Instagram-Sicherheit: 20.000 Konten über KI-Support gehackt
08.06.2026 - 19:36:22 | boerse-global.de
Bei einem US-Bundesgericht beantragte Meta eine Missachtungsanordnung gegen den Spyware-Hersteller. Grund sind mutmaßliche Verstöße gegen bestehende Gerichtsauflagen.
Neue Spear-Phishing-Angriffe entdeckt
WhatsApp hat erneut gezielte Angriffe der NSO Group identifiziert. Das Unternehmen soll gegen eine dauerhafte Unterlassungsverfügung verstoßen haben, die Angriffe auf WhatsApp und seine Nutzer untersagt. Konkret entdeckte die Messaging-Plattform Spear-Phishing-Versuche, bei denen Angreifer über bösartige Links Nutzer kompromittieren wollten.
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WhatsApp unterband diese sogenannten 1-Klick-Phishing-Angriffe. Auch Testkonten und Gruppen, die der NSO Group zugeordnet werden konnten, wurden entfernt. Meta veröffentlichte zudem die Internet-Domains, die bei den Angriffen verwendet wurden. Das Unternehmen betont, die Sicherheit der Nutzer habe oberste Priorität. Von der NSO Group lag zunächst keine Stellungnahme vor.
Jahrelanger Rechtsstreit
Der Streit zwischen Meta und dem Spyware-Anbieter zieht sich seit 2019 hin. Ein US-Gericht hatte NSO bereits für schuldig befunden und eine dauerhafte Unterlassungsverfügung erlassen. Die ursprüngliche Forderung nach Strafschadenersatz in Höhe von 167 Millionen US-Dollar wurde auf rund 4 Millionen US-Dollar reduziert.
Meta erhält Unterstützung von zwölf Bürgerrechtsorganisationen, die Stellungnahmen beim Gericht eingereicht haben. Die NSO Group steht seit 2021 auf einer schwarzen Liste des US-Handelsministeriums. Das schränkt die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens in den USA massiv ein.
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Sicherheitsvorfall bei Instagram
Parallel zum juristischen Vorgehen bestätigte Meta einen weiteren Sicherheitsvorfall. Auf Instagram wurden über 20.000 Nutzerkonten kompromittiert. Angreifer nutzten eine Schwachstelle im KI-gestützten Supportsystem „High Touch Support“ (HTS) aus.
Durch diese Lücke generierten die Angreifer Passwort-Reset-Links für fremde Profile. Erste Anzeichen reichen bis in den April zurück, die Sicherheitslücke wurde Ende Mai entdeckt. Meta hat das betroffene Support-System deaktiviert und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.
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