Gehirntraining, Minuten

Gehirntraining: Drei Minuten Bewegung fördern exekutive Funktionen

16.06.2026 - 21:43:13 | boerse-global.de

Kurze, intensive Workouts wie Tabata und Quadrobics gewinnen an Popularität. Studien zeigen positive Effekte auf Körper und geistige Leistungsfähigkeit.

Tabata & Quadrobics: Neue Trends für Fitness und Gehirn
Gehirntraining - Eine Gruppe von Menschen führt dynamische, hochintensive Übungen in einem modernen Fitnessstudio durch, die Effizienz und Bewegung betonen. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sie sollen nicht nur die Fitness verbessern, sondern auch den Kopf leistungsfähiger machen. Ob klassisches Intervalltraining oder neue Bewegungsformen – die Ansätze sind vielfältig.

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Tabata: Vier Minuten für maximale Effekte

Eine Methode erlebt dabei ein besonderes Comeback: das Tabata-Training. Entwickelt in den 1990er Jahren von Izumi Tabata, basiert es auf einem einfachen Prinzip. Acht Runden lang wechseln sich 20 Sekunden maximale Belastung mit 10 Sekunden Pause ab. Das gesamte Workout dauert nur vier Minuten.

Die Vorteile sind beachtlich. Fachberichte bestätigen positive Effekte auf die Herzgesundheit und die Insulinsensitivität. Zudem gilt die Methode als effektiver Fettverbrenner. Besonders geeignet sind Übungen mit dem eigenen Körpergewicht: Liegestütze, Kniebeugen oder Burpees. Die kurze Dauer erleichtert zudem die Integration in den Berufsalltag.

Quadrobics: Training auf allen Vieren

Neben dem klassischen Krafttraining gewinnen ungewöhnlichere Formen an Popularität. Ein Beispiel ist Quadrobics – ein Ganzkörpertraining, das komplett auf allen Vieren stattfindet. Krabbeln, Springen und Balancieren werden hier kombiniert.

Die Pharmazeutische Zeitung bescheinigt dem Trend positive Effekte auf Beweglichkeit, Balance und Koordination. Der Energieverbrauch ist vergleichbar mit Walking. Der Vorteil: Die Waden werden entlastet, während die Schultern stärker gefordert werden. Ein typisches Workout dauert etwa 30 Minuten und umfasst Übungen wie den Bärengang oder Geparden-Sprints.

Bewegung für jedes Alter

Die AOK liefert Daten, die die Bedeutung von Aktivität unterstreichen: Bereits ab dem 30. Lebensjahr beginnt der natürliche Muskelabbau. Für Menschen über 60 empfehlen Experten daher gelenkschonende Alternativen zu klassischen Kniebeugen. Step-ups, seitliches Absenken oder der Zehenstand stehen auf dem Programm.

Ziel ist nicht nur die Sturzprävention, sondern auch der Erhalt der geistigen Fitness. Für die Rückengesundheit reichen bereits 10 bis 15 Minuten täglich. Übungen wie die Plank, der „Bird Dog“ oder der Rückenstrecker lassen sich ohne Geräte durchführen. In Städten wie Neuss oder Stadtroda gibt es zudem spezifische Kurse wie Rückenpilates.

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Drei Minuten für den Kopf

Ein besonders spannender Aspekt der aktuellen Diskussion ist die Verbindung von Bewegung und Gehirntraining. Ein im Juni 2026 veröffentlichtes Fachbuch zeigt: Bereits dreiminütige Einheiten können die exekutiven Funktionen fördern. Dazu zählen Fokus, Impulskontrolle und emotionale Regulation.

Neurowissenschaftlerin Dr. Sabine Kubesch bestätigt: Spezielle Methoden wie die Brainkinetik trainieren diese Funktionen gezielt. Die Ansätze finden verstärkt Anwendung bei der Förderung der Konzentration und Lernfähigkeit – insbesondere bei Kindern.

Kompakte Alternativen zum Spaziergang

Wer keine Zeit für ausgedehnte Spaziergänge findet, muss nicht auf die gesundheitlichen Effekte verzichten. Ein 20- bis 30-minütiges Workout mit Kniebeugen, Rumpfdrehungen und Ausfallschritten kann ähnliche Wirkungen erzielen. Fachberichte empfehlen Belastungsphasen von 40 bis 50 Sekunden mit kurzen Pausenintervallen. So wird die Herz-Kreislauf-Aktivität effizient angeregt – und das auch im eng getakteten Alltag.

de | wissenschaft | 69556690 |