Gicht-Prävention, Vitamin

Gicht-Prävention: Vitamin C und Schlaf senken Risiko deutlich

17.06.2026 - 00:21:25 | boerse-global.de

Studien belegen: Ausreichend Vitamin C und guter Schlaf können den Harnsäurespiegel senken und so Gicht vorbeugen.

Gicht-Prävention: Vitamin C und Schlaf senken das Risiko deutlich
Gicht-Prävention - Eine Vitamin-C-Tablette löst sich in Wasser auf, im Hintergrund angedeutete Schlafzimmerelemente. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Studien zeigen: Ja – vor allem Vitamin C und ausreichend Schlaf senken das Risiko deutlich.

Vitamin C senkt Harnsäurespiegel

Eine Langzeitstudie mit rund 47.000 Männern über 20 Jahre belegt den Zusammenhang. Die im Archives of Internal Medicine veröffentlichte Untersuchung zeigt: Hohe Vitamin-C-Aufnahme fördert die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren. Das senkt den Harnsäurespiegel messbar.

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Weitere Studien in Arthritis & Rheumatism stützen diese Ergebnisse. Die Cleveland Clinic und die Harvard Medical School bestätigen den Mechanismus. Die Mayo Clinic mahnt jedoch zur Vorsicht: Eine Supplementierung könne eine medikamentöse Therapie unterstützen, aber nicht ersetzen.

Für die Prävention empfehlen Fachleute eine pflanzenbasierte Ernährung. Wer zu Paprika und anderem Gemüse greift, sollte laut einem LAVES-Bericht von 2023 auf Bio-Qualität achten – konventionell angebaute Produkte wiesen hohe Pestizidrückstände auf.

Vitamin C schützt auch das Gehirn

Eine im Juni 2026 in PLOS One veröffentlichte Studie der Hirosaki University zeigt einen weiteren Effekt: Probanden mit höheren Vitamin-C-Werten im Blut hatten ein größeres Volumen der grauen Substanz. Auch die Konnektivität in bestimmten Hirnarealen war stärker ausgeprägt.

Schlafmangel als Risikofaktor

Die Beijing University of Chinese Medicine untersuchte über 288.000 Teilnehmer. Ergebnis: Genetisch bedingte kurze Schlafdauer und ausgeprägte Tagesschläfrigkeit erhöhen das Risiko für Hyperurikämie – einen erhöhten Harnsäurespiegel.

Die Erkenntnisse gewinnen vor dem Hintergrund aktueller RKI-Daten an Bedeutung. Eine Analyse vom Juni 2026 zeigt: 35 Prozent der Erwachsenen berichten über Schlafprobleme. Fast jeder Dritte leidet unter Durchschlafstörungen. Ein Anstieg gegenüber Erhebungen von vor 15 Jahren.

Schlafmangel unter sechs Stunden erhöht laut Studien im JAMA Network Open zudem das Risiko für Typ-2-Diabetes. Schlafhygiene wird daher zunehmend als präventives Instrument in der Allgemeinmedizin gesehen.

Neue Diagnostik: Speicheltest erkennt Übermüdung

Forscher der Universität Zürich entwickelten ein Modell, das akute Übermüdung anhand von Biomarkern im Speichel nachweist – mit einer Genauigkeit von 91 Prozent. Die Methode identifiziert molekulare Merkmale, die nach einer schlaflosen Nacht besonders in den Morgenstunden stark ausgeprägt sind.

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Melatonin jetzt rezeptfrei

Seit dem 23. Mai 2026 sind bestimmte Melatonin-Dosierungen (bis zu 3 mg pro Tablette) in Deutschland rezeptfrei erhältlich. Das BfArM bescheinigte dem Wirkstoff bei kurzzeitiger Anwendung ein günstiges Sicherheitsprofil. Zugelassen ist das Mittel zur Behandlung von Jetlag bei Erwachsenen.

Experten der Universität Basel betonen: Die Kombination aus ausreichend Schlaf (sieben bis acht Stunden), mediterraner Ernährung und regelmäßiger Bewegung bleibt der effektivste Hebel für langfristige Gesundheit. Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zufolge könnten präventive Maßnahmen die Fallzahlen chronischer Alterserkrankungen in den kommenden Jahrzehnten stabil halten.

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