Fingergelenk-Arthrose, Wiederholungen

Fingergelenk-Arthrose: Vier Übungen mit je 15 Wiederholungen empfohlen

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 12:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gezielte Bewegungs- und Kraftübungen unterstützen die Gelenkfunktion; Therapiehandschuhe können bei rheumatoider Arthritis Beschwerden lindern.
Eine helle, minimalistische Trainingsumgebung mit einer ausgerollten Yogamatte auf einem Holzboden. Illustration mit AI erstellt.

Gezielte Übungsprogramme können Symptome wie Entzündungen und Steifigkeit in Fingern und Sehnen durch regelmäßige Bewegung spürbar verringern. Fachleute weisen darauf hin, dass strukturierte Bewegungsabläufe die Gelenkgesundheit unterstützen und den Knorpel ernähren, da dieser auf kontinuierliche mechanische Impulse angewiesen ist.

Gezielte Bewegung gegen Fingergelenk-Arthrose und Tendinitis

Bei einer Fingergelenk-Arthrose empfiehlt der Physiotherapeut David Ceballos vier spezifische Übungen mit jeweils 15 Wiederholungen: das Öffnen und Schließen der Faust, den Krallengriff, Daumenrotationen sowie den Pinzettengriff. Die Einheiten sollten täglich und ohne Zwang durchgeführt werden.

Treten starke Schmerzen oder Entzündungen auf, sei eine physiotherapeutische Konsultation ratsam. Zu den typischen Symptomen der Fingergelenk-Arthrose gehören Schmerz, Steifigkeit, Schwellungen und ein Verlust an Beweglichkeit, die sich vor allem am Morgen bemerkbar machen.

Für die Behandlung von Sehnenentzündungen, der sogenannten Tendinitis, rät Dr. Karla Henríquez zu fünf ausgewählten Übungen:
- Fersenheben zur Beanspruchung von Waden und Achillessehne (fünf Sekunden halten, zehn Wiederholungen)
- Knöchelstretch mit einem 20 Zentimeter nach hinten gesetzten Fuß (20 Sekunden halten, drei Wiederholungen pro Seite)
- Wandliegestütze zur Dehnung der Arm- und Schultersehnen (20 Sekunden halten, fünf Wiederholungen)
- Handschütteln (zehn Sekunden Dauer, 15 Sekunden Pause, bis zu 15 Zyklen)
- Handgelenk- und Fingerstretch (zehn Sekunden halten, fünf Wiederholungen pro Arm)

Als Auslöser für Tendinitis benennt Henríquez repetitive Bewegungen, Überlastung sowie Fehlhaltungen, wobei auch klassische Büroarbeit und Tätigkeiten im Haushalt zu den Risikofaktoren zählen.

Schutzmaßnahmen im Alltag und begleitende Therapien

Bei niedrigen Temperaturen sollten beanspruchte Gelenke an Fingern, Schultern, Rücken und Knien stets warm gehalten werden. Gegen morgendliche Fingersteifigkeit hilft es, die Faust langsam für ein bis drei Sekunden zu schließen und wieder zu öffnen, wiederholt über 10 bis 20 Durchgänge.

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Schmerzmittel dürfen bei Gelenkbeschwerden keinesfalls eigenmächtig dosiert werden. Zudem sollte stets nur ein Präparat gleichzeitig eingenommen werden; Schmerzpflaster sind gemäß Beipackzettel anzuwenden und bei Hautreizungen unverzüglich zu entfernen.

Eine Auswertung US-amerikanischer Gesundheitsstatistiken aus klinischen Studien zeigt zudem den Nutzen von Therapiehandschuhen bei rheumatoider Arthritis. Diese chronisch-entzündliche Erkrankung betrifft nach Angaben der National Library of Medicine 0,5 bis 1 Prozent der Weltbevölkerung.

Demnach lindern die Handschuhe Symptome deutlich, verbessern funktionelle Aspekte abseits der Griffkraft jedoch kaum. Nächtliches Tragen könne die Morgensteifigkeit reduzieren, wenngleich weiterer Forschungsbedarf besteht.

Stabilität und Kraft vor reinem Dehnen

Hinsichtlich der Trainingsgestaltung verweist Reha-Arzt Wang Siheng auf einen Konsens von 20 internationalen Sportwissenschaftlern. Demnach lindert Dehnen nach dem Sport keinen Muskelkater, korrigiert allein keine Fehlhaltungen und verhindert vor dem Sport keine allgemeinen Verletzungen.

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Zwar könne statisches Dehnen Muskelverletzungen leicht senken, es erhöhe jedoch das Risiko für Knochen- und Gelenkverletzungen. Wang empfiehlt stattdessen gezieltes Kraft- und Stabilitätstraining zur Verletzungsprävention; Dehnen diene lediglich als Ergänzung zur Erhöhung der Gelenkbeweglichkeit.

Ergänzend rät die Weltgesundheitsorganisation zu mindestens 150 Minuten moderater Aktivität pro Woche sowie zwei zusätzlichen Krafteinheiten. Letztere sollten zwei- bis dreimal wöchentlich mit zwei bis drei Sätzen à 10 bis 12 Wiederholungen erfolgen. Da langes Sitzen zu den Risiken für den Gelenkverschleiß zählt, raten Experten zudem dazu, Sitzphasen alle 30 bis 60 Minuten aktiv zu unterbrechen.

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