Gürtelrose-Impfung senkt Demenzrisiko um 24 Prozent
19.06.2026 - 23:34:08 | boerse-global.de
Gleichzeitig zeigen alte Wirkstoffe überraschendes Potenzial für die Kognition.
Glucosamin: 25 Prozent höheres Risiko
Eine Untersuchung der University of Florida vom 19. Juni 2026 bringt das beliebte Gelenk-Supplement in Verruf. Bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen steigt das Demenzrisiko um 25 Prozent. Bei bereits Erkrankten korreliert die Einnahme sogar mit einem um 25 Prozent erhöhten Sterberisiko.
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Als möglichen Mechanismus diskutieren die Forscher die Glykosylierung. Eine klinische Bestätigung dafür steht aber noch aus.
Blutdruck und Kognition: Auch zu niedrig ist riskant
Eine Analyse von rund 800.000 Datensätzen vom 18. Juni 2026 zeigt: Sowohl ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) als auch Glucosamin hängen statistisch mit beschleunigtem kognitiven Abbau zusammen. Ein kausaler Zusammenhang ist jedoch noch nicht belegt.
Der Befund wirft neue Fragen zur Blutdruckeinstellung auf. Bislang lag der Fokus meist auf zu hohen Werten.
Alte Wirkstoffe, neue Hoffnung
Forscher aus Oxford und Birmingham untersuchten Prucaloprid – ein Mittel gegen Verstopfung. In „Psychological Medicine“ vom 19. Juni 2026 berichten sie: Bei 50 Probanden mit abgeklungener Depression verbesserte das Medikament Gedächtnis und emotionale Wahrnehmung. Täglich 2 mg über bis zu zehn Tage aktivieren den 5-HT4-Rezeptor.
Auch Spironolacton, ein Entwässerungsmittel, zeigt Wirkung. Eine bayerische Multizenter-Studie in „Communications Medicine“ vom 18. Juni 2026 ergab: 100 bis 200 mg über drei Wochen verbesserten Aufmerksamkeit und Gedächtnis bei Schizophrenie-Patienten. In beiden Fällen betonen die Forscher: Weitere Studien sind nötig.
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Gürtelrose-Impfung senkt Demenzrisiko um 24 Prozent
Die Brown University analysierte Daten von über 500.000 Teilnehmern. Veröffentlicht in den „Annals of Internal Medicine“ am 18. Juni 2026: Die Impfung mit Shingrix senkt das Demenzrisiko um 24 Prozent. Der Effekt tritt etwa ein Jahr nach der Impfung ein – bei Frauen stärker als bei Männern.
Magnesium L-Threonat: Besser schlafen, konzentrierter sein
Eine Doppelblindstudie vom 18. Juni 2026 mit 80 Teilnehmern untersuchte MgT. Täglich ein Gramm über 21 Tage verkürzte die Einschlafzeit und steigerte die Konzentration. Der Wirkstoff überwindet die Blut-Hirn-Schranke effizient und verbessert sowohl Tiefschlafphasen als auch Tagesform.
Senioren: 40 Prozent haben Probleme mit Augentropfen
Die praktische Handhabung von Medikamenten wird oft unterschätzt. Eine Untersuchung der Universitätskliniken Essen und Düsseldorf in „Frontiers of Public Health“ vom 19. Juni 2026 zeigt: Bei Senioren ab 70 Jahren, die mindestens fünf Medikamente einnehmen, berichten 40 Prozent über Schwierigkeiten mit Augentropfen. 20 Prozent haben Probleme beim Öffnen von Verpackungen. Bei 5 Prozent kommt es zu Verwechslungen der Präparate.
Neue Leitlinien für Restless Legs
Die Deutsche Restless Legs Vereinigung hat am 18. Juni 2026 ihre Behandlungsalgorithmen aktualisiert. Basierend auf Fachliteratur von 2020 bis 2025 empfehlen die Experten: Vor Therapiebeginn den Eisenstatus prüfen. Bei der medikamentösen Behandlung sollen Gabapentinoide bevorzugt werden. Dopaminagonisten sind wegen des Risikos einer Symptomverschlechterung (Augmentation) nur mit Vorsicht einzusetzen.
Alzheimer: Enzym als neuer Angriffspunkt
Wissenschaftler der University of New Mexico identifizierten das Enzym OTULIN als Regulator der Tau-Protein-Bildung. Dessen Deaktivierung stoppte in Untersuchungen die Bildung schädlicher Ablagerungen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erwartet bis August 2026 eine Entscheidung über neue Diagnosewerkzeuge wie den Tau-Tracer [18F]MK6240.
