DigiSucht in Hessen: 875 Registrierungen in nur sieben Monaten 2026
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 09:34 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Land Hessen verstärkt seinen Einsatz für digitale Angebote in der Suchtberatung und verzeichnet dabei ein spürbar wachsendes Interesse an der Plattform DigiSucht. Wie aus einem Bericht von healthcare-digital.de hervorgeht, teilte die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) auf eine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Yanki Pürsün detaillierte Nutzungsdaten und Rahmenbedingungen des internetbasierten Hilfsangebots mit.
Deutlicher Anstieg der Registrierungszahlen seit 2024
Die Plattform DigiSucht richtet sich an suchtkranke Menschen sowie an deren Angehörige, die eine ortsunabhängige und niedrigschwellige Unterstützung suchen. Die offizielle Auswertung belegt einen kontinuierlichen Zuwachs der Nachfrage: Im Jahr 2024 wurden in Hessen insgesamt 544 Registrierungen verzeichnet. Dieser Wert stieg im darauffolgenden Jahr 2025 auf 982 Registrierungen an.
Eine Fortsetzung dieser Dynamik zeigt sich auch im weiteren Verlauf: Allein im Zeitraum von Januar bis Juli des Jahres 2026 meldeten sich bereits 875 Betroffene und Hilfesuchende auf dem Portal an.
Allerdings bedeuten die erfassten Registrierungsdaten nicht zwangsläufig, dass in jedem einzelnen Fall auch tatsächlich ein Online-Beratungsgespräch aufgenommen wurde. Die Zahl der daraus resultierenden Beratungsgespräche wird laut den Angaben der Ministerin statistisch nicht erfasst.
Qualifizierung und länderübergreifende Zusammenarbeit
Um eine qualifizierte Betreuung der Ratsuchenden zu gewährleisten, durchlaufen die beteiligten Beraterinnen und Berater ein geregeltes Qualifizierungsprogramm. Dieses umfasst zwei ganztägige Schulungsmodule, in denen die spezifischen Anforderungen der digitalen Gesprächsführung und Beratung vermittelt werden.
Steigende Anmeldezahlen allein sagen noch nichts über gelungene Beratung aus — im hessischen Fall werden die tatsächlichen Gespräche statistisch nicht erfasst. Wer digitale Suchtberatung einführt, sollte deshalb von Anfang an auf Qualifizierung und messbare Übergänge setzen. Der kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen die drei Schritte von der ersten Schulung bis zum belastbaren Praxisbetrieb. Kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern
Darüber hinaus ist die Teilnahme an einem jährlichen Landesnetzwerktreffen vorgesehen, um den fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung der Beratungspraxis auf Landesebene sicherzustellen.
Hessen agiert bei diesem Angebot nicht isoliert, sondern ist in eine bundesweite Struktur eingebunden. Das Fachpersonal steht im regelmäßigen Austausch mit dem DigiSucht-Netzwerk, dem neben Hessen noch 13 weitere Bundesländer angehören. Diese Vernetzung ermöglicht einen einheitlichen Qualitätsstandard sowie den Transfer von Erfahrungen über Landesgrenzen hinweg.
Finanzielle Förderung durch das Land
Die Etablierung und der fortlaufende Betrieb des Online-Angebots werden durch die hessische Landesregierung finanziell gefördert. Für den gesamten Zeitraum von 2024 bis 2026 stellt das Land Hessen nach den vorliegenden Zahlen Fördermittel in Höhe von insgesamt gut 330.000 Euro zur Verfügung.
Viele Kommunen und Beratungsstellen stehen vor derselben Frage: Wie lässt sich ein digitales Beratungsangebot aufbauen, ohne dass die Qualität der Gespräche auf der Strecke bleibt? Zwei ganztägige Schulungsmodule und ein jährliches Netzwerktreffen sind der Rahmen, den Hessen für seine Berater vorsieht — unser Praxisplan überträgt dieses Vorgehen auf Ihre Strukturen. Praxisplan Plattform-Aufbau jetzt sichern
Das Budget dient dazu, die Infrastruktur des Projekts abzusichern und das digitale Hilfeangebot als feste Ergänzung zur traditionellen Suchtberatung vor Ort in der hessischen Versorgungslandschaft zu verankern.
