Fisch, Meeresfrüchte

Fisch und Meeresfrüchte: Verbrauch steigt auf 425.000 Tonnen

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 03:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Deutschlands Fischmarkt legte 2025 bei Verbrauch, Absatz und Umsatz zu. Lachs blieb führend, während Fischpreise moderater stiegen.

Fischkonsum in Deutschland 2025 deutlich gestiegen
Leere Edelstahlschalen und eisbedeckte Flächen in einem Fischgroßmarkt bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Nach einer Phase der Zurückhaltung hat der Konsum von Fisch und Meeresfrüchten in Deutschland im Jahr 2025 eine signifikante Steigerung erfahren. Daten des Fisch-Informationszentrums (FIZ) belegen eine erhöhte Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr, wobei insbesondere Preisentwicklungen im Vergleich zu anderen Lebensmittelgruppen und regionale Präferenzen das Marktgeschehen prägten.

Absatzrekorde und wirtschaftliche Kennzahlen

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Meeresfrüchten in Deutschland stieg im Jahr 2025 auf 13,9 kg Fanggewicht. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,6 kg gegenüber dem Jahr 2024, in dem der Wert bei 12,3 kg gelegen hatte.

Wie aus Berichten vom September 2026 hervorgeht, schlug sich diese Entwicklung auch in den Gesamtzahlen des deutschen Fischmarktes nieder. Die Verbraucher erwarben fast 425.000 t Fisch, wofür sie mehr als 5,1 Mrd. Euro ausgaben. Im Vorjahr 2024 beliefen sich die Käufe auf rund 415.000 t mit einem Gesamtwert von rund 5 Mrd. Euro.

Diese Marktdaten wurden von Stefan Meyer, dem Geschäftsführer des FIZ in Hamburg, sowie der FIZ-Vorsitzenden Petra Weigl zur Verfügung gestellt. Trotz des Anstiegs rangiert Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin im Mittelfeld. Als globaler Spitzenreiter gilt Island, wo ein Pro-Kopf-Verbrauch von fast 84 kg verzeichnet wird.

Vorlieben der Verbraucher: Lachs dominiert den Markt

In der Gunst der deutschen Konsumenten belegte Lachs im Jahr 2025 weiterhin den ersten Platz. Mit einem Marktanteil von 22,6 % war er die beliebteste Fischart, gefolgt von Alaska-Seelachs, Thunfisch, Hering und Garnelen. Bei der Wahl der Darreichungsform griffen die Verbraucher vorrangig zu Konserven und Tiefkühlware. Dahinter folgten in der Absatzstatistik Frischfisch sowie Krebs- und Weichtiere.

Hinsichtlich der Einkaufsstätten zeigten sich klare Tendenzen: Nahezu die Hälfte des Absatzes, nämlich 49 %, wurde über Discounter realisiert. Super- und Verbrauchermärkte deckten 41 % des Bedarfs ab, während der Fachhandel mit 4 % eine untergeordnete Rolle im Massenmarkt spielte.

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Regionale Unterschiede und Preisentwicklung im Vergleich

Innerhalb Deutschlands zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle beim Fischverzehr. Betrachtet man das Produktgewicht ohne den Außer-Haus-Verzehr, lag der bundesweite Schnitt im Jahr 2025 bei 5,1 kg.

Spitzenwerte erzielten die Stadtstaaten Bremen mit 6,2 kg und Hamburg mit 6,0 kg, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 5,8 kg. Am unteren Ende der Skala fanden sich Mecklenburg-Vorpommern mit 4,4 kg und das Saarland mit 4,0 kg pro Person.

Ein wesentlicher Faktor für die gestiegene Nachfrage dürfte die moderate Preisentwicklung im Branchenvergleich sein. In der Periode von 2021 bis 2025 stiegen die Fischpreise um 27,6 %. Dieser Anstieg fiel geringer aus als bei vielen anderen Grundnahrungsmitteln.

So verteuerten sich Molkereiprodukte und Eier im selben Zeitraum um 39,8 %, Brot und Getreideprodukte um 35,2 % sowie Fleisch um 28,6 %. Insgesamt stiegen die Lebensmittelpreise im betrachteten Zeitraum um 31,8 %.

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Dies spiegelt sich auch im Fischpreisindex wider, der für das Jahr 2025 bei 130,2 Punkten lag (Basisjahr 2020 = 100), während der Index für Lebensmittel insgesamt 135,9 Punkte erreichte.

Aktuelle Daten für das erste Halbjahr 2026 deuten auf eine Fortsetzung dieses Trends hin: Während der allgemeine Lebensmittelindex auf 137,7 Punkte stieg, notierte der Index für Fisch bei 133,3 Punkten.

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