Ernährung, Fett

Ernährung im Alter: Fett, Protein und der Jo-Jo-Effekt

16.05.2026 - 05:06:22 | boerse-global.de

Neue Studien entkräften alte Ernährungsdogmen: Butter ist nicht mehr pauschal schädlich, Proteinshakes meist überflüssig und der Jo-Jo-Effekt weniger riskant als gedacht.

Ernährung im Alter: Fett, Protein und der Jo-Jo-Effekt - Foto: über boerse-global.de
Ernährung im Alter: Fett, Protein und der Jo-Jo-Effekt - Foto: über boerse-global.de

Mitte Mai 2026 zeigt sich: Butter ist nicht mehr pauschal böse, Proteinshakes sind oft überflüssig und der Jo-Jo-Effekt ist weniger schädlich als gedacht.

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Butter oder Margarine? Die Qualität entscheidet

Der Ernährungsmediziner Burkhard Jahn hat sich am 14. Mai 2026 mit der alten Fett-Debatte beschäftigt. Sein Fazit: Butter ist weitgehend rehabilitiert. Die gesättigten Fettsäuren, jahrzehntelang als Gesundheitsrisiko verteufelt, werden heute differenzierter bewertet. Das Naturprodukt enthält zwar 240 Milligramm Cholesterin pro 100 Gramm – doch die Natürlichkeit spricht für sich.

Anders sieht es bei Margarine aus. Viele herkömmliche Produkte stecken voller entzündungsfördernder Omega-6-Fettsäuren und Transfette. Falls Margarine zum Einsatz kommt, empfiehlt Jahn hochwertige Bio-Produkte auf Basis von Raps- oder Kokosöl. Nur bei spezifischen Fettstoffwechselstörungen können spezielle Sonnenblumenmargarinen sinnvoll sein.

Die Kernbotschaft: Die Qualität des Fettes ist entscheidender als die Frage nach tierisch oder pflanzlich.

Protein-Hype: Meist unnötig, manchmal riskant

Der Mediziner Andreas Michalsen kritisierte Mitte Mai 2025 den Boom der High-Protein-Produkte scharf. Sein Argument: Der tägliche Eiweißbedarf lässt sich problemlos durch eine ausgewogene, pflanzliche Ernährung decken. Proteinshakes seien keine Grundnahrungsmittel, sondern nur in Ausnahmefällen medizinisch indiziert – etwa bei schweren Erkrankungen oder extrem intensivem Krafttraining.

Hinzu kommt ein verstecktes Problem: Viele Proteinprodukte enthalten unnötige Süßstoffe.

Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln zeigt sich ein zwiespältiges Bild. Magnesium unterstützt mit 300 bis 400 Milligramm Tagesdosis die Muskelfunktion und senkt das Verletzungsrisiko. Bei Kreatin hingegen sprechen schätzungsweise 20 bis 30 Prozent der Anwender gar nicht an – sogenannte Non-Responder. Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden oder Muskelkrämpfe drohen, wenn keine ärztliche Empfehlung vorliegt.

Die Verbraucherzentralen warnen: Viele spezielle Ergänzungsprodukte sind deutlich zu hoch dosiert.

Jo-Jo-Effekt: Nicht so schlimm wie sein Ruf

Eine am 14. Mai 2026 in „The Lancet Diabetes & Endocrinology“ veröffentlichte Analyse sorgt für Aufsehen. Die Forscher Prof. Magkos von der Universität Kopenhagen und Prof. Stefan vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) untersuchten die langfristigen Auswirkungen des Jo-Jo-Effekts.

Das Ergebnis überrascht: Wiederholte Gewichtsschwankungen schädigen den Stoffwechsel nicht dauerhaft. Die Vorteile einer Gewichtsabnahme überwiegen die theoretischen Risiken eines späteren Rückfalls. Steigt das Gewicht wieder, kehrt das Gesundheitsrisiko lediglich auf das Ausgangsniveau zurück – es steigt nicht darüber hinaus.

Der eigentliche Risikofaktor für metabolische Erkrankungen ist ein dauerhaft hoher Körperfettanteil, nicht die Gewichtsschwankung an sich. Diese Erkenntnis könnte die Adipositas-Therapie im Alter grundlegend verändern.

Zwischen Diagnostik und Kommerz

Auf TikTok und Instagram boomen teure Blutbilder, Stuhlanalysen und Ernährungs-Workshops für hunderte Euro. Fachmagazine warnen Mitte Mai 2026: Oft bleibt völlig unklar, welche spezifischen Entzündungen vorliegen und welche Nahrungsmittel tatsächlich helfen.

Ein Gegenbeispiel ist die Behandlung der bakteriellen Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO). Bis zu 80 Prozent der Reizdarm-Patienten sind betroffen, die Symptome reichen von Blähungen bis zu Bauchschmerzen. Statt allgemeiner Diättrends sind hier gezielte Atemtests und spezifische Therapien nötig – etwa Antibiotika wie Rifaximin oder eine Low-FODMAP-Diät.

Auch Heilfasten nach Buchinger kann Entzündungen senken und den Blutzucker stabilisieren. Doch es birgt Risiken für Herzpatienten oder Menschen mit Kachexie und sollte nur unter Anleitung erfolgen.

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Die neue Ernährungsrealität

Die aktuellen Erkenntnisse markieren eine Zäsur. Lange dominierten dogmatische Empfehlungen, die bestimmte Lebensmittelgruppen pauschal ausschlossen. Jetzt zeichnet sich eine stärkere Individualisierung ab.

Butter ist weniger schädlich als industriell modifizierte Pflanzenfette. Proteinmangel kommt seltener vor, als das Marketing suggeriert. Und der Jo-Jo-Effekt verliert seinen Schrecken.

Die Herausforderung bleibt: In einem Markt voller unregulierter Nahrungsergänzungsmittel und Influencer-Empfehlungen die Übersicht zu behalten. Die Kennzeichnungspflichten verwirren oft mehr als sie helfen – der Unterschied zwischen „fettarm“ (maximal 3 Gramm Fett pro 100 Gramm) und „fettreduziert“ (mindestens 30 Prozent weniger Fett als ein Vergleichsprodukt) ist für viele Verbraucher undurchschaubar.

Ausblick: Chrononutrition und kognitive Gesundheit

In den kommenden Jahren rücken zwei Themen in den Fokus: der Einfluss des Essenszeitpunkts (Chrononutrition) und die Rolle der Ernährung für das Demenzrisiko. Die Prävention von Entzündungen wird nicht nur als Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstanden, sondern auch als Schlüssel zur kognitiven Gesundheit im Alter.

Experten wie Dr. Matthias Riedl fordern eine bessere Integration der Ernährungsmedizin in die kassenärztliche Versorgung. Die antientzündliche Ernährung entwickelt sich vom Lifestyle-Trend zur evidenzbasierten Säule der Altersmedizin – weniger mit Verboten, mehr mit der gezielten Auswahl hochwertiger, natürlicher Lebensmittel.

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