Gehirn-Boost: 20 Minuten tägliche Bewegung aktiviert BDNF-Protein
24.06.2026 - 04:31:12 | boerse-global.de
Doch nicht nur Ausdauer und Kraft zählen – komplexe Bewegungsabläufe wie Jonglieren rücken zunehmend in den Fokus von Experten. Sie versprechen Stressabbau und bessere kognitive Leistung, besonders bei Erwachsenen.
Wie Bewegung das Gehirn verändert
Sport setzt Botenstoffe frei, die das Gehirn formen. Psychiater Johannes Hennings erklärt: Bewegung fördert die Neuroplastizität – also die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen. Auslöser ist das Protein BDNF (Brain-derived neurotrophic factor). Das hilft nicht nur Menschen mit ADHS, sondern senkt generell Stress.
Anzeige: Schon 20 Minuten tägliche Bewegung mit koordinativen Übungen wie Jonglieren können das BDNF-Protein aktivieren und Ihre geistige Fitness fördern. Der kostenlose Wissens-Check zeigt Ihnen, wie Sie das in Ihren Alltag integrieren. Wissens-Check per E-Mail anfordern
Neben klassischem Training empfiehlt Hennings koordinative Übungen. Klettern, Yoga oder Jonglieren fordern Gleichgewicht und Konzentration. Seine Empfehlung: täglich rund 20 Minuten. Eine Warnung gibt er mit: Extremsportarten können zur riskanten Selbstmedikation mit Suchtpotenzial werden.
Workshops für die grauen Zellen
Die Erwachsenenbildung hat das Potenzial erkannt. Unter dem Label „Neuro-Jonglage“ bietet Stephan Ehlers spezielle Workshops an. Teilnehmer trainieren dort ihre mentale Flexibilität durch koordinative Reize.
Die zweistündigen Kurse kosten 29 Euro – inklusive eBook und Zertifikat. Termine gibt es bundesweit: Leipzig (9. Juli), München (13. August), Hamburg (20. August), Berlin (27. Oktober) und Hannover (26. November). In München laufen zudem regelmäßige Einsteigerkurse fürs Jonglieren mit drei Bällen – vom 17. Juli bis 26. Dezember.
Anzeige: Betrifft Sie das? Die kostenlose Checkliste mit 5 koordinativen Übungen fürs Büro und eine Video-Anleitung zum Jonglieren helfen Ihnen, Ihr Gehirn zu boosten. Checkliste anfordern
Jonglieren vor Ort: Von Bernau bis Gießen
Nicht nur kommerzielle Anbieter setzen auf den Trend. In Bernau bei Berlin organisiert die Einrichtung FRAKIMA regelmäßige Kurse in der Alten Turnhalle Schönow. Unter der Leitung von Steffen Renz treffen sich Teilnehmer halbjährlich mittwochs – so auch am 24. Juni 2026.
Dass die Nachfrage groß ist, zeigt ein Blick nach Gießen. Beim achten „City-Day“ der Stadtwerke am 21. Juni besuchten rund 4000 Menschen die Sportangebote im Schwimmbad Ringallee. Neben Aqua-Zumba und Floorball war eine „Zirkusscheune“ der Renner. Die Resonanz macht klar: Bewegung und Koordination sind längst fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.
