Herzinfarkt-Risiko, Krafttraining

Herzinfarkt-Risiko: Krafttraining senkt Gefahr um 44 Prozent

02.07.2026 - 13:33:43 | boerse-global.de

Eine Langzeitstudie belegt: Regelmäßiges Krafttraining reduziert das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich.

Krafttraining senkt Herzinfarkt-Risiko um 44 Prozent
Herzinfarkt-Risiko - Eine Person macht Bizepscurls mit Kurzhanteln in einem modernen Fitnessstudio, konzentriert und entschlossen. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das zeigt eine Langzeitstudie mit über 117.000 Frauen, die Ende Juni im Journal of the American College of Cardiology veröffentlicht wurde.

Noch deutlicher wird der Effekt beim Herzinfarkt: Hier reduzierte sich das Risiko um 44 Prozent. Die beste Wirkung erzielt die Kombination aus Kraft- und Ausdauersport – mit einer Risikoreduktion von insgesamt 40 Prozent.

15 Minuten Bewegung senken die Sterblichkeit

Forscher der Universität Cambridge bestätigten diese Ergebnisse Mitte Juni mit einer Analyse von UK-Biobank-Daten. Schon eine tägliche Bewegung von 15 Minuten kann die Sterblichkeit senken. Wer aerobes Training mit Kraftsport kombiniert, reduziert das allgemeine Sterberisiko um 40 Prozent.

Jede zusätzliche Trainingsstunde bringt weitere Vorteile. Die Botschaft ist klar: Wer sein Herz schützen will, sollte auf beide Trainingsformen setzen.

Magnesium gegen Bluthochdruck

Neben Bewegung spielt die Ernährung eine Schlüsselrolle. Eine Metaanalyse des US-Instituts CMER zeigt: Magnesium senkt den Blutdruck – besonders bei Patienten mit Hypertonie und Magnesiummangel, die auf herkömmliche Medikamente nicht ansprechen.

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 350 mg für Männer und 300 mg für Frauen. Vorsicht ist jedoch bei Überdosierung geboten: Ab 2500 mg pro Tag drohen Herzrhythmusstörungen.

Für eine signifikante Gewichtsabnahme sind laut American Heart Association mehr als 150 Minuten Training pro Woche nötig. Das sogenannte 5A-Modell hilft Medizinern, Patienten zu nachhaltigen Lebensstiländerungen zu motivieren.

Das Sportparadoxon: Mehr Kalk bei Marathonläufern

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Trotz aller Vorteile: Sport birgt auch Risiken. Mediziner wie Dr. Roger Gerke weisen auf das „Sportparadoxon“ hin: Marathonläufer haben oft mehr Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen als Nichtsportler.

Bei Athleten unter 35 Jahren sind Herzrhythmusstörungen häufig auf strukturelle Herzmuskelerkrankungen zurückzuführen. Bei älteren Sportlern steht die koronare Herzkrankheit im Vordergrund.

Neue Screeningmethode erkennt Gefäßschäden früher

Forscher der Universität Duisburg-Essen und des Uniklinikums Düsseldorf haben ein neues Verfahren entwickelt. Es nutzt Nahinfrarotspektroskopie in einem CO?-Wasserbad, um die Reaktionsfähigkeit der glatten Gefäßmuskulatur zu messen.

Die Ergebnisse wurden in Cardiovascular Research veröffentlicht. Das Verfahren ist besonders relevant für Risikopatienten mit Bluthochdruck oder Diabetes.

Proteinbedarf: Doppelte Menge für Ältere

Um Muskelschwund (Sarkopenie) im Alter entgegenzuwirken, fordern Experten wie Chris Macdonald von der Universität Cambridge eine Verdopplung der bisherigen Protein-Empfehlungen. Für Kraftsportler werden Werte zwischen 0,6 und 1,6 Gramm Protein pro Pfund Körpergewicht diskutiert.

Die Longevity-Forschung setzt auf Muskelkraft und stabile Blutzuckerwerte. Effektiv sind:
- Proteinzufuhr bis zu 2,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht
- 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche
- Krafttraining dreimal wöchentlich
- Sieben bis neun Stunden Schlaf
- Intermittierendes Fasten gegen Entzündungen

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Fischöl schützt Dialysepatienten

Eine Charité-Studie an 1.200 Dialysepatienten liefert neue Erkenntnisse: Die tägliche Einnahme von 1,5 Gramm Fischöl senkte über 18 Monate das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle um 43 Prozent. Fachgesellschaften prüfen derzeit die Aufnahme in medizinische Leitlinien.

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