Hardware-Markt, Umbruch

Hardware-Markt im Umbruch: Mainboard-Verkäufe brechen ein, KI-Boom treibt Spezial-Hardware

15.05.2026 - 21:25:07 | boerse-global.de

Mainboard-Verkäufe bei ASUS, MSI und Gigabyte sinken drastisch, während KI-Hardware und Gaming-Editionen boomen.

Hardware-Markt im Umbruch: Mainboard-Verkäufe brechen ein, KI-Boom treibt Spezial-Hardware - Foto: über boerse-global.de
Hardware-Markt im Umbruch: Mainboard-Verkäufe brechen ein, KI-Boom treibt Spezial-Hardware - Foto: über boerse-global.de

Der traditionelle PC-Markt steckt in der Krise, während künstliche Intelligenz und High-End-Gaming die Branche neu formen. Die Hersteller ASUS, MSI und Gigabyte verzeichnen massive Einbrüche bei Mainboard-Verkäufen – teilweise um über 30 Prozent. Gleichzeitig boomen Spezial-Hardware für KI-Workstations, limitierte Gaming-Editionen und Hochleistungs-GPUs.

Mainboard-Absatz im freien Fall

Die nackten Zahlen sind ernüchternd: ASUS hat im ersten Halbjahr 2026 nur fünf Millionen Mainboards verkauft – nach 15 Millionen im gesamten Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von rund 33 Prozent. Noch härter trifft es ASRock mit einem Minus von 37 Prozent. Die Branchengrößen Gigabyte und MSI kommen mit Einbußen von knapp 25 Prozent vergleichsweise glimpflich davon.

Doch was steckt hinter diesem Einbruch? Der klassische DIY-PC-Markt, einst das Herzstück der Branche, verliert zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Nutzer greifen zu Notebooks, Mini-PCs oder fertig konfigurierten Systemen. Hinzu kommen die explodierenden Preise für High-End-Komponenten, die viele Bastler abschrecken.

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GPU-Preise schießen durch die Decke

Besonders dramatisch zeigt sich die Preisentwicklung bei Grafikkarten. NVIDIA hat die Einkaufspreise für seine RTX-5090-Modelle um umgerechnet rund 275 Euro angehoben – Grund sind die steigenden Kosten für GDDR7-Speicher. Während die offizielle Preisempfehlung bei etwa 1.830 Euro liegt, zahlen Endkunden auf dem freien Markt bereits über 3.660 Euro. Branchenkenner rechnen mit Preisen zwischen 4.100 und 4.570 Euro.

Trotz dieser horrenden Summen bringen die Hersteller weiter neue Modelle auf den Markt. ASUS präsentierte am 14. Mai die ProArt GeForce RTX 5090, eine Workstation-Karte für Profis. Mit 32 Gigabyte GDDR7-Speicher und 3352 AI TOPS Rechenleistung ist sie speziell für KI-Anwendungen konzipiert. Ein 2,5-Slot-Kühlsystem mit Flüssigmetall-Wärmeleitpaste soll die Effizienz um elf Prozent steigern.

Limitierte Editionen als Nischenstrategie

Auf die Sammler und Enthusiasten setzt MSI mit einer besonderen Aktion: Eine auf 500 Stück limitierte Star-Wars-Edition der GeForce RTX 5080 kommt am 22. Mai auf den Markt. Das Design zeigt den Mandalorianer und Grogu, dazu gibt es magnetische Backplates und eine spezielle Halterung. Der Preis dürfte bei über 1.350 Euro liegen.

Prozessoren: AMD holt auf, Intel verteidigt sich

Der Mainboard-Markt ist eng mit dem Wettbewerb der CPU-Hersteller verknüpft. AMD hat im Server-Segment deutlich zugelegt und hält nun 46,2 Prozent bei x86-Server-Prozessoren. Der Gesamtumsatzanteil der x86-CPUs liegt bei 38,1 Prozent – angetrieben durch Rekordumsätze im Rechenzentrumsgeschäft.

Intel kontert mit einer dominanten Stellung im Consumer-Markt: 70 Prozent aller PC-Prozessoren stammen aus dem Hause Intel. Während einige Mittelklasse-Modelle wie die Arrow-Lake-Serie wegen ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses kritisiert werden, zeigen High-End-Chips wie der Core 9 273PQE in Spielen bis zu neun Prozent mehr Leistung als frühere Top-Modelle.

Mit der Ryzen-9000-PRO-Serie bringt AMD sechs neue Modelle mit 3D-V-Cache-Technologie für Profis. Und aus China meldet sich Loongson mit dem Ziel, bis 2027 das Niveau älterer Intel- und AMD-Generationen zu erreichen.

Mini-PCs und Gaming-Notebooks als Wachstumsmarkt

Während Desktop-Systeme stagnieren, boomen kompakte Alternativen. Razer hat sein Blade 18 für 2026 überarbeitet – mit Intel Core Ultra 9 290HX Plus (24 Kerne) und dedizierter NPU für KI-Aufgaben. Die Preise starten bei umgerechnet rund 3.660 Euro für die RTX-5070-Ti-Version und erreichen über 4.690 Euro für das RTX-5090-Modell. Die Displays bieten wahlweise UHD+ mit 240 Hertz oder FHD+ mit 440 Hertz.

Noch kompakter wird es beim ASUS ROG NUC 16: Ein Drei-Liter-Gaming-Mini-PC mit Intel Ultra 9 290HX Plus und RTX 5080 Laptop-GPU. Besonders clever: G-Sensoren passen die Kühlung an die Position des Geräts an, ein eigener SSD-Kühler senkt die Speichertemperaturen um 18,5 Prozent.

Für den schmaleren Geldbeutel bringt Alienware das neue Modell 15 mit AMD Ryzen oder Intel Core 200-Serie und GPUs bis zur RTX 5060. Die Preise starten bei umgerechnet 1.190 bis 1.235 Euro.

KI wird zum Hardware-Treiber

Die Integration künstlicher Intelligenz verändert die Anforderungen an Hardware grundlegend. Nous Research veröffentlichte am 14. Mai den Hermes Agent – ein Open-Source-KI-Projekt, das lokal auf NVIDIA-RTX-Workstations läuft. Parallel dazu nutzen immer mehr Entwickler den M4 Mac mini als persönliche KI-Plattform, was zu Lieferzeiten von bis zu zwölf Wochen für Modelle mit 64 Gigabyte RAM führt.

Apple hat bereits reagiert: Der Einstiegspreis für den Mac mini stieg von 599 auf 799 Euro, nachdem das günstigere Basismodell eingestellt wurde. Branchenkenner erwarten für die zweite Jahreshälfte 2026 ein neues M5-Modell mit bis zu 45 Prozent mehr GPU-Leistung.

Google wiederum kündigte mit dem „Googlebook" ein KI-zentriertes Notebook an – mit Gemini-Integration und einem kontextsensitiven Cursor auf Basis von DeepMind. Beobachter sehen darin eine direkte Antwort auf Apples MacBook Neo, das den Markt für leistungsstarke, bezahlbare Laptops neu belebt hatte.

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Ausblick: PCIe 8.0 und neue Spiele-Bundles

Die Branche bereitet sich bereits auf den nächsten Technologiesprung vor. PCIe 8.0 wurde für 2028 angekündigt und soll bidirektionale Datenraten von bis zu einem Terabyte pro Sekunde über x16-Schnittstellen ermöglichen – eine Antwort auf die wachsenden Bandbreitenanforderungen von KI und datenintensiven Anwendungen.

Kurzfristig setzt NVIDIA auf Spiele-Bundles, um die Nachfrage anzukurbeln. Käufer qualifizierter RTX-50-Serien-GPUs erhalten ab sofort eine digitale Kopie von „007 First Light" (Release: 27. Mai 2026). Das Spiel soll neue Technologien wie DLSS 4.5 und Dynamic Multi Frame Generation nutzen, Path Tracing folgt im Sommer per Update.

Für die traditionellen Mainboard-Hersteller bleibt der Ausblick gemischt. Der stagnierende DIY-Markt zwingt sie zur Neuausrichtung: High-End-Gaming, professionelle KI-Hardware und mobile Systeme sind die neuen Hoffnungsträger in Zeiten steigender Materialkosten und sich wandelnder Kundenbedürfnisse.

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