Fachkräfte, Inder

Fachkräfte weltweit: 300.000 Inder erhalten Google-Zertifikate

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 08:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Weltweit starten neue Programme zur KI-Fachkräfteausbildung. Indien, Südkorea und Afrika setzen auf Zertifikate und digitale Lernmodelle.

Globale Bildungsoffensive: Google und Partner fördern KI-Kenntnisse
Moderner Hörsaal mit Laptops und digitalen Symbolen für KI und Cloud-Computing. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bildungseinrichtungen und Technologiekonzerne starten weltweit neue Initiativen zur Fachkräfteausbildung. Allein in Indien sollen 300.000 Studierende Zugang zu Google-Zertifikaten erhalten.

Indien: Massenprogramm für Ingenieursstudenten

Die Visvesvaraya Technological University (VTU) hat mit Google eine Vereinbarung getroffen, die 300.000 Studierenden an über 220 Hochschulen spezialisierte Schulungen ermöglicht. Die Kooperation umfasst Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Datenwissenschaft und Cybersicherheit. Die Teilnehmer können Google-zertifizierte Inhalte zu einem stark subventionierten Preis von umgerechnet rund vier Euro nutzen – ein Bruchteil der üblichen Marktpreise.

Parallel dazu arbeitet die VTU mit Qualcomm an einem Edge-KI-Zentrum und kooperiert mit der Bharat Skills Foundation. Dort erhalten bis zu 25.000 Studierende praktische Laborkurse und Praktikumsplätze.

Afrika: Digitale Zeugnisse und neue Lernmodelle

Die Makerere-Universität in Uganda hat auf elektronische Zeugnisse und Zertifikate umgestellt. Absolventen können ihre Nachweise künftig online abrufen, Arbeitgeber sie digital prüfen. Für das Studienjahr 2026/2027 plant die Hochschule zudem die Einführung eines kompetenzbasierten Bildungssystems sowie vollständig online verfügbarer Studiengänge.

In Nigeria startete die Regierung ein mobiles Lernprogramm für Lehrerinnen, unterstützt von der UNESCO und finanziert durch Japan. Die Plattform funktioniert auch bei geringer Datenverbindung oder offline – ein entscheidender Vorteil für abgelegene Regionen.

Südkorea: Staat fördert KI-Experten

LG CNS wurde für das südkoreanische „K-Digital Training AI Campus"-Projekt ausgewählt. Das Programm verfügt über ein Budget von umgerechnet rund 90 Millionen Euro und soll 10.000 KI-Ingenieure ausbilden. Die sechsmonatigen Kurse starten am 28. Juli und sind für Arbeitssuchende kostenlos. Schwerpunkte sind die Entwicklung agentischer KI-Dienste und KI-Datentechnik.

Anzeige

Während weltweit massiv in die KI-Ausbildung investiert wird, müssen Unternehmen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act hilft Ihnen, Risikoklassen und Dokumentationspflichten frühzeitig zu verstehen. Fristen und Pflichten der KI-Verordnung kompakt erklärt

Europa: Flexible Studienwege durch Mikro-Zertifikate

Die Universität Florenz hat ihr digitales Lernangebot modernisiert. Zum Einsatz kommen Moodle-Plattformen, Massive Open Online Courses (MOOCs) sowie Mikro-Zertifikate und Open Badges. Studierende können dadurch flexiblere Studienverläufe gestalten.

Berufstätige im Fokus: Kompakte Microsoft-Kurse

Der Anbieter ONLC Training hat zweitägige Intensivkurse unter dem Titel „Microsoft Express" auf den Markt gebracht. Die Schulungen kosten rund 900 Euro und decken KI-Agentenentwicklung, Azure-Cloud-Sicherheit und Microsoft-365-KI-Administration ab. Sie richten sich an Fachkräfte, die zertifizierungsrelevante Inhalte benötigen, aber keine vollen Wochenkurse absolvieren können.

Pakistan: Google-Stipendien für benachteiligte Gruppen

Tech Valley vergibt 500 Google-Career-Certificate-Stipendien an die Organisation Developments in Literacy. Die Stipendien decken 14 Spezialisierungen ab – von UX-Design und Projektmanagement bis zu Cybersicherheit und KI.

Anzeige

Mit dem Vormarsch von KI-Anwendungen in der Berufswelt steigen auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit und die Einhaltung neuer Gesetze. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche rechtlichen Pflichten und neuen Cyberrisiken Unternehmer jetzt kennen müssen. Gratis-E-Book: Neue KI-Gesetze und Cyberrisiken verstehen

Kenia: Digitale Qualifizierung für Flüchtlinge und Einheimische

Im Juli startete ein 25-wöchiges Digitalprogramm in der Region Kakuma. Die Zusammenarbeit zwischen der International Labour Organization, Microsoft und dem Power Learn Project richtet sich an 1.700 Jugendliche – sowohl Flüchtlinge als auch Einheimische. Angeboten werden Zertifikate in Cloud Computing und Datenanalyse.

Das Ganjisha-Projekt, das nach 18 Monaten abgeschlossen wurde, hat über 7.800 kenianische Jugendliche in allen 47 Bezirken geschult. Der Anteil der Teilnehmer mit fortgeschrittenen Digitalkenntnissen stieg von sieben auf 85 Prozent. Die durchschnittlichen monatlichen Einkommen erhöhten sich von umgerechnet rund 18 auf 54 Euro.

Karibik: Neue Online-Lerneinheiten für Berufsschüler

Die Karibische Gemeinschaft CARICOM hat drei neue Online-Lerneinheiten für technische und berufliche Bildung entwickelt. Sie stehen in Barbados, Grenada, Jamaika sowie Trinidad und Tobago zur Verfügung. Das Projekt wird mit 700.000 Euro durch eine trilaterale Kooperation zwischen Brasilien, der EU und Deutschland gefördert.

Jordanien: Coding Academy startet neue Runde

Orange Jordan hat eine neue Phase seiner Coding Academy gestartet. Das dreijährige Programm soll 370 Jugendliche in Webentwicklung und KI ausbilden. Der Fokus liegt auf der Jobvermittlung – in vorherigen Phasen fanden 80 Prozent der Absolventen innerhalb von sechs Monaten eine Anstellung.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69832201 |