Herzgesundheit: Zwei Stunden Krafttraining pro Woche senken Risiko
23.06.2026 - 11:17:34 | boerse-global.de
Die Forschung zeigt immer deutlicher: Was wir essen, trinken und wie wir uns bewegen, beeinflusst unsere Herzgesundheit direkt. Aktuelle Studien aus dem Juni 2026 liefern konkrete Handlungsempfehlungen.
Schon ein Glas Wasser senkt den Puls
Die einfachste Maßnahme für ein gesundes Herz ist ausreichend Trinken. Bereits 355 Milliliter Wasser können den Puls innerhalb von 30 Minuten senken – das belegt eine Studie aus dem Jahr 2017. Fachleute empfehlen täglich etwa 11,5 Tassen für Frauen und 15,5 Tassen für Männer.
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Bestimmte Teesorten haben zusätzliche Schutzwirkung. Matcha-Grüntee enthält Antioxidantien, die Arteriosklerose vorbeugen können. Hibiskustee senkt bei zweimal täglichem Konsum den Blutdruck messbar – das zeigt eine Studie von 2019. Kamillentee wirkt entzündungshemmend und fördert den Schlaf. Elektrolytgetränke regulieren den Flüssigkeitshaushalt durch Natrium und Kalium.
Koffeinhaltige Getränke, Energy-Drinks und Alkohol sollten Sie dagegen meiden. Sie belasten das Herz-Kreislauf-System unnötig.
Kaugummi nach dem Salat senkt den Blutdruck
Das King's College London veröffentlichte am 22. Juni 2026 eine überraschende Studie: Kauen Sie zuckerhaltigen Kaugummi nach dem Verzehr von Roter Bete, Spinat oder Grünkohl, sinkt der systolische Blutdruck um etwa 3 mmHg und der diastolische um rund 2 mmHg.
Der Grund: Der Speichel-pH-Wert steigt, die Nitritwerte im Körper erhöhen sich um 25 Prozent. Die Forscher warnen jedoch: Das ist keine primäre Behandlungsmethode für Bluthochdruck. Risiken für den Stoffwechsel und die Zahngesundheit bestehen.
Die University of Exeter ergänzt: Die blutdrucksenkende Wirkung von Rote-Bete-Saft tritt vor allem bei Menschen zwischen 60 und 79 Jahren auf. Bei unter 30-Jährigen zeigen sich kaum Veränderungen.
Atemtechnik: Länger ausatmen, ruhigerer Puls
Forschende des DIfE Potsdam-Rehbrücke und der Charité Berlin veröffentlichten am 21. Juni 2026 Ergebnisse zur Atmung. Eine verlängerte Ausatmungsphase verlangsamt die Herzfrequenz. Dabei aktiviert der ventro-mediale präfrontale Kortex – eine Hirnregion, die die Empfänglichkeit für Belohnungsreize steigert. Fachleute sehen Potenzial zur Unterstützung bei Ernährungsentscheidungen.
Zwei Stunden Krafttraining pro Woche schützen Frauen
Eine am 22. Juni 2026 im Journal of the American College of Cardiology veröffentlichte Studie unterstreicht die Bedeutung von Krafttraining für Frauen. Die Analyse von Daten über 117.000 Teilnehmerinnen zeigt: Bereits zwei Stunden Kraftsport pro Woche senken das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall signifikant. Der Schutz verstärkt sich mit jeder weiteren Trainingsstunde – und besteht unabhängig vom Ausdauertraining.
Hitze: Gefahr für Herzpatienten
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Die Deutsche Herzstiftung warnt am 22. Juni 2026 vor extremer Hitze. Bei Temperaturen über 35 Grad Celsius steigt das Risiko für Herzrhythmusstörungen und Kreislaufkollapse deutlich an. Besonders gefährdet sind Patienten mit Herzschwäche oder Bluthochdruck.
Überwachen Sie Ihren Kaliumhaushalt – ein Mangel beeinträchtigt die Herzfunktion. Kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen, Aprikosen und Gemüsebrühen helfen.
In Moskau wurden am 22. Juni 2026 neue alkoholfreie Getränke präsentiert, die mit dem Antioxidans Resveratrol angereichert sind. Die wasserlösliche Formel nutzt Wirkstoffe aus Traubenkernen und -schalen. Facharzt Jörg Latus vom RBK Stuttgart rät: Bei Hitze die Trinkmenge auf bis zu sechs Liter bei sportlicher Aktivität steigern – aber Vorsicht vor Natriumverdünnung im Blut durch übermäßiges Trinken ohne Elektrolytausgleich.
