Hitzewelle, Todesfälle

Hitzewelle Juni: Über 800 Todesfälle in Deutschland registriert

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 16:52 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Bundeshaushalt für die Landwirtschaft sinkt leicht. Verbände und Länder kritisieren die Einsparungen als Bremse für den Agrarwandel.

Agrarhaushalt 2027: Kürzungen lösen Kritik von Verbänden aus
Hitzewelle - Eine einzelne, welkende Pflanze in ausgetrockneter, rissiger Erde unter einer dunstigen, drückenden Sonne. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Verbände und Landespolitiker reagieren alarmiert.

Der Etat sieht Gesamtausgaben von 6,973 Milliarden Euro vor. Das sind 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders hart trifft es die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK): Hier sinken die Mittel um 54 Millionen Euro auf 853 Millionen Euro. Auch die Zuschüsse zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft werden um 30 Millionen Euro gekürzt.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte nannte den Entwurf einen „Hemmschuh für den notwendigen Umbau der Branche“. Der Deutsche Bauernverband beziffert die effektiven Kürzungen für die Landwirte auf über 100 Millionen Euro. Die parlamentarischen Beratungen starten im Herbst, die endgültige Verabschiedung ist für Ende November 2026 geplant.

Nationales Ernährungsmonitoring gestartet

Anfang Juli 2026 fiel in Dortmund der Startschuss für das Nationale Ernährungsmonitoring (nemo). Das Max Rubner-Institut erfasst im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, was die Bevölkerung tatsächlich isst.

Die Studie umfasst bundesweit über 3.000 Personen zwischen 18 und 80 Jahren an 120 Standorten. Die Daten sollen als Grundlage für Strategien zur Förderung einer gesundheitsbewussten und nachhaltigen Ernährung dienen.

EU treibt Regulierung voran

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Die Hitzewelle im Juni 2026 forderte in Deutschland über 800 hitzebedingte Todesfälle. Besonders Senioren sind gefährdet. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Angehörigen in Pflegeheimen und zu Hause wirksam schützen – mit Checkliste, Notfallplan und Kühlmaßnahmen. Jetzt kostenlosen Hitzeschutz-Report anfordern

Die Ernährungsindustrie – mit 241 Milliarden Euro Jahresumsatz und rund 670.000 Beschäftigten einer der wichtigsten Wirtschaftszweige – drängt auf Reformen bei den Netzentgelten. Eine Allianz aus 17 Verbänden fordert verlässliche Anreize für Flexibilität und Bestandsschutz für die Eigenversorgung mit Energie.

Parallel dazu plant die EU-Kommission mehrere Vorhaben:

  • Nutztierstrategie: Ein Entwurf sieht ein schrittweises Ende der Kastenstandhaltung in der Schweinezucht bis 2040 vor.
  • Düngemittelverordnung: Noch im Juli 2026 soll ein Vorschlag zur Änderung der Nitratrichtlinie kommen. Diskutiert wird eine Anhebung der Stickstoff-Grenzwerte für Gärreste über 170 Kilogramm pro Hektar – sehr zum Ärger der Wasserwirtschaft.
  • Öko-Verordnung: Mitte Juli 2026 berät das Europaparlament über eine Flexibilisierung der Weidepflicht. Befürworter wollen alternative Auslaufformen zulassen, wenn keine ausreichenden Weideflächen zur Verfügung stehen.

Kreislaufwirtschaft und Klimaanpassung

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Ein Start-up kündigte für den Spätsommer 2026 die Markteinführung einer Milchalternative auf Basis von Biertreber im süddeutschen Raum an. Das Produkt nutzt ein Nebenprodukt der Brauwirtschaft und soll ein vorteilhaftes Nährstoffprofil aufweisen.

Die Dringlichkeit von Klimaanpassungen zeigte die intensive Hitzewelle im Juni mit Temperaturen über 41 Grad. In Nordrhein-Westfalen fordern politische Akteure verstärkte Investitionen in Kälteräume und Beschattungsmaßnahmen in Schulen und Pflegeheimen – finanziert aus Mitteln des Katastrophenschutzes. Laut Robert Koch-Institut wurden zwischen Anfang April und Ende Juni 2026 bereits über 800 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland verzeichnet.

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