Freundschaften: Studie mit 204.907 Teilnehmern belegt Gesundheitseffekt
Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wissenschaftliche Untersuchungen verdeutlichen regelmäßig die Bedeutung sozialer Gefüge für das individuelle Wohlbefinden. Eine im August 2026 im Journal of Mental Health veröffentlichte Studie liefert nun umfassende Daten zu der Frage, wie stark die Qualität von Freundschaften mit der psychischen und körperlichen Gesundheit verknüpft ist.
Die Ergebnisse der Untersuchung, die unter dem Titel „Fulfilling friendships linked to better health and well-being across 22 countries“ erschien, unterstreichen eine signifikante Korrelation zwischen der Zufriedenheit im sozialen Umfeld und dem allgemeinen Gesundheitszustand.
Globale Datenerhebung im Rahmen der Global Flourishing Study
Die Untersuchung unter der Leitung von Veli Durmu? von der türkischen Kütahya Health Sciences University stützt sich auf eine breite Datenbasis. Insgesamt wurden 204.907 Erwachsene aus 22 Ländern befragt, was die Studie zu einer der umfangreichsten Analysen in diesem Forschungsfeld macht.
Die Datengrundlage bildet die sogenannte Global Flourishing Study. Zu den untersuchten Nationen gehörten unter anderem Deutschland, Japan, die USA und das Vereinigte Königreich.
Ein wesentliches Merkmal der Erhebung ist die Methodik: Die Ergebnisse basieren auf den Selbstauskünften der Teilnehmenden. Die Auswertung dieser Daten zeigt, dass Personen, die eine hohe Zufriedenheit mit ihren Freundschaften angeben, tendenziell über eine bessere psychische und körperliche Verfassung verfügen. Dieser Zusammenhang ließ sich länderübergreifend beobachten, wenngleich regionale Unterschiede in der Ausprägung der Zufriedenheit deutlich wurden.
Regionale Unterschiede und demografische Einflussfaktoren
Die Analyse der länderspezifischen Daten offenbart eine erhebliche Varianz in der wahrgenommenen Qualität sozialer Beziehungen. Den Ergebnissen zufolge verzeichneten die Teilnehmenden in Indonesien die höchste Zufriedenheit mit ihren Freundschaften. Am anderen Ende der Skala rangiert Japan, wo die niedrigsten Werte in diesem Bereich gemessen wurden.
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Neben geografischen Faktoren spielten auch demografische Merkmale, insbesondere das Alter, eine entscheidende Rolle bei der Bewertung der mentalen Gesundheit.
Die Studie vom 14. August 2026 zeigt auf, dass die psychische Gesundheit in der Altersgruppe der 35- bis 49-Jährigen im Vergleich zu den 18- bis 34-Jährigen niedriger eingestuft wird. Eine signifikante Verbesserung der mentalen Verfassung wurde hingegen bei den über 65-Jährigen festgestellt, die im Vergleich zu den jüngeren Gruppen die höchsten Werte aufwiesen.
Der Einfluss von Lebensumständen und Beziehungsbiografien
Die Forscher stellten fest, dass der Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit und der Gesundheit bei aktuellen Freundschaften deutlich stärker ausgeprägt ist als bei Beziehungen, die bereits in der Kindheit bestanden. Dies deutet darauf hin, dass die gegenwärtige soziale Einbindung eine höhere Relevanz für das Wohlbefinden besitzt als rein biografische Beständigkeit.
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Zusätzlich zur Qualität der Freundschaften identifizierte die Studie weitere Faktoren, die positiv mit der Gesundheit korrelieren. Demnach berichten Menschen, die verheiratet sind, über eine bessere gesundheitliche Verfassung.
Auch die wirtschaftliche Lage hat einen messbaren Einfluss: Personen, die finanziell ausreichend gestellt sind, gaben häufiger an, gesund zu sein. Zudem wurde ein positiver Zusammenhang zwischen religiöser Bindung und der berichteten Gesundheit festgestellt.
Die Veröffentlichung dieser Ergebnisse im Journal of Mental Health hat Mitte August 2026 eine breite Rezeption in deutschsprachigen Medien erfahren. Experten werten die Daten als Beleg dafür, dass die Förderung stabiler und zufriedenstellender sozialer Beziehungen nicht nur eine private Angelegenheit, sondern auch ein relevanter Faktor für die öffentliche Gesundheit ist.
