Gürtelrose-Impfung, Studie

Gürtelrose-Impfung: Studie belegt 24% weniger Demenzrisiko

22.06.2026 - 14:40:11 | boerse-global.de

Eine neue NIH-Studie zeigt: Die Impfung gegen Gürtelrose senkt das Demenzrisiko um fast ein Viertel. Experten sehen doppelten Nutzen der Vorsorge.

Gürtelrose-Impfung: 24% weniger Demenzrisiko laut NIH-Studie
Gürtelrose-Impfung - Nahaufnahme eines Arms, der eine Impfung gegen Gürtelrose erhält, mit unscharfem medizinischem Hintergrund. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eine Langzeitstudie der US-Gesundheitsbehörde NIH liefert überraschende Ergebnisse: Die Impfung gegen Herpes Zoster könnte das Risiko für Demenzerkrankungen um fast ein Viertel senken. Das macht die Vorsorge gleich doppelt interessant.

Steigende Fallzahlen in Stuttgart

Die Erkrankung bleibt relevant. Daten der AOK Stuttgart-Böblingen vom April 2023 zeigen: Allein in Stuttgart wurden 2021 insgesamt 1.767 betroffene Versicherte registriert – ein Plus von 80 Fällen gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen: die Altersgruppe der 65- bis 69-Jährigen mit 191 Fällen.

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Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung daher für alle ab 60 Jahren. Bei bestimmten Vorerkrankungen sogar schon ab 50. Die Kosten übernimmt die AOK.

24 Prozent weniger Demenz-Risiko

Eine im Juni 2026 im Fachmagazin JAMA veröffentlichte NIH-Studie wertete Daten von 2014 bis 2023 aus. Ergebnis: Die Gürtelrose-Impfung senkt das Demenzrisiko um 24 Prozent.

Eine südkoreanische Kohortenstudie mit über einer Million Teilnehmern ab 50 Jahren bestätigt den Trend. Die Lebendimpfung reduzierte das Risiko für Gedächtnisstörungen um 12 Prozent, für Alzheimer sogar um 25 Prozent. Die Erklärung: Die Impfung verhindert die Reaktivierung des Virus und damit entzündliche Prozesse im Nervensystem.

Österreich plant kostenlose Impfung

In Österreich ist die Impfung ab 50 Jahren zugelassen, empfohlen wird sie ab 60. Ab November 2025 soll sie für Über-60-Jährige und Risikogruppen ab 18 Jahren kostenlos sein.

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) schätzt: Rund 36 Prozent aller Demenzfälle ließen sich durch beeinflussbare Faktoren und medizinische Prävention vermeiden oder hinauszögern.

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Was hilft – und was nicht

Für akute Symptome gibt es spezielle Produkte wie das Herpasogel, das einen schützenden Lipidfilm auf der Haut bildet. Medikamente wie SGLT2-Hemmer oder GLP-1-Agonisten werden ebenfalls mit einem geringeren Alzheimer-Risiko in Verbindung gebracht.

Dagegen zeigen DHA-Fischöl-Kapseln laut aktueller Studienlage keine nachweisbare Schutzwirkung auf die Kognition. Und: Die Einnahme von Glucosamin bei bestehender Demenz könnte sogar das Sterberisiko erhöhen.

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