten intensives Gehen bei einer Intensität von 85 bis 95 % ihrer Spitzenherzfrequenz.
  • Erholungsphase: Darauf folgten 3 Minuten aktiver Erholung bei einer reduzierten Intensität von 50 bis 70 % der Spitzenherzfrequenz.
  • Wiederholungen: Dieser Zyklus wurde innerhalb einer Sitzung dreimal durchlaufen.
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Obwohl das detaillierte Intervallprotokoll pro Sitzung drei Durchgänge vorsah, summierte sich die Gesamtaktivität für die Probanden auf das Ziel von 75 Minuten pro Woche. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Format des Intervalltrainings besonders effektiv ist, um trotz eines vergleichsweise geringen Zeitaufwands messbare physiologische Veränderungen zu erreichen.

Bedeutung für Prävention und Gesundheitsmanagement

Die Erkenntnisse von Prof. Parco Siu Ming-fai und seinem Team könnten weitreichende Auswirkungen auf die Gestaltung von Bewegungsempfehlungen haben. Für viele Menschen mit zentraler Adipositas stellt der Zeitmangel oft eine Hürde für regelmäßige sportliche Betätigung dar. Die Studie belegt, dass die Flexibilität bei der zeitlichen Planung des Trainings höher ist als bisher oft angenommen.

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass die Gesamtmenge und die Intensität der Bewegung entscheidender sind als die Häufigkeit der Trainingstage. Damit bietet das Modell des intensiven Intervallgehens eine praktikable Alternative für Personen, die Schwierigkeiten haben, mehrmals wöchentlich Zeitfenster für Sport zu finden, aber dennoch ihre kardiorespiratorische Fitness verbessern und ihr Körperfett reduzieren möchten.

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