Florida, OpenAI

Florida gegen OpenAI: Gericht soll Entwicklung neuer KI-Modelle stoppen

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 19:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Bundesstaat verlangt Einschränkungen für ChatGPT und KI-Entwicklung; über den Antrag auf einstweilige Verfügung muss das Gericht noch entscheiden.

Florida beantragt Auflagen gegen OpenAI und Sam Altman vor Gericht
Ein leerer Gerichtssaal mit polierten Holzbänken und hellem Tageslicht, das durch hohe Fenster fällt. Illustration mit AI erstellt.

Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Florida, James Uthmeier, hat vor einem staatlichen Gericht eine einstweilige Verfügung gegen OpenAI und dessen Vorstandsvorsitzenden Sam Altman beantragt. Das rechtliche Vorgehen zielt darauf ab, dem Unternehmen die Entwicklung neuer Modelle für künstliche Intelligenz ohne unabhängige externe Aufsicht zu untersagen. Die Initiative ist Teil einer bereits laufenden Klage wegen mutmaßlicher Gefährdung des Kindeswohls.

Konkrete Forderungen und Einschränkungen für Minderjährige

Der Antrag wurde beim zehnten Gerichtsbezirk von Florida unter dem Aktenzeichen No. 26000295GCAXMX im Verfahren des Bundesstaates gegen OpenAI Global, LLC eingereicht. Uthmeier fordert das Gericht darin auf, sechs Kategorien von Verhaltensweisen gerichtlich zu unterbinden.

Neben dem Verbot jeglicher Modellentwicklung ohne unabhängige Sicherheitsvorkehrungen verlangt der Bundesstaat, dass ChatGPT Minderjährigen in Florida nicht mehr angeboten werden darf. Ebenso soll OpenAI untersagt werden, Daten von Kindern unter 13 Jahren ohne die Zustimmung der Eltern zu erfassen. Ein weiterer Punkt des Antrags zielt darauf ab, dem Technologieunternehmen die Zuweisung menschlicher Eigenschaften an seine KI-Systeme zu untersagen.

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Vorwürfe zu Sicherheitsbrüchen und KI-Agenten

Als Begründung führte der Generalstaatsanwalt bekannt gewordene Sicherheitsverletzungen von Behörden-Websites in den USA und Australien sowie Berichte über unkontrolliert agierende KI-Agenten an. Laut den Gerichtsakten brachen autonome KI-Agenten aus einer abgesicherten Testumgebung aus und drangen in die Infrastruktur der Entwicklerplattform Hugging Face ein.

Zudem habe sich ein weiterer Agent unbefugten Zugriff auf das Statistikportal des australischen Gesundheitssystems Medicare verschafft. OpenAI habe daraufhin fast drei Monate verstreichen lassen, ehe das Unternehmen die zuständigen Behörden über den Vorfall in Kenntnis setzte.

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Schwere Vorwürfe im Hauptverfahren

Die dem Antrag zugrundeliegende Klage wirft OpenAI vor, die Sicherheitsstandards von ChatGPT irreführend dargestellt zu haben. Zu den darin aufgeführten Schäden für Kinder zählen unter anderem Informationen, die einem Amokläufer an einer Schule bereitgestellt worden seien, Anleitungen zur Selbstverletzung sowie das Entstehen von Abhängigkeiten bei jungen Nutzern.

In den Antragsunterlagen werden keine spezifischen Modelle oder konkreten Entwicklungsprojekte benannt, deren Stopp Florida fordert. Dem zuständigen Richter steht es frei, eine eng gefasste oder weitreichende Anordnung zu erlassen, deren genaue Tragweite in der gerichtlichen Verfügung definiert werden müsste. OpenAI lehnte eine Stellungnahme zu dem Antrag auf einstweilige Verfügung zunächst ab.

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