Instagram verschärft Regeln: Zwei Mega-Konten wegen heimlicher Videos gelöscht
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 13:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Instagram verschärft die Regeln für Videos, die mit intelligenten Brillen aufgenommen wurden. Wie Chef Adam Mosseri Ende Juli 2026 mitteilte, löscht die Plattform künftig konsequenter Inhalte, die zur Belästigung oder Ausbeutung von Personen dienen. Bereits zwei Konten mit je über einer Million Follower wurden deaktiviert – sie hatten Frauen ohne Einwilligung gefilmt.
Meta setzt auf Hardware-Schutz
Die hauseigenen Smart Glasses von Meta kombinieren Hard- und Software, um die Privatsphäre zu schützen. Eine Aufnahme-LED signalisiert Dritten, wenn eine Aufzeichnung läuft. Wird die LED manipuliert oder verdeckt, deaktiviert das System die Kamera automatisch.
Doch die Sicherheitsvorkehrungen reichen vielen nicht. Im März 2026 reichten US-Verbraucher eine Sammelklage gegen Meta ein. Der Vorwurf: Der Konzern habe getäuscht, wie Aufnahmen durch das Unternehmen oder externe Dienstleister ausgewertet werden. Auch die Kooperation mit Kylie Jenner – eine Sonderedition der Brille für rund 399 US-Dollar – steht in der Kritik.
Der Markt boomt trotzdem: 2025 verkaufte Meta über sieben Millionen Exemplare. Im ersten Quartal 2026 stieg der Absatz von intelligenten Brillen ohne Display um 167 Prozent.
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Verbote in Deutschland und den USA
Die Problematik heimlicher Aufnahmen hat bereits konkrete Folgen. Der schottische Fährbetreiber CalMac setzte Besuche auf den Brücken seiner Schiffe vorerst aus – ein Passagier hatte dort unerlaubt mit einer Smart Glasses gefilmt.
In Deutschland verbieten Städte wie Köln und Potsdam die Geräte in Freibädern. In Bonn gilt ein allgemeines Fotografierverbot ohne Einwilligung, ein spezifisches Verbot für Smart Glasses gibt es dort noch nicht. In den USA untersagte New York die Nutzung der Technologie in Gerichtssälen.
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Samsung plant eigene Smart Glasses
Während Meta um das Image seiner Brillen kämpft, bereiten Wettbewerber den Markteintritt vor. Samsung kündigte für Herbst 2026 eigene Smart Glasses an – entwickelt mit Google, Warby Parker und Gentle Monster. Auch sie deaktivieren die Kamera bei verdeckter LED. Zudem verspricht Samsung: Audio- und Videodaten werden nicht für KI-Training genutzt.
Ein Verkaufsstart in der EU ist vorerst nicht geplant. Beobachter führen das auf die strengen Datenschutzregulierungen in der Region zurück.
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