USA, Europa

X lässt EU-Kommission keine Anzeigen mehr schalten

08.12.2025 - 06:41:05 | dpa.de

Die EU-Kommission verhängte gegen Elon Musks Online-Plattform X eine Millionenstrafe. Nun behauptet die Firma, bei einem Beitrag dazu habe die Behörde Regeln verletzt. Das habe man ahnden müssen.

Laut X soll die EU-Kommission bei einem Beitrag gegen Regeln der Plattform verstoßen haben. (Archivbild) - Foto: Monika Skolimowska/dpa
Laut X soll die EU-Kommission bei einem Beitrag gegen Regeln der Plattform verstoßen haben. (Archivbild) - Foto: Monika Skolimowska/dpa

Nach der hohen Strafe der EU-Kommission gegen X darf die Brüsseler Behörde keine Anzeigen mehr auf der Online-Plattform von Tech-Milliardär Elon Musk schalten. Produktchef Nikita Bier begründete das Verbot damit, dass der Account der Kommission gegen Regeln verstoßen habe, um einem X-Beitrag zu der Strafe von 120 Millionen Euro mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Zuvor hatte Musk ebenfalls via X dazu aufgerufen, die Europäische Union abzuschaffen.

EU-Kommission: Irreführende Häkchen

Die EU-Kommission hatte ihre Strafe unter anderem damit begründet, dass unter Musks Ägide die Verifikations-Häkchen hinter X-Accounts irreführend vergeben worden seien. Bevor der schwerreiche Unternehmer die damals noch als Twitter bekannte Plattform im Oktober 2022 übernahm, waren die Verifikations-Symbole erst nach einer erfolgreichen Identitätsprüfung an prominente Nutzer und Unternehmen vergeben worden. Musk beschloss jedoch, dass alle zahlenden Abo-Kunden das identisch aussehende Symbol bekommen sollen - ohne eindeutigen Beleg der Identität. Inzwischen gibt es auch goldene Symbole für Unternehmen und silberne für Regierungsbehörden.

Mit der Auflösung ihres Anzeigen-Accounts verliert die Kommission die Möglichkeit, die Verbreitung ihrer Beiträge zu steigern, indem sie gegen Bezahlung mehr Nutzern angezeigt werden.

X-Chef sieht Regeln verletzt 

X-Produktchef Bier behauptete, die Kommission habe in dem fraglichen Beitrag einen Link veröffentlicht, der «Nutzer glauben lässt, dass es ein Video ist». Es sei versucht worden, «künstlich die Reichweite zu erhöhen». In dem Beitrag wird ein 40 Sekunden langes Video zur Entscheidung der Kommission angezeigt, das auch abgespielt werden kann.

Bier reagierte nicht auf Nachfragen von Nutzern dazu, worin genau der Verstoß liege. Er behauptete, die Kommission habe eine Schwachstelle der Plattform ausgenutzt, die inzwischen geschlossen worden sei.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 68412028 |

Weitere Meldungen

Slowakei hebt höhere Treibstoffpreise für Ausländer auf. Nun gibt sie dem Druck der EU nach. Ab Freitag gelten wieder gleiche Preise für alle. Wegen eines «Erdöl-Notstands» hatte die Slowakei Treibstoffe rationiert und höhere Preise für Ausländer verlangt. (Ausland, 06.05.2026 - 17:10) weiterlesen...

Frankreich mahnt auf G7-Treffen zu transatlantischer Einheit Frankreich hat auf dem Handelsministertreffen der führenden westlichen Industriestaaten (G7) einen Schulterschluss zwischen den USA und Europa angemahnt und vor Alleingängen und Drohgebärden gewarnt. (Boerse, 06.05.2026 - 16:07) weiterlesen...

Söder fordert mehr Einsatz in Berlin gegen US-Militärpläne. CSU-Chef Söder sieht die Verantwortung dafür auch in Berlin und ärgert sich über Coolness und Schulterzucken. Der angekündigte Abzug von US-Soldaten aus Deutschland trifft offenbar Bayern. (Politik, 05.05.2026 - 15:06) weiterlesen...

Söder nennt US-Pläne «ärgerlich und gefährlich». Akutes Thema, das die Gespräche überlagert: die Ankündigungen von Trump zur US-Präsenz in Deutschland. Söder wird deutlich - auch Richtung Berlin. Markus Söder und sein Kabinett tagen in Brüssel. (Politik, 05.05.2026 - 13:45) weiterlesen...

KI soll Kinder unter 13 von Meta-Plattformen fernhalten. Ob das der EU ausreicht, wird sich zeigen. Geburtstagskuchen auf Instagram? Die neue KI von Meta erkennt Hinweise auf zu junge Nutzer und löscht Konten – doch Betroffene können sich wehren. (Wissenschaft, 05.05.2026 - 13:03) weiterlesen...

Von der Leyen zu Trumps Zoll-Drohung: Abkommen ist Abkommen. Die EU-Kommissionspräsidentin findet klare Worte. US-Präsident Donald Trump droht Brüssel erneut mit Zollerhöhungen - die vor allem Deutschland treffen würden. (Wirtschaft, 05.05.2026 - 11:38) weiterlesen...