Gelenkschmerzen in den Wechseljahren: 40–60% der Frauen betroffen
14.06.2026 - 05:12:14 | boerse-global.de
Von traditionellen Schröpftechniken bis zur Magnetstimulation gegen Depressionen: Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen.
Ob Rücken- oder Nackenschmerzen – oft sind es verhärtete Muskeln, die uns im Alltag einschränken. Der Orthopäde Prof. Dr. Wessinghage zeigt in seinem kostenlosen Ratgeber 17 einfache Übungen, die in nur 3 Minuten täglich Beschwerden lindern und Ihre Muskulatur gezielt stärken können. Kostenlosen Ratgeber mit 17 Wunderübungen hier anfordern
Schröpfen, Craniosacrale Balance und Pfefferminzöl
Manuelle Therapien bleiben gefragt. Dr. Adam Prabata erklärt, dass Schröpfen (Bekam) durch Unterdruck die Durchblutung steigert und Kapillaren erweitert. Das soll Gewebeversteifungen lösen und die Beweglichkeit bei Rücken- und Nackenschmerzen verbessern.
Mitte Juni eröffnete in Baden ein neues Studio für Craniosacrale Balance. Beim „Tag des Schmerzes“ im Klinikum Wolfenbüttel am 12. Juni diskutierten Experten verschiedene Optionen gegen Nacken- und Kopfschmerzen. Ihre Kernbotschaft: Weniger als ein Prozent der Nackenschmerzen brauchen einen chirurgischen Eingriff. Stattdessen stehen konservative Methoden im Fokus – Triggerpunkt-Akupunktur, Pfefferminzöl oder Aromatherapie.
Biofeedback und Magnetwellen gegen Depressionen
Technologie hält Einzug in die Schmerztherapie. Am Klinikum Grieskirchen messen Biofeedback-Systeme in Echtzeit Herzfrequenz, Atmung und Muskelspannung. Patienten erhalten direkte Rückmeldung über ihren körperlichen Zustand – und lernen, Stress aktiv zu regulieren.
Das Zentrum für Neuromodulation der Universität Regensburg geht einen Schritt weiter. Eine DFG-geförderte Studie untersucht die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) bei therapieresistenten Depressionen. Die bis Ende 2026 laufende Erhebung prüft, ob eine intensive einwöchige Behandlung mit Magnetwellen Erfolge bringt.
Wer unter chronischen Gelenkschmerzen leidet, sucht oft vergeblich nach einer dauerhaften und natürlichen Lösung ohne Tabletten. Erfahren Sie in diesem bebilderten PDF-Guide, wie Sie mit dem sogenannten 3-Finger-Trick gezielte Druckpunkte aktivieren und Ihre Beschwerden ohne Hilfsmittel selbst lindern können. Kostenlosen Arthrose-Druckpunkt-Guide jetzt herunterladen
Kinesio-Tapes: Kurzfristig gut, langfristig fragwürdig
Die flexiblen Baumwollbänder sind populär – aber wissenschaftlich umstritten. Aktuelle Analysen zeigen: Kinesio-Tapes bieten kurzfristige Vorteile bei Beweglichkeit und Schmerzreduktion. Einen langfristigen Nutzen gegenüber Placebo-Effekten belegen Studien jedoch nicht.
Neue Hilfsmittel drängen auf den Markt. Mitte Juni planen Gold's Gym und Venex die Einführung einer speziellen Schlafhilfe für die Kniekehle. Spezielle Textilfasern sollen dort die Regeneration fördern.
Yoga, Pilates und die Gefahr aus sozialen Netzwerken
Bewegungsprogramme boomen – mit Licht und Schatten. Im Freibad Kunrau starteten kostenlose Outdoor-Yogaeinheiten. Der Trend zum Reformer-Pilates hingegen wird wegen hoher Kosten und Exklusivität kritisch gesehen. Die Teilnehmerzahlen stiegen im Vorjahr dennoch um rund 165 Prozent.
Deutliche Warnungen gibt es zu Trends aus sozialen Medien. Die sogenannte „Wo-Yu“-Bewegung aus einer Fernsehserie birgt laut Experten der Zhejiang University erhebliche Verletzungsrisiken. Für Untrainierte bedeute die extreme Belastung von Bändern und Gelenken ein hohes Risiko für Bänderrisse und Probleme an der Lendenwirbelsäule.
Hormone, Stress und der Blick aufs Ganze
Der Zusammenhang zwischen Hormonen und Schmerzen rückt ins Bewusstsein. Eine Metastudie zeigt: Rund 40 Prozent der Frauen berichten in der frühen Phase der Wechseljahre über Gelenkschmerzen. In der Postmenopause steigt dieser Anteil auf fast 60 Prozent.
Psychische Entlastung wird als Schlüsselfaktor erkannt. Gartentherapeutin Susanne Büssenschütt empfiehlt pflegenden Angehörigen das Gärtnern zum Stressabbau. In der Pflegeausbildung integrieren Schulen zunehmend ganzheitliche Ansätze wie die Basale Stimulation. Der Paralympics-Sieger Johannes Aigner gestaltete Mitte Juni eine Unterrichtseinheit an einer Krankenpflegeschule – und zeigte angehenden Fachkräften körperorientierte Wege zur Wahrnehmungsförderung.
