Falt-iPhone: Apple peilt zehn Millionen Einheiten in Serie an
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 14:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Statt der ursprünglich geplanten sieben bis acht Millionen Einheiten will der Konzern nun zehn Millionen Geräte in der ersten Verkaufsphase ausliefern. Branchenkreise bestätigten die Aufstockung am gestrigen Donnerstag.
Kühlung der Spitzenklasse
Die technischen Herausforderungen eines faltbaren High-End-Geräts sind enorm. Um die Abwärme des leistungsstarken A20-Prozessors zu bewältigen, hat Apple neue Aufträge für Dampfkammer-Kühlsysteme vergeben. Diese Technologie kommt nicht nur im Faltmodell zum Einsatz, sondern auch in der iPhone-18-Pro-Serie. Bereits das iPhone 17 Pro nutzte dieses Kühlprinzip – doch das faltbare Gerät benötigt eine deutlich robustere Lösung, um auch anspruchsvolle Multitasking-Szenarien zu meistern.
Parallel dazu hat der Zulieferer ICHE die Massenproduktion einer speziellen PE-Schaumstoff-Lösung gestartet. Das Material soll präzise Dicke und Stoßdämpfung bieten – entscheidend für die Langlebigkeit der empfindlichen Innenkomponenten bei tausendfachem Auf- und Zuklappen.
Foxconn rüstet personell auf
Die Serienproduktion des Falt-iPhones soll Ende Juli 2026 anlaufen. Zuvor hatten technische Hürden am 3D-gedruckten Scharnier für Verzögerungen gesorgt – diese Probleme gelten nun als gelöst. Erste Kleinserien von Komponenten sind bereits auf dem Weg zu den Montagepartnern.
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Um die ehrgeizige Zielmarke von zehn Millionen Geräten zu erreichen, hat Foxconn eine großangelegte Einstellungswelle gestartet. Das Herzstück der Mechanik: ein Scharnier aus Flüssigmetall, das Berichten zufolge 2,5-mal stabiler sein soll als Titan. Aktuell liegt die Fertigungsausbeute für diese komplexen Bauteile bei rund 65 Prozent – ein Wert, den Apple in den kommenden Wochen verbessern dürfte.
Technische Daten und Preisgefüge
Das erste faltbare iPhone setzt auf ein Buch-Design mit einem 7,8 Zoll großen Innenbildschirm und einem 5,5 Zoll Außendisplay. Das Hauptdisplay nutzt LTPO-Technologie mit variabler Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz und einem 4:3-Seitenverhältnis – optimiert für Produktivität.
Weitere Ausstattungsmerkmale laut Branchenkreisen:
- Gehäusedicke von rund 4,5 Millimetern im aufgeklappten Zustand
- Titanrahmen für Stabilität
- Touch-ID statt Face-ID
- Dual-Kamera mit Weitwinkel und Ultraweitwinkel
Mit einem erwarteten Preis zwischen 2.000 und 2.500 Euro würde das Gerät an der Spitze der Apple-Produktpalette stehen. Zum Vergleich: Aktuelle faltbare Smartphones machen bislang nur einen kleinen Bruchteil des Gesamtmarktes aus.
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Ausblick: 20 Jahre iPhone
Doch Apple blickt bereits weiter. Für das Jahr 2027 – das 20-jährige Jubiläum des iPhones – sind bereits Komponentenbestellungen für ein Sondermodell in den Büchern. Dieses soll ein randloses Display erhalten und voraussichtlich die Bildschirmgrößen von 6,3 und 6,9 Zoll aus der Pro-Reihe übernehmen. Auch die Dynamic Island soll weiter schrumpfen – ein Zeichen, dass Apple an der Optimierung des Designs arbeitet.
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