Goldener Windbeutel: LaVita gewinnt Negativpreis mit 39 Prozent
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 15:28 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Rund 66.000 Verbraucher haben abgestimmt. Der Negativpreis „Goldener Windbeutel“ geht an LaVita. Das Mikronährstoffkonzentrat des gleichnamigen Unternehmens landete mit 39 Prozent der Stimmen auf Platz eins.
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch wirft dem Hersteller vor, mit irreführenden Gesundheitsversprechen zu werben. Das Produkt werde als vermeintliches Naturprodukt beworben – sei aber faktisch ein hochverarbeitetes Nahrungsergänzungsmittel.
Was steckt wirklich im „Saubertrank“?
Laut Analysen besteht das Konzentrat zu rund 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat. Angereichert wurde es mit 26 Vitaminen und weiteren Nährstoffen. Der Literpreis liegt bei etwa 100 Euro.
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Foodwatch kritisiert vor allem die Diskrepanz zwischen Werbeversprechen und tatsächlicher Zusammensetzung. Bezeichnungen wie „Saubertrank“ und Slogans wie „Fit fürs Leben“ suggerierten eine umfassende gesundheitsfördernde Wirkung. Die sei bei ausgewogener Ernährung weder nötig noch wissenschaftlich belegt.
Hersteller lenkt ein – zum Teil
LaVita reagierte auf die Kritik. Die Bezeichnung „Saubertrank“ werde künftig nicht mehr verwendet. Den Slogan „Fit fürs Leben“ will das Unternehmen rechtlich prüfen lassen.
In der Branche löste die Auszeichnung Diskussionen über die Zulässigkeit von Gesundheitsversprechen aus. Verbraucherschützer fordern strengere Kontrollen und klarere Kennzeichnungen. LaVita selbst verteidigte die Verwendung des Begriffs „Mikronährstoffkonzentrat“ als branchenüblich.
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Die weiteren Platzierungen
Auf Platz zwei landete ein spezielles Backpulver für Heißluftfritteusen von Dr. Oetker (21,9 Prozent). Platz drei belegte ein Matcha-Joghurt der Marke Andechser (20,8 Prozent). Es folgten Vitaminpräparate zur Steigerung der Libido von Beautybears (14,4 Prozent) und ein Kaugummi von Mars Airwaves (3,7 Prozent).
Experten sehen in den Ergebnissen ein klares Signal an die Branche: Werbeaussagen müssten transparenter werden. Der Fokus solle stärker auf der tatsächlichen Wertigkeit der Inhaltsstoffe liegen.
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