GLP-1-Tablette, EMA

GLP-1-Tablette: EMA empfiehlt erste orale Adipositas-Therapie

28.05.2026 - 04:08:39 | boerse-global.de

Europäische Arzneimittelagentur spricht Zulassungsempfehlung für Semaglutid-Tablette aus. Studie belegt durchschnittlich 13,6 Prozent Gewichtsverlust.

GLP-1-Tablette: EMA empfiehlt erste orale Adipositas-Therapie - Foto: über boerse-global.de
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Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat eine Zulassungsempfehlung für die erste orale GLP-1-Therapie gegen Adipositas ausgesprochen. Es handelt sich um Semaglutid als Tablette in 25 mg Dosierung – täglich einzunehmen.

Zulassung rückt näher

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA gab grünes Licht für das Medikament. Grundlage ist eine Phase-III-Studie mit 307 Teilnehmern über 64 Wochen. Das Ergebnis: In der Verumgruppe verloren die Probanden durchschnittlich 13,6 Prozent ihres Gewichts. In der Placebogruppe waren es lediglich 2,2 Prozent.

Mehr als drei Viertel der Teilnehmer erreichten eine Gewichtsabnahme von mindestens fünf Prozent. Als häufigste Nebenwirkungen traten Magen-Darm-Beschwerden auf. Die EU-Kommission muss nun endgültig über die Marktzulassung entscheiden.

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Slow Jogging statt Sprint

Während die Pharmaindustrie neue Wege geht, besinnen sich Sportexperten auf alte Tugenden. Der Trend heißt „Slow Jogging“ – langsames Laufen mit moderatem Puls. Besonders für den Wiedereinstieg im Frühjahr sei die Methode ideal, so Experten.

Die Vorteile: geringere Belastung für Knie, Hüfte und Rücken. Als Ergänzung empfehlen Fachleute Yoga, Pilates im Freien oder Power-Walking. Anfänger sollten mit Intervallen aus Gehen und Laufen starten. Das „Gesprächstempo“ gilt als idealer Indikator für die richtige Intensität.

Langfristig sei der Aufbau der Grundlagenausdauer in einem Pulsbereich von 60 bis 70 Prozent des Maximalpulses anzustreben.

Prominentes Beispiel: Ricarda Lang

Dass kontinuierliches Training wirkt, zeigt ein prominentes Beispiel. Die Politikerin Ricarda Lang berichtete Ende Mai über eine Gewichtsabnahme von 40 Kilogramm innerhalb von 18 Monaten. Ihr Rezept: eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining.

Bei einem öffentlichen Laufereignis in Bochum und über Pfingsten stellte sie neue Bestzeiten im Bereich einer 6er-Pace auf.

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Wie viel Bewegung ist nötig?

Die WHO empfiehlt mindestens 1,5 Stunden moderate Aktivität pro Woche. Das senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um etwa neun Prozent. Eine chinesische Studie zeigt jedoch: Wer zehn Stunden pro Woche trainiert, senkt das Risiko um 30 Prozent.

Die gute Nachricht: Jede Form von Bewegung bringt gesundheitliche Vorteile.

Süßstoffe helfen – grüner Tee nicht

Die SWEET-Studie mit 341 übergewichtigen Erwachsenen liefert klare Ergebnisse: Wer Zucker durch Süßstoffe ersetzt, verliert mehr Gewicht. Die Differenz zur Kontrollgruppe betrug im Schnitt 1,6 Kilogramm. Bei konsequenter Umsetzung waren es bis zu 3,8 Kilogramm.

Anders sieht es bei grünem Tee aus. In sozialen Medien kursiert er als natürliches Äquivalent zu Abnehmmedikamenten. Die wissenschaftliche Beweislage ist jedoch verhalten. Koffein und Catechine können den Kalorienverbrauch um etwa 60 bis 80 Kilokalorien pro Tag steigern. Eine direkte Wirkung auf die GLP-1-Produktion konnte nicht nachgewiesen werden.

Geschlechtsspezifische Effekte

Langzeitdaten der Universität Göteborg zeigen: Frauen profitieren besonders von einer signifikanten Gewichtsreduktion. Das allgemeine Krebsrisiko sinkt um 22 Prozent, das Risiko für frauenspezifische Tumore sogar um 40 Prozent. Bei Männern wurden diese Effekte nicht beobachtet.

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