DGE-Ernährungsempfehlungen: Mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse täglich
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 03:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Medienberichte heben im Herbst den gesundheitlichen Mehrwert saisonaler Snacks wie Mandarinen hervor und beleuchten zugleich die wachsende Bedeutung traditioneller Hausmannskost in der Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen dabei die spezifischen Inhaltsstoffe herbstlicher Früchte sowie gastronomische Konzepte, die verstärkt auf regionale Produkte und klassische Rezepturen setzen.
Nährstoffprofil von Mandarinen und heimischen Herbstfrüchten
Mandarinen gelten in der kühleren Jahreszeit als beliebter Snack. Der Zitrusfrucht wird zugeschrieben, über ihren Gehalt an Vitamin C die Hautfunktion sowie das Immunsystem zu unterstützen und die Bildung von Bindegewebe zu fördern. Zudem sollen enthaltenes Kalzium und Mineralstoffe zur Stärkung der Knochen beitragen.
Auch den weißen Fasern der Frucht kommt ein funktioneller Wert zu: Laut einer Studie der University of Western Ontario regt der darin vorkommende Pflanzenstoff Nobiletin die Fettverbrennung an, wobei in der Untersuchung keine genauen Mengenangaben beziffert werden.
Neben Zitrusfrüchten rücken heimische Gewächse in den Fokus, insbesondere Quitten. In Deutschland erstreckt sich die Erntezeit vor allem von Ende September bis Anfang November. Nach Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau wurden im Jahr 2017 bundesweit rund 90 Hektar mit Quitten bewirtschaftet.
Laut dem Bundeszentrum für Ernährung liefern sie mehr Vitamin C als Äpfel, enthalten B-Vitamine, Kalium sowie Ballaststoffe und bestehen zu 80 Prozent aus Wasser. Beim Erhitzen geht ein Teil des empfindlichen Vitamins verloren. Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2023 beschrieb darüber hinaus antioxidative, entzündungshemmende und magenschützende Effekte von Quitten.
Die genaue Wirkung beim Menschen ist jedoch nicht abschließend geklärt, da ein Teil der Befunde aus Tierversuchen stammt. Zudem gilt die Empfehlung, Quittensamen keinesfalls zu zerkauen oder zu zerkleinern, da hierbei giftige Blausäure freigesetzt werden kann.
Wer sich mit der gesundheitsfördernden Wirkung von Lebensmitteln beschäftigt, sollte auch die Rolle von Entzündungsprozessen im Körper kennen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mit der richtigen Auswahl im Supermarkt Gelenkschmerzen und Erschöpfung sanft lindern können. 12 natürliche Entzündungs-Killer jetzt kostenlos entdecken
Traditionelle Küche und regionale Gastronomie im Wandel
Parallel zum Interesse an saisonalen Nährstoffen erfährt auch die traditionelle Küche neue Aufmerksamkeit. Berichte verweisen auf neun Gasthäuser in München, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Berlin, Leipzig und Hamburg, die regionale Wirtshausküche zeitgemäß interpretieren.
Das Angebot reicht von schwäbischen Gerichten zum Teilen über moderne Altbierküche bis hin zu regionalen Bio-Produkten, Naturwein und klassischen Gerichten in verkleinerten Portionen.
Der Bezug zu bodenständigen Rezepten zeigt sich auch jenseits der Großstädte. Eine Fernsehdokumentation begleitete einen Trucker-Imbiss an der Bundesstraße 216 im niedersächsischen Wendland, in dem die 61-jährige Carola Roßberg täglich frisch mit regionalen Zutaten und Familienrezepten kocht.
Unterstützt wird sie dabei von Mitarbeiter Alex, der seit über zwei Jahren im Betrieb tätig ist, sowie von Mitarbeiterin Meike, die seit fast 18 Jahren zum Team gehört. Auch im Schwarzwald prägen im Herbst regionale Erzeugnisse wie Kürbis, Kohl, Rote Rüben, Maronen, Zwetschgen, Pilze und Wildfleisch die Speisekarten.
Was haben Gelenkschmerzen, Blutzuckerspitzen und ständige Müdigkeit gemeinsam? Die überraschende Antwort und wie eine gezielte Ernährung ohne teure Spezialprodukte hilft, erfahren Sie in diesem kompakten Leitfaden. Gratis-Ratgeber: Entzündungshemmende Ernährung herunterladen
Einordnung von Vitaminen und Ernährungsempfehlungen
Trotz des Interesses an vitalstoffreichen Lebensmitteln relativieren medizinische Fachleute die Wirkung isolierter Präparate. Eine Hausärztin betonte, dass Vitamin-C-Präparate in großen Studien das Erkältungsrisiko nicht relevant senkten.
Eine regelmäßige Einnahme könne die Dauer einer Erkältung bei Erwachsenen im Durchschnitt lediglich um etwa 8 Prozent verkürzen, was bei einer einwöchigen Erkrankung einem halben Tag entspricht. Grundsätzlich werden vielmehr ausreichend Schlaf von etwa sieben bis neun Stunden pro Nacht, Bewegung, Stressreduktion und eine ausgewogene Ernährung angeraten.
Dieses Bild fügt sich in die im Frühjahr 2024 überarbeiteten Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein. Die Fachgesellschaft rät zu einer pflanzenbetonten Kost, bei der über drei Viertel aus pflanzlichen und weniger als ein Viertel aus tierischen Lebensmitteln bestehen.
Neben täglich mindestens 1,5 Litern Wasser und mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse heben die Standards die Bedeutung frischer, saisonaler und regionaler Zutaten hervor.
