USA, Computer

Versehen: Digitalwährung für 300 Billionen Dollar erzeugt

16.10.2025 - 05:29:24 | dpa.de

Durch einen Fehler entstehen plötzlich Einheiten einer Digitalwährung von schier astronomischem Wert. Die Sache geht glimpflich aus - doch wo waren die Sicherheitsvorkehrungen?

Digitalwährungen bekamen in den vergangenen Jahren Auftrieb. (Symbolbild) - Foto: Peter Steffen/dpa
Digitalwährungen bekamen in den vergangenen Jahren Auftrieb. (Symbolbild) - Foto: Peter Steffen/dpa

Manche Taschenrechner können solche Summen gar nicht mehr abbilden: Durch ein Versehen sind Einheiten einer Digitalwährung im theoretischen Wert von 300 Billionen Dollar generiert worden. Die herausgebende Firma Paxos teilte mit, der Fehler sei bei einer internen Transaktion passiert und umgehend entdeckt worden. Die überschüssigen Einheiten wurden demnach vernichtet.

Betroffen war ein sogenannter Dollar-Stablecoin des Bezahldienstes Paypal (Paypal USD), der mit Paxos zusammenarbeitet. Stablecoins sind an eine traditionelle Währung gekoppelt. So kann eine Einheit von Paypal USD für einen Dollar gekauft oder verkauft werden.

Mehr als die gesamte Weltwirtschaftsleistung

Der Betrag von 300 Billionen Dollar (umgerechnet 257 Billionen Euro) war in der Plattform Etherscan sichtbar, in der Geschäfte mit Digitalwährungen nachverfolgt werden können. Zuvor hatte es Transaktionen mit einem Wert von 300 Millionen Dollar gegeben, was Beobachter gleich einen Fehler vermuten ließ. Paxos betonte einige Stunden später, es habe keine Cyberattacke gegeben und Kunden hätten nichts zu befürchten.

Der Zwischenfall wirft aber neue Fragen zu Sicherheitsvorkehrungen im Markt für Digitalwährungen auf. Schließlich stand durch den Fehler plötzlich eine Summe im Raum, die die gesamte Weltwirtschaft in den Schatten stellt. Deren gesamte Leistung wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) für dieses Jahr auf gut 117 Billionen Dollar geschätzt. Ein weiterer Vergleich, der die Dimensionen unterstreicht: Nach Schätzungen der US-Notenbank waren im vergangenen Jahr insgesamt rund 2,32 Billionen Dollar im Umlauf.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 68274883 |

Weitere Meldungen

Streit von Elon Musk und ChatGPT-Firma OpenAI vor Gericht. Jetzt startet ein Prozess, der die Entwicklung der KI-Branche beeinflussen könnte. Elon Musk gründete einst den ChatGPT-Entwickler OpenAI mit – und schied dann im Streit aus. (Wissenschaft, 27.04.2026 - 04:46) weiterlesen...

OpenAI-Chef entschuldigt sich nach Schulmassaker in Kanada. Nun folgt eine Entschuldigung. Der ChatGPT-Betreiber sperrte die mutmaßliche spätere Täterin, die acht Menschen getötet haben soll, wegen Gewaltfantasien aus - alarmierte aber keine Behörden. (Wissenschaft, 25.04.2026 - 01:21) weiterlesen...

Google steckt bis zu 40 Milliarden Dollar mehr in Anthropic. Der Internet-Riese steckt nun weitere Milliarden in den Rivalen des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. Google und die KI-Firma Anthropic sind Rivalen im Geschäft - und zugleich Partner. (Wissenschaft, 24.04.2026 - 19:53) weiterlesen...

KI schluckt Jobs im Silicon Valley - Meta als Vorreiter. KI lässt Jobs ihrer Erfinder im Silicon Valley wegfallen. Der Facebook-Konzern Meta entlässt rund ein Zehntel der Belegschaft - und das könnte erst der Anfang sein. (Wissenschaft, 24.04.2026 - 10:10) weiterlesen...

Schwachstellen-KI wirft neue Sicherheitsfragen auf. Inzwischen stellen sich viele Verantwortliche Fragen, was das für die Sicherheit hierzulande bedeutet. Ein neues KI-Modell zur Suche nach Software-Schwachstellen sorgt für Aufsehen. (Politik, 24.04.2026 - 04:30) weiterlesen...

Intel übertrifft in KI-Boom Wall-Street-Erwartungen. Doch inzwischen schlägt die rasende Nachfrage auch auf das Geschäft des Branchenpioniers durch. Intel konnte bisher nicht so stark wie andere Chip-Konzerne vom KI-Boom profitieren. (Wissenschaft, 23.04.2026 - 22:51) weiterlesen...