GLP-1-Therapien: EMA erlaubt erstmals Tablettenform im Juli
Veröffentlicht am: 04.07.2026 um 12:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Experten empfehlen eine Kombination aus Krafttraining, Proteinzufuhr und hormoneller Steuerung.
Training: Die richtige Mischung macht's
Für effektiven Fettabbau bei gleichzeitigem Muskelerhalt setzen Sportwissenschaftler auf eine Mischung aus Krafttraining und HIIT. Fitnesstrainer Lee Wratislaw empfiehlt unterschiedliche Zeitfenster: Beim Gehen sollten es mindestens 40 Minuten sein, während 20 Minuten HIIT oder 30 Minuten Ausdauerlauf bereits reichen.
Der Nutrologe Dr. Thiago Volpi ergänzt: Eine leicht hypokalorische Ernährung macht den gleichzeitigen Fettverlust und Muskelaufbau möglich. Voraussetzung: ausreichend Protein und Kraftsport. Eine ärztliche Begleitung sei dabei unverzichtbar.
GLP-1: Der natürliche Weg zur Sättigung
Das Hormon GLP-1 steuert das Sättigungsgefühl – und lässt sich auf natürlichem Weg aktivieren. Martina Hohenlohe und Dr. Markus Metka stellten eine Plattform vor, die mit gezielten Rezepten die körpereigene Produktion anregen soll. Das Angebot richtet sich sowohl an Menschen ohne Medikamente als auch an Nutzer von Abnehmspritzen.
Vorsicht ist bei vermeintlichen Alternativen geboten: Gelatine-Drinks können zwar kurzfristig das Sättigungsgefühl steigern, haben aber keine fettverbrennende Wirkung. Ernährungsexpertin Erin Palinski-Wade warnt: „Ein Vergleich mit GLP-1-Agonisten wie Ozempic ist wissenschaftlich nicht haltbar.“ Bei Mahlzeitenersatz drohe zudem Nährstoffmangel.
Medikamentöse Fortschritte
Die europäische Arzneimittelagentur EMA empfahl im Juli erstmals die Zulassung von oralen GLP-1-Therapien in Tablettenform. In den USA startete zudem ein spezielles Medicare-Programm zur finanziellen Unterstützung – die Verschreibungen haben sich zwischen 2021 und 2026 vervierfacht.
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Fasten: Timing entscheidet
Eine Studie der Universität Granada untersuchte intermittierendes Fasten an 99 Erwachsenen. Ergebnis: Die 16:8-Methode stabilisiert den Gewichtsverlust über zwölf Monate. Dabei erwies sich ein frühes Essensfenster (9 bis 17 Uhr) als effektiver. Ein Drittel der Probanden führte die Routine nach Studienende eigenständig fort.
Risiken: Jung und alt unterschiedlich betroffen
Eine Langzeituntersuchung im Fachjournal „Lancet“ mit fast einer Million Personen aus sieben Industrieländern zeigt: Moderne Medikamente normalisieren kardiovaskuläre Risiken bei älteren adipösen Menschen. Jüngere Betroffene bleiben dagegen in der Hochrisikogruppe – ein starkes Argument für frühzeitige Prävention.
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Technologie: Kurzer Effekt, keine Dauerlösung
Methoden wie „Abnehmen im Liegen“ mit Ultraschall versprechen kurzfristige Umfangreduktionen von zwei bis fünf Zentimetern. Fachleute warnen: Die Fettzellen bleiben erhalten, Langzeitstudien fehlen. Für die Behandlung von Adipositas ist das Verfahren ungeeignet.
Ernährung der Zukunft: Pflanzenbasiert und krisenfest
Die EAT-Lancet-Kommission betont: Eine Planetary Health Diet mit 80 Prozent pflanzlicher Energie könnte Millionen vorzeitige Todesfälle vermeiden und die Emissionen der Nahrungsmittelproduktion senken.
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