Herz-Kreislauf, Minuten

Herz-Kreislauf: 42 Minuten Bewegung senkt Risiko um 57 Prozent

02.06.2026 - 13:18:42 | boerse-global.de

Stundenlanges Sitzen und Smartphones fördern das BWS-Syndrom. Gezielte Übungen und mehr Bewegung können die Beschwerden lindern.

Nuad Thai: Thailändische Massage als Antwort auf digitalen Stress - Bild: über boerse-global.de
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Das sogenannte Brustwirbelsäulen-Syndrom (BWS-Syndrom) wird zum Volksleiden – doch gezielte Übungen können helfen.

Was steckt hinter dem BWS-Syndrom?

Das BWS-Syndrom ist ein Sammelbegriff für Beschwerden im Bereich der zwölf Brustwirbel (Th1 bis Th12). Hauptauslöser sind Bewegungsmangel, einseitige Fehlhaltungen und daraus resultierende Muskelverspannungen. Betroffene klagen über Schmerzen zwischen den Schulterblättern, ein Engegefühl im Brustkorb oder bewegungsabhängige Schmerzen.

Neben funktionellen Blockierungen spielen auch degenerative Veränderungen eine Rolle. Mobilisationsübungen können die Beschwerden lindern. Bei Ruheschmerz, Ausstrahlungen in andere Körperpartien, Atemnot oder nach Unfällen ist jedoch eine medizinische Abklärung nötig.

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Smartphones als Belastungsfaktor

Viele Menschen sitzen täglich acht bis zwölf Stunden – das beeinträchtigt die natürliche Wirbelsäulenkurve und führt zu ungleichmäßigen Gelenkbelastungen. Besonders die Smartphone-Nutzung belastet die Hals- und Brustwirbelsäule massiv. Bei einer Kopfneigung von 60 Grad wirkt eine Last von rund 27 Kilogramm auf die Halswirbelsäule. Langfristig begünstigt das Muskeldysbalancen.

Auch chronischer Stress gilt als Ursache für Fehlhaltungen. Experten empfehlen eine tägliche Routine von zehn bis 15 Minuten für gezielte Übungen. Nach acht bis zwölf Wochen sei eine messbare Verbesserung möglich.

Die besten Übungen zur Haltungskorrektur

Zur Verbesserung der Beweglichkeit haben sich mehrere Übungen bewährt:

  • Katzen-Kuh-Übung: Mobilisiert die gesamte Wirbelsäule.
  • Rotationen im Sitz: Lockert die Brustwirbelsäule.
  • Schulterblatt-Retraktion und Chin Tuck: Stabilisieren die obere Wirbelsäule.
  • BWS-Extension und Wall Angels: Richten den Oberkörper auf und dehnen die Brustmuskulatur.
  • Bird-Dog und Dead Bug: Stärken die Rumpfmuskulatur.
  • Kräftigung des Gesäßmuskels: Entlastet den unteren Rücken.
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Hilfsmittel wie der Pezziball können die Rückenmuskulatur zusätzlich aktivieren. Fachleute betonen: Die Qualität der Ausführung und langsame, kontrollierte Bewegungen sind wichtiger als die Anzahl der Wiederholungen. Einfache, alltagstaugliche Übungen sind oft effektiver als kurzlebige Fitnesstrends.

Bewegung senkt Herz-Kreislauf-Risiko massiv

Die Bedeutung regelmäßiger Bewegung wird durch aktuelle Daten untermauert. Eine Studie im European Journal of Preventive Cardiology mit über 500.000 Erwachsenen zeigt: Eine Kombination aus acht bis neun Stunden Schlaf, ausgewogener Ernährung und mehr als 42 Minuten Bewegung pro Tag senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 57 Prozent.

Für spezifische Zielgruppen gibt es spezialisierte Angebote. Im Oktober 2026 startet in Karben ein achtwöchiger Kurs für Stuhlgymnastik unter fachlicher Leitung von Rehatrainern. Auch Reformer-Pilates gilt als effektive Methode für ein Ganzkörpertraining zur Stärkung der tiefliegenden Muskulatur.

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