Elterngeld-Reform: Kabinett entscheidet am 6. Juli über Kürzung
07.06.2026 - 05:30:07 | boerse-global.de
Sinkende Geburtenraten und angespannte Haushalte zwingen Eltern zum Umdenken. Gleichzeitig stehen politische Reformen bei Elterngeld und Rente an.
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Sparen im Alltag – ohne Verzicht
Frischgebackene Eltern können ihre Ausgaben senken, ohne auf Qualität zu verzichten. Wochenpläne für Mahlzeiten helfen, Spontankäufe zu vermeiden. Vorkochen mit saisonalen Zutaten senkt die Kosten zusätzlich.
Bei der Säuglingspflege reicht oft eine hochwertige Wundcreme aus. Second-Hand-Käufe und Leihmodelle sparen Geld bei Ausstattung und Spielzeug. Sogar haushaltsübliche Gegenstände eignen sich als kreatives Spielzeug.
Wichtig: Aldi warnt im Juni 2026 vor improvisierten Methoden zum Entsperren von Einkaufswagen. Diese beschädigen die Wagen. Besser standardisierte Chips oder Münzen verwenden.
Elterngeld-Reform: Kürzung oder Aufwertung?
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) plant eine Reform des Elterngeldes. Ziel ist es, eine Finanzierungslücke von rund 500 Millionen Euro im Bundeshaushalt 2027 zu schließen.
Der Vorschlag sieht kürzere Bezugsdauer, dafür höhere monatliche Beträge vor. Die Lohnersatzrate sowie Mindest- und Höchstbeträge sollen steigen. Ein Knackpunkt: Väter müssen künftig mehr als zwei Monate Elternzeit nehmen, damit Paare den vollen Bezugsrahmen ausschöpfen können. Das Kabinett entscheidet am 6. Juli.
Parallel dazu kommt die Mütterrente III zum 1. Januar 2027. Für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, werden dann drei Jahre Kindererziehungszeit statt bisher 2,5 Jahren anerkannt. Die Rentenversicherung prüft die Ansprüche automatisch. Rückwirkende Auszahlungen gibt es ab 2028.
ETF-Sparpläne: Kleine Beträge, große Wirkung
Für die langfristige Absicherung empfehlen Anlageberater ETF-Sparpläne. Schon 20 Euro monatlich ab der Geburt können über 18 Jahre ein signifikantes Startkapital bilden – vorausgesetzt, die Weltmarkt-Rendite hält.
Die regionale Unterstützung variiert stark. In Zürich steigen die Subventionen für Kinderbetreuung auf fast 100 Millionen Franken pro Jahr. In Basel verhindern verstärkte Subventionen seit 2023 und steuerliche Vorteile die Abwanderung junger Familien ins Umland.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant unterdessen, die Einkommensgrenze für die Pflegekosten der Eltern bei 100.000 Euro Jahreseinkommen zu belassen.
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