Elektroakupunktur: Studie belegt 65-Punkte-Vorteil bei Knie-Arthrose
12.06.2026 - 06:10:45 | boerse-global.de
Klinische Studien, neue Medikamente und präventive Trainingsprogramme erweitern das Spektrum für Patienten.
Elektroakupunktur zeigt deutliche Wirkung bei Knie-Arthrose
Eine aktuelle Studie im Fachjournal eClinicalMedicine belegt die Wirksamkeit von Elektroakupunktur. 480 Patienten mit Knie-Arthrose erhielten sechs Wochen lang dreimal wöchentlich Behandlungen. Die Elektroakupunktur-Gruppe verbesserte ihren WOMAC-Score um 65 Punkte. MRT-Aufnahmen bestätigten zudem deutlich verbesserte Entzündungswerte.
Während klinische Studien die Wirksamkeit von Akupunktur bestätigen, zeigt dieser bebilderte PDF-Guide, wie Sie mit dem sogenannten 3-Finger-Trick 101 gezielte Druckpunkte gegen Arthrose-Schmerzen selbst aktivieren können. 101 Druckpunkte gegen Arthrose kostenlos entdecken
Neues Cannabinoid-Medikament kommt auf den Markt
Für September 2026 hat das Unternehmen Vertanical die Markteinführung von „Exilby“ angekündigt. Das Cannabinoid-Präparat ist zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen zugelassen. Es erweitert die pharmakologischen Optionen für Patienten mit langanhaltenden Beschwerden des Bewegungsapparats.
„Stop X“: Kostenloses Programm gegen Knieverletzungen
Schwere Knieverletzungen im Hobbyfußball entstehen meist durch abrupte Stoppbewegungen oder unkontrollierte Landungen. Darauf weist Prof. Dr. Frank Hildebrand, Präsident der DGOU, hin. Besonders kritisch sei die sogenannte X-Bein-Stellung. Die Deutsche Kniegesellschaft bietet dagegen das kostenlose Trainingsprogramm „Stop X“ an. Es enthält Übungen für Mobilität, Kraft und Elastizität.
Ergänzend zu speziellen Programmen für Knieverletzungen bietet der ehemalige Olympia-Arzt Prof. Dr. Wessinghage 17 einfache Übungen an, die in nur 3 Minuten täglich Muskeln aufbauen und Beschwerden effektiv vorbeugen. Kostenlosen Ratgeber mit 17 Wunderübungen anfordern
Früherkennung für Musiker: Forschung für spezielle Berufsgruppen
Das Projekt PA.H|LIFETIME.ai entwickelt Methoden zur Früherkennung von Muskel-Skelett-Erkrankungen bei Musikern. Beteiligt ist unter anderem die Hochschule Osnabrück. Die neue Disziplin „Performing Arts Physiotherapy“ soll berufsbedingte Belastungen früh identifizieren. Ein Exponat wird im Juni 2026 auf der MS Wissenschaft in Potsdam vorgestellt.
Ernährung und Bewegung: Longevity für den Bewegungsapparat
Die Lebensspanne wird zu etwa 50 Prozent genetisch bestimmt. Die andere Hälfte beeinflussen externe Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt das Darmmikrobiom. Über die Darm-Hirn-Achse wirkt es auf Immunsystem und Vitalität. Eine ballaststoffreiche, mediterrane Ernährung fördert die mikrobielle Vielfalt.
Für die Langzeitpflege hat das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) neue Arbeitsmaterialien bereitgestellt. Die Sammlung umfasst 30 Interventionen zur Bewegungsförderung. Ziel ist es, die Mobilität Pflegebedürftiger systematisch zu erhalten.
Regionale Angebote ergänzen die Versorgung
Vereine etablieren zunehmend spezialisierte Sportangebote. In Seevetal gibt es Parkinson-Kickboxen. In Radevormwald starten im Sommer 2026 Kurse für autogenes Training und Aqua Cycling. Soziale Selbsthilfeformate wie Rheuma-Stammtische in Bad Liebenstein fördern den Informationsaustausch und die Krankheitsbewältigung.
