Griffkraft, Starke

Griffkraft: Starke Muskeln senken Sterblichkeit um 12 Prozent

23.06.2026 - 05:55:01 | boerse-global.de

Eine aktuelle Studie belegt: Starke Griffkraft senkt das Sterberisiko älterer Frauen um zwölf Prozent. Gezieltes Krafttraining ist entscheidend.

Langzeitstudie: Griffkraft senkt Sterblichkeit bei Senioren
Griffkraft - Eine ältere Frau macht Gleichgewichtsübungen mit einem Physiotherapeuten in einem modernen Rehabilitationszentrum. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Langzeitstudie im Fachjournal JAMA Network Open. Forscher beobachteten über 5.400 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren: Probandinnen mit überdurchschnittlicher Griffkraft hatten eine um 12 Prozent niedrigere Sterblichkeitsrate – unabhängig von ihrer sonstigen körperlichen Aktivität.

Zwei Trainingseinheiten pro Woche reichen

Der natürliche Muskelabbau im Alter ist aufhaltbar. Das zeigen Untersuchungen des IST-Bildungsinstituts aus dem Juni 2026. Bereits zwei Einheiten von 30 bis 45 Minuten pro Woche sichern die Lebensqualität. In der Studie mit 60- bis 80-Jährigen verdoppelten sich die Trainingsgewichte innerhalb von sechs Monaten.

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Wichtig: Alltagsbewegungen wie Spaziergänge oder Gartenarbeit ersetzen kein gezieltes Krafttraining. Sportmediziner betonen, dass nur spezifische Übungen effektiv vor Stürzen schützen.

Gleichgewicht und Wohnraum entscheiden mit

Neben Muskelaufbau steht das Gleichgewichtstraining im Fokus aktueller Präventionskonzepte. Die Verbesserung der Gewichtsverlagerung erhöht die Sicherheit im Alltag erheblich.

Experten für Reha-Technik weisen darauf hin: Die korrekte Anpassung von Rollatoren und Gehhilfen ist entscheidend für die Unabhängigkeit. Eine individuelle Beratung verhindert Fehlkäufe und falsche Nutzung.

Im Trend liegen sogenannte Longevity-Wohnprojekte. Die Vivir GmbH in Dresden kombiniert bauliche Maßnahmen wie rutschfeste Böden und Haltegriffe mit Bewegungsangeboten wie Balance-Boards. Das Konzept zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit der Bewohner dauerhaft zu erhalten.

Ein 71-jähriger Motorradfahrer zeigte Mitte Juni, was möglich ist: Er absolvierte eine Tour über 22 Alpenpässe ohne körperliche Erschöpfung.

Regionale Netzwerke wachsen

Die Umsetzung der Präventionsziele erfolgt zunehmend dezentral. In mehreren Bundesländern starteten im Juni 2026 neue Kursprogramme:

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  • Brandenburg: Das Bürgerzentrum Brücke in Rüdersdorf und das Projekt „Aufwind“ in Bernau bieten wöchentliche Termine für Sturzprävention und Bewegungsübungen an.
  • Krefeld: Hier setzt man auf judobasierte Trainingskonzepte speziell für Senioren.
  • Fortbildungen: Das MFZ Hannover und Fachportale für Physiotherapie bieten Module zu neurologischen Grundlagen und Gleichgewichtstraining in der Geriatrie.

Die BAGSO Service Gesellschaft veröffentlichte im Juni eine neue Broschüre zur Vorsorge. Darin geht es um präventive Gesundheitschecks, auf die gesetzlich Versicherte bereits ab 35 Jahren Anspruch haben.

Interdisziplinäre Ansätze gewinnen an Bedeutung. In Höchstädt sind Anfang Juli musikalische Veranstaltungen im Seniorenzentrum geplant – gezielt verknüpft mit Bewegungsübungen. Auch digitale Teilhabe wird als Faktor gegen Vereinsamung thematisiert: Kommunale Einrichtungen bieten vermehrt Smartphone-Schulungen für Senioren an.

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