Gürtelrose-Impfung: Studie belegt 24% weniger Demenz bei Älteren
23.06.2026 - 17:09:24 | boerse-global.de
Beim Impfsymposium in Köln diskutierten Fachleute am Dienstag die besonderen Anforderungen an den Impfschutz dieser vulnerablen Gruppen.
Basis-Impfschutz prüfen
Die Überprüfung des allgemeinen Impfstatus steht am Anfang jeder Reisevorbereitung. Expertin Silja Bühler betont die Bedeutung aktueller Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Pertussis.
Neben dem Impfschutz ist die geistige Fitness entscheidend für unbeschwertes Reisen im Alter. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 11 einfache Alltagsübungen, mit denen Sie Ihr Gedächtnis stärken und Demenz gezielt vorbeugen können. Diese 11 Alltagsübungen halten Ihr Gehirn bis ins hohe Alter fit
Auch Impfungen gegen Gürtelrose, Pneumokokken, Influenza, FSME, COVID-19 und RSV sollten vor Reiseantritt kontrolliert werden. Eine Studie der Brown University untermauert den Nutzen: Die Zoster-Impfung senkte bei über 500.000 Pflegeheimbewohnern das Demenzrisiko innerhalb von zwölf Monaten um 24 Prozent.
Die Forscher führen den Effekt auf weniger Entzündungsreaktionen und eine gestärkte Immunabwehr zurück. Die Ergebnisse erschienen in den Annals of Internal Medicine.
Tot- versus Lebendimpfstoffe
Bei Reiseimpfungen unterscheiden Experten wie Jörg Schelling strikt zwischen Impfstofftypen. Totimpfstoffe sind beliebig kombinierbar. Lebendimpfstoffe dagegen müssen entweder gleichzeitig oder im Abstand von mindestens vier Wochen verabreicht werden.
Besondere Vorsicht gilt bei immunsupprimierten Patienten. Tomas Jelinek warnt: Lebendimpfstoffe wie gegen Gelbfieber sind bei Immunschwäche meist kontraindiziert.
Mirko Steinmüller ergänzt: Bei rheumatischen oder Autoimmunerkrankungen muss das Risiko eines Krankheitsschubs gegen den Impfnutzen abgewogen werden. Totimpfstoffe sollten in stabilen Krankheitsphasen verabreicht werden, Lebendimpfstoffe nur in begründeten Einzelfällen.
Neue Risiken durch Klimawandel
Neben klassischen Reiseimpfungen gegen Hepatitis A, Typhus oder Meningokokken gewinnen vektorübertragene Erkrankungen an Bedeutung. Die Asiatische Tigermücke breitet sich aus – und mit ihr Dengue-Fieber, Chikungunya und Zika-Virus.
Für Reisende verschärfen sich die Prophylaxe-Anforderungen. Eine Chikungunya-Impfung empfiehlt sich primär für Endemiegebiete. Bei Dengue raten Fachleute zur Impfung besonders nach einer Erstinfektion, da Zweitinfektionen häufiger schwer verlaufen.
Kommunen reagieren bereits mit biologischen Wirkstoffen in Sinkkästen und verstärkter Öffentlichkeitsarbeit gegen die Mückenplage.
Reiseapotheke richtig packen
Ergänzend zum Impfschutz betont der PHAGO-Verband die Bedeutung einer gut sortierten Reiseapotheke. Dauermedikamente gegen Bluthochdruck, Diabetes, Asthma oder Schilddrüsenerkrankungen müssen in ausreichender Menge mit – am besten im Handgepäck und in Originalverpackung mit Beipackzettel.
Wer dauerhaft Medikamente gegen Bluthochdruck einnehmen muss, leidet oft unter belastenden Nebenwirkungen wie Müdigkeit. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie Ihre Werte mit 8 natürlichen Maßnahmen und gezielten Atemübungen spürbar verbessern können. 8 natürliche Methoden gegen Bluthochdruck jetzt kostenlos entdecken
Bei Reisen außerhalb der EU sollten Reisende die Einfuhrbestimmungen prüfen. Die AOK empfiehlt, die Reiseapotheke ans Ziel anzupassen: Mittel gegen Reisedurchfall, Schmerzen und Übelkeit sowie Desinfektions- und Verbandsmaterial gehören ins Gepäck.
Für die Rückreise gelten Zollbestimmungen. Das Hauptzollamt Saarbrücken informierte über Freimengen für Genuss- und Arzneimittel für den persönlichen Bedarf – damit die Einreise nach Deutschland reibungslos klappt.
