EMA, Zulassung

EMA empfiehlt Zulassung von neuer Abnehmpille

24.05.2026 - 15:30:18 | boerse-global.de

Europäische Arzneimittel-Agentur spricht Zulassungsempfehlung für neue Schlankheitspille aus. Experten sehen Milliardenmarkt.

EMA empfiehlt Zulassung von neuer Abnehmpille - Foto: über boerse-global.de
EMA empfiehlt Zulassung von neuer Abnehmpille - Foto: über boerse-global.de

Mai 2026 die Zulassung einer Abnehmpille auf Basis von Wegovy empfohlen. Erstmals stünde damit eine moderne Schlankheitspille auf dem europäischen Markt zur Verfügung. Vorgesehen ist das Präparat für Patienten mit Adipositas oder Übergewicht in Kombination mit Begleiterkrankungen. Experten schätzen das globale Marktpotenzial für derartige Mittel auf bis zu 150 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz.

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Triple-Agonist zeigt beeindruckende Ergebnisse

Noch weitreichendere Effekte erzielt der Triple-Agonist Retatrutid von Eli Lilly. In der Phase-III-Studie TRIUMPH-1 erreichten Probanden ohne Diabetes bei 12 Milligramm Dosierung eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von bis zu 28,3 Prozent über 80 Wochen. Fast die Hälfte der Patienten verlor mindestens 30 Prozent ihres Körpergewichts – ein Niveau, das bisher nur durch bariatrische Chirurgie erreichbar war.

Doch Mediziner warnen vor den Folgen eines Behandlungsstopps. Eine im British Medical Journal veröffentlichte Untersuchung zeigt: Nach dem Absetzen von Abnehmspritzen wie Ozempic nehmen Patienten im Durchschnitt 400 Gramm pro Monat wieder zu. Das ursprüngliche Ausgangsgewicht wird oft bereits nach eineinhalb bis zwei Jahren wieder erreicht.

Die Endokrinologin Dr. Favre vom Universitätsklinikum Lausanne betont: Adipositas ist eine chronische Erkrankung, bei der ein Rückfall nach Therapieende erwartbar bleibt. Ein wesentlicher Grund für die schnelle Gewichtszunahme: Der Verlust an Muskelmasse senkt den Grundumsatz dauerhaft.

Warum manche Menschen besser abnehmen

Der Erfolg einer Diät hängt nicht allein von der Kalorienbilanz ab. Eine Untersuchung des National Institutes of Health in Arizona unterscheidet zwischen sparsamen und verschwenderischen Stoffwechseltypen. Forscher Tim Hollstein definierte zwei Kategorien, die den Diäterfolg maßgeblich beeinflussen.

In einer sechswöchigen Studie verloren Personen mit verschwenderischem Stoffwechsel bis zu 12 Prozent ihres Körpergewichts. Teilnehmer des sparsamen Typs erreichten bei identischen Bedingungen lediglich 4 Prozent. Als Ursache gilt die Aktivität des braunen Fettgewebes, das Energie direkt in Wärme umwandelt. Die Forscher wiesen darauf hin, dass sich diese Funktion durch gezielte Kältereize epigenetisch fördern lässt.

Für eine langfristige Gewichtskontrolle empfehlen die Experten mediterrane Kost aus unverarbeiteten Lebensmitteln sowie eine zeitliche Taktung der Mahlzeiten, die frühe Tageszeiten bevorzugt.

Hülsenfrüchte im Trend

In den USA zeichnet sich ein trend zu pflanzlichen Proteinquellen ab – getrieben durch steigende Rindfleischpreise. Bohnen, Erbsen und Linsen wurden bereits Anfang des Jahres in den US-Ernährungsrichtlinien als hochwertige Proteinquellen eingestuft. Sie liefern pro halber Tasse etwa acht Gramm Protein und sättigen ähnlich wie Fleisch.

Der Konsum von Hülsenfrüchten senkt zudem den Cholesterinspiegel und das Krebsrisiko. In Europa unterstützt Initiativen wie die 30-Pflanzen-Challenge diesen Fokus auf Ballaststoffe: Ziel ist es, durch 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel pro Woche die mikrobielle Vielfalt im Darm zu erhöhen.

Die 2:2:1-Methode als zeitsparendes Workout

Neben Ernährung und Medikation bleibt Bewegung eine tragende Säule. Die am 23. Mai 2026 vorgestellte 2:2:1-Methode kombiniert zwei Minuten zügiges Gehen mit zwei Minuten lockerem Joggen und einer Minute langsamem Gehen. Bei drei bis f_nf Anwendungen pro Woche für jeweils 20 bis 30 Minuten soll der Kalorienverbrauch im Vergleich zum Spazierengehen signifikant steigen.

Besondere Anforderungen gelten für Frauen ab 40 Jahren. In der Perimenopause kann intensives Training ohne ausreichende Regeneration als Stressreiz wirken, der den Cortisolspiegel erhöht und die Gewichtsabnahme blockiert. Fachleute raten dazu, innerhalb einer Stunde nach der Belastung komplexe Kohlenhydrate mit Protein zu kombinieren.

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Was passiert beim Fasten?

Studien der Queen Mary University, veröffentlicht in Nature Metabolism, untersuchten die Auswirkungen eines siebentägigen Wasserfastens. Signifikante Veränderungen in den Proteinstrukturen des Gehirns und des Immunsystems traten erst nach etwa drei Tagen ein. Der Gewichtsverlust bei den zwölf Probanden betrug durchschnittlich 5,7 Kilogramm. Die Fettverluste blieben auch nach der Wiederaufnahme der Nahrung teilweise bestehen.

Die Forscher warnen jedoch vor Risiken wie Dehydrierung und Elektrolytstörungen. Solche Maßnahmen gehören unter ärztliche Aufsicht. Parallel entwickeln Wissenschaftler an der Universität Breslau im Projekt SWEETReclaim Snacks aus Nebenprodukten der Lebensmittelindustrie, die gezielt das Mikrobiom unterstützen.

Vorsicht vor Abnehm-Wundermitteln

Die Stiftung Warentest warnte am 23. Mai 2026 vor irreführender Werbung für Nahrungsergänzungsmittel. Zunehmend werden KI-generierte Bilder und Zitate von Prominenten wie Dr. Eckart von Hirschhausen eingesetzt. Das Österreichische Institut für Angewandte Telekommunikation belegte zudem: Bestellte Produkte enthalten häufig nicht die deklarierten Inhaltsmengen.

Verbraucherschützer mahnen zur Vorsicht bei Angeboten mit künstlichem Zeitdruck, fehlenden Impressen oder unbefugter Nutzung von Logos medizinischer Institutionen.

Pestizide in Alltagsprodukten

Auch bei herkömmlichen Lebensmitteln bestehen Qualitätsrisiken. Ein Test von Foodwatch, veröffentlicht am 23. Mai 2026, identifizierte in 43 von 64 untersuchten Produkten in der EU nicht zugelassene Pestizide. Betroffen waren Eigenmarken von Rewe, Lidl, Aldi und Edeka sowie bekannte Tee- und Gewürzmarken.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht kein unmittelbares Gesundheitsrisiko. Foodwatch fordert dennoch eine Null-Toleranz-Regelung für Importwaren.

Politische Weichenstellung für Kantinen

Bundesernährungsminister Alois Rainer (CSU) erklärte am 22. Mai 2026 in Berlin: Täglich werden 16 Millionen Menschen in Kantinen und Mensen verpflegt, darunter sechs Millionen Kinder. Die Bundesregierung setzt auf vier Schwerpunkte: gesunde Ernährung nach DGE-Standards, regionale Produkte, Reduzierung von Lebensmittelverschwendung und Versorgungssicherheit.

Fachverbände fordern zudem strengere Beschränkungen für Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln, die speziell für Kinder vermarktet werden.

Ausblick: Personalisierung als Schlüssel

Die Zukunft der Ernährungs- und Gesundheitsbranche wird durch stärkere Personalisierung geprägt sein. Die Identifikation individueller Stoffwechseltypen könnte Diätempfehlungen künftig präziser auf die genetische und epigenetische Ausstattung zuschneiden.

Pharmakologische Lösungen ermöglichen beeindruckende Gewichtsverluste. Die Herausforderung bleibt die langfristige Gewichtserhaltung ohne dauerhafte Medikation. Experten erwarten, dass die Kombination aus modernen Wirkstoffen und fundierter Basisernährung zum neuen Standard in der Adipositas-Therapie wird. Gleichzeitig steigt der Druck auf den Gesetzgeber, die Lebensmittelqualität durch strengere Importregeln und klare Vorgaben für die Gemeinschaftsverpflegung abzusichern.

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