Entzündungen, Pflanzenarten

Entzündungen: 30 Pflanzenarten pro Woche senken Risiko um 31%

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 20:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Stanford identifiziert EP2-Rezeptor als Altersregulator. Neue mRNA-Therapien und Ernährungsstudien zeigen Wege gegen Entzündungen.

Entzündungsforschung 2026: Neue Therapien und Ernährungsstrategien
Nahaufnahme einer Mikroskopansicht von Immunzellen, die miteinander interagieren, mit leuchtenden Linien, die zelluläre Kommunikation darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Fokus stehen molekulare Rezeptoren, innovative Therapien und die Kraft der Ernährung.

EP2-Rezeptor: Schalter für das biologische Alter

Eine zentrale Rolle spielen Makrophagen bei systemischen Entzündungen. Forscher von Stanford Medicine zeigten Mitte 2026: Der EP2-Rezeptor auf diesen Immunzellen fungiert als wesentlicher Regulator des Alterns. Wird er durch das Lipid PGE2 überstimuliert, können die Zellen Gewebe nicht mehr richtig reinigen.

In Tierversuchen führte die gezielte Blockade des EP2-Rezeptors zu einer Reduktion von Alterungssymptomen in Herz, Gehirn, Leber und Nieren. Die kognitive Leistung verbesserte sich, die Muskelmasse nahm zu. Die Forscher beobachteten zudem, dass biologisches Altern in Wellen verläuft – besonders in den Lebensjahren 34, 60 und 78.

Ein beschleunigtes Altern von Astrozyten korreliert dabei mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko. Bisher gibt es jedoch keine für den Menschen zugelassenen EP2-Inhibitoren.

mRNA-Cocktail und epigenetische Medikamente

In der Kardiologie entstehen völlig neue Ansätze. Ein Team aus Osaka präsentierte 2026 eine Therapie mit fünf verschiedenen mRNAs gleichzeitig. Der kombinierte Ansatz fördert die Gefäßneubildung, stärkt die Herzkontraktion und steuert die Immunantwort. Erste Tests zeigten eine verbesserte Herzfunktion nach einem Infarkt.

Forscher aus Zürich und Pisa setzen parallel auf epigenetische Medikamente. Sie beeinflussen das Enzym Hexokinase 2 im Fettgewebe um die Blutgefäße und verbessern so Gefäßreaktionen. Weitere Entwicklungen:

  • RNA-Medikamente: Cedars-Sinai arbeitet an TY1, das die DNA-Reparatur in Herzzellen unterstützt und Narbengewebe reduziert.
  • Nanotechnologie: Galmed Pharmaceuticals entwickelte eine neue Aramchol-Formulierung mit Lipid-Nanopartikeln gegen Herzfibrose.
  • Antikörper-Therapie: Roche testet in der Phase-III-Studie PrevenTRON den Antikörper Trontinemab. Er soll bei Menschen ab 55 Jahren Amyloid-beta-Plaques schneller entfernen.
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30 Pflanzen pro Woche senken Entzündungsrisiko

Die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle. Eine Studie der Tufts University mit über 15.000 Teilnehmenden zeigt: Wer mehr als 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche isst, senkt sein Entzündungsrisiko um 31 Prozent. Auch Vitamin C reduziert Entzündungsmarker wie das C-reaktive Protein (CRP).

Doch Vorsicht bei bestimmten Diätformen: Während eine ketogene Diät den Dickdarm schützte, förderte sie bei genetisch vorbelasteten Modellen Tumorwachstum im Dünndarm. Als Treiber identifizierten die Forscher die Fettsäureoxidation. Zudem ist Mikroplastik bei vielen Patienten in den Herzkranzgefäßen nachweisbar – ein neuer Risikofaktor.

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KI verbessert Diagnostik, neue Leitlinien für Frauen

KI-Systeme erhöhen die Präzision in der Diagnostik. Das an der Universität Marburg entwickelte System FlowXAI klassifiziert B-Zell-Lymphome zuverlässig und benötigt weniger Trainingsdaten als herkömmliche Verfahren. Es gibt sogar Aufschluss über die Sicherheit der Diagnose.

Die im Juli 2026 veröffentlichten neuen Leitlinien berücksichtigen erstmals verstärkt geschlechtsspezifische Unterschiede. Bei Frauen verzögert sich die Diagnose eines Herzinfarkts im Schnitt um 28 Minuten – unter anderem wegen späterer Alarmierung. Die Richtlinien sehen zudem strengere Blutdruckziele für Frauen vor.

Für Patienten mit Typ-2-Diabetes steht seit Juli 2026 in Deutschland das System Dexcom Flex zur kontinuierlichen Glukosemessung bereit. Klinische Daten belegen: Es senkt den HbA1c-Wert und verlängert die Zeit im glykämischen Zielbereich.

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