GPT-56, OpenAI

GPT-5.6: OpenAI startet drei neue Modelle für Codex und ChatGPT

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 14:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de

OpenAI integriert Codex in ChatGPT und launcht GPT-5.6-Modellreihe. Appshots-Funktion und ChatGPT Work erweitern das Angebot für Entwickler und Büros.

OpenAI: Codex-Integration und neue GPT-5.6-Modelle im Detail
Leuchtendes UI mit Code und KI-Visuals auf einem MacBook Pro, das OpenAIs integrierte Desktop-KI-Tools und Appshots darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mit der Integration von Codex in die ChatGPT-App und der Einführung der Appshots-Funktion entsteht eine einheitliche Arbeitsumgebung für Entwickler und Wissensarbeiter.

Appshots: Der KI-Blick auf den Bildschirm

Die Appshots-Funktion ist das Herzstück der Neuerungen. Ursprünglich Ende Mai für die Mac-Version von Codex gestartet, steht sie nun allen ChatGPT-Nutzern zur Verfügung. Die Technik erlaubt es der KI, Anwendungsfenster zu erfassen und zu interpretieren – selbst dann, wenn Inhalte außerhalb des sichtbaren Bereichs liegen.

Das bringt handfeste Vorteile: Die KI erhält direkten visuellen Kontext und kann präziser beim Programmieren, Debuggen oder bei der Dokumentenanalyse helfen. Wer schon einmal versucht hat, einer KI ein Problem per Text zu erklären, weiß, wie wertvoll dieser Schritt ist.

Parallel dazu hat OpenAI mehrere experimentelle Werkzeuge in den Produktivbetrieb überführt. Dazu gehört der /goal-Befehl, mit dem Nutzer konkrete Ziele für den KI-Agenten definieren können. Geschäftskunden erhalten zudem ein erweitertes Analyse-Dashboard, das aktive Nutzer, Token-Verbrauch und generierte Codezeilen erfasst. Auch das Teilen eigener Plugins innerhalb der Organisation wird nun unterstützt.

GPT-5.6: Drei Modelle für unterschiedliche Ansprüche

Die Codex-Integration folgt auf die Veröffentlichung der GPT-5.6-Modellreihe am 9. Juli. Sie umfasst drei Stufen: Sol, Terra und Luna.

Das Sol-Modell ist die erste Wahl für anspruchsvolle Programmieraufgaben. In aktuellen Benchmarks erreicht es 53,6 Punkte beim "Agents' Last Exam" und 80,0 Punkte beim "Coding Agent Index". Branchenkreisen zufolge liegt der Preis rund 40 Prozent unter dem von GPT-4 Turbo – ein deutliches Signal für den Wettbewerb.

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ChatGPT Work: Der Assistent fürs Büro

Nur drei Tage später, am 12. Juli, brachte OpenAI ChatGPT Work an den Start. Der spezialisierte Agent richtet sich nicht an Entwickler, sondern an Wissensarbeiter. Er integriert sich in Plattformen wie Slack, Google Sheets, Salesforce und Jira – genau die Werkzeuge, die in deutschen Unternehmen täglich im Einsatz sind.

Der Dienst läuft zunächst auf macOS, Versionen für Windows und Mobilgeräte sollen folgen. Das dürfte besonders für Unternehmen interessant sein, die auf heterogene IT-Landschaften setzen.

Fünf Millionen Nutzer und ein Abschied

Die Zahlen sprechen für sich: In einer technischen Diskussion am 10. Juli gab das Codex-Team bekannt, dass die Plattform über fünf Millionen wöchentliche Nutzer verzeichnet. Das ist eine Verdopplung innerhalb von drei Monaten. 150 neue Funktionen wurden zuletzt ausgerollt, um die Agenten-Fähigkeiten weiter zu stärken.

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Doch der Umbruch hat auch Schattenseiten. Der Atlas-Browser wird eingestellt – bis zum 9. August 2026 müssen alle Nutzer umgestiegen sein. Auch Microsoft-365-Copilot-Nutzer sind betroffen: Der Dienst wurde auf das GPT-5.6-Terra-Modell umgestellt.

Für Mobilnutzer gibt es ebenfalls Neues: Die ChatGPT-iOS-App in Version 1.2026.181 erlaubt seit dem 6. Juli die direkte Bearbeitung von Markdown und Code. Hinzu kommen Unterstützung für GitHub-Pull-Request-Reviews und Multi-Repository-Projekte. Der mobile Arbeitsplatz holt damit zum Desktop auf.

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