Hochschulen, Universität

Hochschulen und KI: Universität Potsdam klärt Prüfungsregeln auf

19.06.2026 - 22:49:45 | boerse-global.de

Deutsche Hochschulen reagieren auf KI-Nutzung in Prüfungen und stärken psychologische Angebote sowie flexible Beratungsformate für Studierende.

Hochschulen passen Prüfungen an: KI-Regeln und mehr Beratung
Hochschulen - Student lernt nachts an einem Schreibtisch mit Büchern und Laptop, sanftes Bildschirmlicht. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Fokus stehen der Umgang mit Künstlicher Intelligenz, psychische Gesundheit und niederschwellige Beratungsformate.

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KI in Abschlussarbeiten: Universität Potsdam klärt auf

Wie integriert man KI in Prüfungen, ohne die akademische Integrität zu gefährden? Diese Frage stand am 18. Juni im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung an der Universität Potsdam. Das Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium (ZfQ) lud zur Diskussion über die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Dr. Andrea Radcke vom Dezernat für Studienangelegenheiten gab einen Überblick über die aktuellen prüfungsrechtlichen Vorgaben. Anhand von Praxisbeispielen zeigte sie, wie Hochschulen KI-Systeme kontrolliert in den Prüfungsalltag einbinden können. Ziel: Die Integrität akademischer Abschlüsse wahren, ohne Innovationen auszubremsen.

Flexible Beratung und internationale Verantwortung

Die Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf setzt auf flexible Formate. Für den 25. Juni kündigte die Hochschule einen „Abend der Studienberatung" an. Neben Präsenzterminen gibt es telefonische und digitale Austauschmöglichkeiten. Das Angebot reicht von der Studienwahl in Medizin, Rechtswissenschaft und Wirtschaft bis zur BAföG-Finanzierung.

Bereits Anfang Juni übernahm die HHU gesellschaftliche Verantwortung: Zum dritten Mal fungierte sie als Testzentrum für ukrainische Hochschulaufnahmetests (NMT). Rund 170 Teilnehmende absolvierten an vier Terminen ihre Prüfungen in den Computerräumen der Universität – koordiniert von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Techniknächte locken mit Robotern und Laboren

Hochschulen öffnen zunehmend abends ihre Türen, um Wissenschaft erlebbar zu machen. Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) präsentiert heute im Rahmen einer Techniknacht ihr neues Technikum. In Laboren für Maschinenbau, Textiltechnik und Umwelttechnik gibt es Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte – ergänzt durch Simulationen und Vorführungen humanoider Roboter.

Das Ingenieur- und Technik Forum an der DHBW Mannheim am 26. Juni setzt auf praktische Erfahrung: Lötstationen, Cyber-Security-Labore und Fachvorträge zur digitalen Sicherheit stehen auf dem Programm. Die Leopoldina in Halle (Saale) plant für den 3. Juli eine Lange Nacht der Wissenschaften – mit medizinischen Vorträgen, politischen Beratungsformaten und einem Science Slam.

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Dass solche Formate etabliert sind, zeigte die Stadtbücherei Ibbenbüren bereits im März: Bei ihrer Nacht der Bibliotheken standen 3D-Druck und Robotik im Mittelpunkt.

Resilienz und Vernetzung: Studierende stärken

Die psychische Gesundheit rückt in den Fokus. Die Universität Heidelberg startete eine Vortragsreihe im Sommersemester 2026, die unter anderem „Resilienzräume" im Bildungskontext thematisiert. Prof. Dr. Annette Haußmann und Rieke Deborah Koßmann betonten am 23. Juni die Bedeutung von Mental Health Literacy. Nur wer psychisch gesund ist, kann den Anforderungen des Studiums langfristig standhalten.

Soziale Integration ergänzt diese Ansätze. Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) in Friedberg förderte am 18. Juni mit einer Stadtrallye die Orientierung für Erstsemester. Die Universität Ulm setzt am 23. Juni auf informelle Vernetzung: Picknicks sollen den Austausch zwischen Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen stärken.

Parallel behandeln Ringvorlesungen gesellschaftspolitische Themen. Die Universität Münster diskutiert am 23. Juni die Rolle von Geflüchteten in Friedensprozessen – ein Beispiel für den interdisziplinären Anspruch moderner Hochschulbildung.

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