Frühstück senkt Herzrisiko um 29 Prozent: Studie mit 20.000 Teilnehmern
30.05.2026 - 01:39:28 | boerse-global.de
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet einen klaren Fahrplan für die Gesundheit in der wärmeren Jahreszeit. Aktuelle klinische Perspektiven und Studien aus dem Mai 2026 zeigen: Mit angepasster Ernährung, bewusster Emotionskontrolle und funktionellen Lebensmitteln lässt sich das innere Gleichgewicht auch bei steigenden Außentemperaturen halten.
Ernährungsumstellung für die warme Jahreszeit
Im Mittelpunkt der TCM-Empfehlungen steht der Wechsel der Geschmacksrichtungen. Weg von sauren, hin zu natürlich süßen Lebensmitteln – das unterstützt die Verdauung und fördert den freien Fluss der Lebensenergie Qi. Besonders die Leber profitiert von dieser Umstellung.
Empfohlen werden unter anderem Yams, Linsen, Datteln, Honig und grünes Gemüse. Auch Ingwer, Goji-Beeren und die chinesische Yamswurzel (Shan Yao) gelten als ideale Begleiter für diese Übergangszeit. Ergänzend raten Experten zu einer Anpassung des Schlafrhythmus: später ins Bett, früher aufstehen. Lockere Kleidung und sanfte Dehnübungen runden das Programm ab.
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Für besonders heiße Phasen – etwa während stressiger Prüfungszeiten – empfehlen Mediziner leichte, feuchtigkeitsableitende Gerichte. Ein Klassiker ist die Suppe aus Wintermelone und Jakobsmuscheln. Schwere Tonika wie konzentrierte Hühneressenz oder Ginseng sind dagegen tabu. Auch frittierte Speisen und rohe Meeresfrüchte können das innere Gleichgewicht stören.
Chronische Erkrankungen im Sommer managen
Die Behandlung von Diabetes und Bluthochdruck erfordert im Sommer besondere Aufmerksamkeit. TCM-Experten der Universität für Chinesische Medizin in Peking beschreiben ein Phänomen, das sie „Kälte-Hitze-Komplex“ nennen. Bei Diabetikern zeigt sich dies als äußere Kälte bei innerer Hitze – mit der Folge stark schwankender Blutzuckerwerte. Stabilisierend wirken hier spezielle Blüten, Gemüse und Kräutertees.
Für die Herz-Kreislauf-Gesundheit hat Kardiologe Jia Yuhua eine spezielle Rezeptur vorgestellt. Die Mischung aus Ginseng, Astragalus, Salvia miltiorrhiza und Ganoderma lucidum soll das Qi stärken, Blutstauungen lösen und die Gefäße reinigen – ein natürlicher Ansatz zur Blutdruckregulierung.
Eine groß angelegte Studie mit über 20.000 Teilnehmern, veröffentlicht im Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics, untermauert die Bedeutung regelmäßiger Mahlzeiten. Wer täglich frühstückt, senkt sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 29 Prozent. Auch regelmäßiges Mittag- und Abendessen tragen zur Senkung der Gesamtsterblichkeit bei.
Wildkräuter als natürliche Helfer
Drei unscheinbare Pflanzen, oft als Unkraut abgetan, entfalten im Frühsommer ihre volle Kraft:
- Portulak: Reich an Omega-3-Fettsäuren, kühlend und fast schon ein natürliches Antibiotikum
- Löwenzahn: Entgiftend und leberunterstützend
- Beifuß: Wärmend und durchblutungsfördernd
Ob im Salat, als Tee oder in der Suppe – diese Wildkräuter lassen sich vielseitig in den Speiseplan integrieren.
Ganzheitliche Vorsorge für den Sommer
Neben der Ernährung spielt die richtige Flüssigkeitszufuhr eine zentrale Rolle. Dr. Jörg Latus empfiehlt 2,5 bis 3 Liter täglich, bei starker körperlicher Aktivität bis zu 6 Liter. Sein dringender Rat: Auf Ibuprofen bei extremer Hitze verzichten – das Mittel belastet die Nieren. Mineralwasser und ungesüßte Tees sind Energydrinks und Alkohol klar vorzuziehen.
Ergänzend zur Ernährung bietet die TCM mit dem 3-Finger-Trick eine wirksame Methode, um Schmerzen und Blockaden ganz ohne Hilfsmittel selbst zu lindern. Erfahren Sie in diesem bebilderten Guide, wie Sie 101 bewährte Druckpunkte gezielt zur Selbsthilfe aktivieren können. Kostenlosen Akupressur-Guide hier herunterladen
Auch in der Hautpflege ist Vorsicht geboten. Wer Retinol bereits gewohnt ist, kann es im Sommer weiterverwenden. Neuanwendungen oder höhere Dosierungen direkt vor starker Sonneneinstrahlung sind jedoch riskant. Lichtschutzfaktor 50 oder höher ist Pflicht. Die Kombination von Retinol mit AHAs oder starkem Vitamin C sollte in den Sommermonaten tabu sein.
Bei stressbedingten Schlafstörungen setzen TCM-Praktiker auf Akupressur. Der Punkt „Neiguan“ – am inneren Unterarm gelegen – lässt sich leicht selbst stimulieren und fördert Entspannung und emotionale Ausgeglichenheit.
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