Frankfurt, Senioren

Frankfurt: Senioren ab 65 erhalten ab Oktober 250 Euro für Digitalgeräte

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 19:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Frankfurt plant ab Oktober 2026 einen Zuschuss von 250 Euro für einkommensschwache Menschen ab 65 Jahren.

Frankfurt fördert digitale Geräte für Seniorinnen und Senioren
Heller, moderner Innenraum eines Frankfurter Sozialrathauses mit Holzbänken und natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Ab Oktober 2026 erhalten Seniorinnen und Senioren in Frankfurt am Main finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung moderner Kommunikationstechnik. Bürgerinnen und Bürger ab 65 Jahren können einen Zuschuss in Höhe von 250 Euro für den Kauf eines Smartphones, Tablets oder Laptops erhalten.

Wie tagesschau.de und hessenschau.de in Berichten vom 27. September 2026 meldeten, zielt die kommunale Maßnahme darauf ab, älteren Menschen den Zugang zur digitalen Welt zu erleichtern und die gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Voraussetzungen und Abwicklung in den Sozialrathäusern

Die finanzielle Unterstützung ist an bestimmte Kriterien gekoppelt und richtet sich an Menschen mit geringem Einkommen. Voraussetzung für den Erhalt des Zuschusses ist unter anderem der Bezug von Grundsicherung oder Wohngeld sowie der Besitz eines Frankfurt-Passes.

Um den Zugang zu der Hilfe möglichst bürgernah zu gestalten, soll die Förderung in allen Frankfurter Sozialrathäusern angeboten werden. Dort können Anspruchsberechtigte die Anträge direkt vor Ort einreichen.

Die Auszahlung der Mittel ist dabei eingebettet in das Projekt DiTA, das gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences realisiert wird. Das Vorhaben verfolgt das Ziel, bis Mai 2027 eine flächendeckende Hilfe und Beratung für ältere Menschen rund um die Nutzung digitaler Geräte aufzubauen. Neben der reinen Hardwarebeschaffung soll so auch die praktische Anwendungskompetenz vermittelt werden.

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Ergänzend zu den Frankfurter Angeboten bestehen in Hessen bereits weitere Unterstützungsstrukturen für Seniorinnen und Senioren: Hessenweit gibt es nach Angaben des Landes mehr als 680 ehrenamtliche Di@-Lotsen, die Hilfesuchenden an 80 Stützpunkten bei technischen Fragen zur Seite stehen.

Statistische Unterschiede bei der Internetnutzung

Die Notwendigkeit solcher Unterstützungsmaßnahmen spiegelt sich auch in offiziellen Erhebungen wider. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hatten im Jahr 2025 in Deutschland gut 3 % der Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren noch nie das Internet genutzt.

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Die Unterschiede zwischen den einzelnen Altersgruppen fielen dabei deutlich aus. Bei den 16- bis 24-Jährigen lag der Anteil der sogenannten Offliner bei 2 %, bei den 25- bis 44-Jährigen bei 1 % und in der Gruppe der 45- bis 64-Jährigen bei 3 %. Unter den 65- bis 74-Jährigen gaben hingegen 10 % an, das Internet noch nie genutzt zu haben.

Während immer mehr Dienstleistungen, Antragsverfahren und Angebote der Daseinsvorsorge in den digitalen Raum verlagert werden, wächst zugleich die Kritik an einer Benachteiligung von Personen ohne Netzzugang. So übergab die Organisation Digitalcourage im Mai mehr als 70.000 Unterschriften gegen Digitalzwang, um auf bestehende Hürden aufmerksam zu machen und das Recht auf analoge Zugangswege zu fordern.

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