USA, Computer

Google mietet für viel Geld Rechenleistung bei Musks SpaceX

06.06.2026 - 06:57:53 | dpa.de

Elon Musk hat mehr Computer-Kapazität als seine KI-Aktivitäten brauchen. Nun gibt es schon den zweiten Riesen-Deal, in dem die Rechenzentren an Rivalen vermietet werden.

Google braucht dringend mehr Rechenleistung für seine KI-Software Gemini. (Archivbild) - Bild: Andrej Sokolow/dpa
Google braucht dringend mehr Rechenleistung für seine KI-Software Gemini. (Archivbild) - Bild: Andrej Sokolow/dpa

Elon Musks Weltraumfirma SpaceX wird in den kommenden Jahren jeden Monat 920 Millionen Dollar von Google für vermietete Rechenleistung kassieren. Google braucht die Computer-Kapazität für seine Dienste mit Künstlicher Intelligenz. Die Vereinbarung läuft von Oktober dieses Jahres bis Ende Juni 2029. In einem ähnlichen Deal bezieht auch die KI-Firma Anthropic für 1,25 Milliarden Dollar pro Monat in einem mehrjährigen Deal Rechenleistung von SpaceX.

Musk ließ in SpaceX seine eigene KI-Firma xAI aufgehen, für die mehrere Rechenzentren gebaut wurden. Nach der vor einigen Wochen bekanntgegebenen Abmachung mit Anthropic erklärte er, dass für die KI-Aktivitäten von SpaceX eines der Rechenzentren ausreiche. Bei xAI und nun SpaceX wird der KI-Chatbot Grok entwickelt, der weniger genutzt wird als ChatGPT von OpenAI, Anthropics Claude und Googles Konkurrenzsoftware Gemini.

Indem Musk Anthropic und Google dringend benötigte Rechenleistung vermietet, hilft er den Unternehmen zugleich im Wettbewerb mit dem Konkurrenten OpenAI, gegen den er als einstiger Mitgründer seit Jahren eine Fehde führt. KI-Infrastruktur ist teuer. Google stellte allein für dieses Jahr Kapitalinvestitionen von bis zu 190 Milliarden Dollar in Aussicht, die vor allem in Rechenzentren gehen sollen. 

SpaceX kann das Geld gut gebrauchen

SpaceX will kommende Woche an die Börse gehen und strebt dabei eine Gesamtbewertung von 1,7 Billionen Dollar sowie Rekordeinnahmen von 75 Milliarden Dollar an. Die reinen Geschäftszahlen von SpaceX stehen in einem krassen Kontrast zu dem angestrebten Börsenwert - die Anleger sollen eher für die Hoffnung auf künftige Erfolge zahlen. So gab es im vergangenen Jahr rote Zahlen von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar. Allein schon die Vermietung der Rechenzentren wird diese Zahlen deutlich aufbessern.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69491255 |

Weitere Meldungen

OpenAI-Rivale Anthropic schlägt Pause im KI-Wettlauf vor. Sie regt eine Pause an, die jedoch kaum zu erreichen sein dürfte. Wenn Künstliche Intelligenz sich selbst weiterentwickeln kann, steige das Risiko für die Menschheit, warnt die KI-Firma Anthropic. (Wissenschaft, 05.06.2026 - 08:43) weiterlesen...

Citigroup hält KI-Boom trotz wachsender Skepsis für intakt Citigroup-Chefin Jane Fraser hält den Boom rund um sogenannte "Künstliche Intelligenz" (KI) trotz erster Kritik für intakt. (Ausland, 04.06.2026 - 21:26) weiterlesen...

SpaceX will bei Rekord-Börsengang 75 Milliarden Dollar holen. Dennoch ist sie auf dem Weg zum bisher größten Börsengang. Die Weltraumfirma SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk macht nicht besonders viel Umsatz und steckt tief in den roten Zahlen. (Wissenschaft, 04.06.2026 - 03:17) weiterlesen...

Musks SpaceX macht Rekord-Börsenpläne offiziell. Dennoch will sie den bisher größten Börsengang über die Bühne bringen. Die Weltraumfirma SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk macht nicht besonders viel Umsatz und steckt tief in den roten Zahlen. (Wissenschaft, 03.06.2026 - 23:44) weiterlesen...

EU-Kommission: Unabhängigkeit bei Chips und Clouds retten. Brüssel schlägt vor, wie eine digitale Entflechtung funktionieren könnte. Gefährliche Abhängigkeit? Wichtige Daten liegen bei US-Cloud-Anbietern, Europas Autoindustrie zählt auf Chips aus China. (Wirtschaft, 03.06.2026 - 15:39) weiterlesen...

Apple siedelt Zentrum für App-Entwickler in Berlin an. Beim ersten Standort in Europa entschied sich der iPhone-Riese für Deutschland. Apples Zentren für App-Entwickler gab es bisher in Asien und am kalifornischen Sitz des Konzerns. (Wissenschaft, 03.06.2026 - 14:00) weiterlesen...