Depression, Jugendlichen

Depression bei Jugendlichen: 1,5 Millionen mit problematischer Social-Media-Nutzung

08.06.2026 - 00:51:12 | boerse-global.de

Medienunternehmer Gregor Nebel begibt sich wegen Depressionen in stationäre Behandlung und spricht öffentlich darüber, um psychische Erkrankungen zu entstigmatisieren.

Gregor Nebel: Medienunternehmer geht offen mit Depressionen um
Depression - Ein Mann sitzt in einem modernen Büro, den Kopf in den Händen, Ausdruck von Nachdenklichkeit und Verletzlichkeit. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Medienunternehmer leidet an Depressionen – und geht damit bewusst an die Öffentlichkeit.

Am 7. Juni gab der 41-Jährige auf Social Media bekannt, dass er eine stationäre Behandlung begonnen habe. Die Erkrankung durchziehe seinen gesamten Alltag, selbst einfache Tätigkeiten wie das Aufstehen fielen ihm schwer. Mit seiner Offenheit wolle er zur Entstigmatisierung beitragen: Psychische Leiden gehörten zum Leben, professionelle Hilfe sei eine notwendige Konsequenz. Für die Dauer der Behandlung kündigte er einen Rückzug aus der digitalen Öffentlichkeit an.

Alarmierende Zahlen bei Jugendlichen

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Der Fall Nebel ist kein Einzelfall. Immer mehr Menschen des öffentlichen Lebens stellen die eigene psychische Gesundheit über berufliche Erwartungen. Das Problem zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten.

Besonders betroffen: Jugendliche. Der Oberstufenleiter Winfried Schneider berichtete Anfang Juni von einer signifikanten Zunahme psychischer Probleme bei Schülern. Nach seiner Einschätzung gilt mindestens ein Drittel der Oberstufenschüler als psychisch belastet. Präventive Projekte sollen hier gegensteuern.

Die DAK-Gesundheit lieferte im März konkrete Zahlen: Fast 8 Prozent der Minderjährigen nutzen KI-Chatbots gegen Einsamkeit. Bei Jugendlichen mit depressiver Symptomatik steigt der Anteil auf über 30 Prozent. Insgesamt zeigen rund 1,5 Millionen junge Menschen eine problematische Social-Media-Nutzung. DAK-Chef Andreas Storm fordert strengere gesetzliche Regeln.

Druck in Sport und Showgeschäft

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Auch im Hochleistungssport rückt mentale Stabilität in den Fokus. French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa verwies nach ihrem Finalsieg am 7. Juni auf die Zusammenarbeit mit ihrer Psychologin. Diese habe ihr geholfen, interne Hürden zu überwinden.

Ähnlich klingt es aus der Unterhaltungsbranche. Sängerin Beatrice Egli thematisierte am selben Tag den massiven Druck durch Bodyshaming. Die Erwartungshaltungen im Showgeschäft seien enorm – eine starke innere Einstellung sei überlebensnotwendig.

Der offene Umgang mit psychischen Krisen verändert den gesellschaftlichen Diskurs. Unternehmer wie Gregor Nebel tragen dazu bei, dass Behandlungsstrukturen und Prävention endlich in der Mitte der Gesellschaft ankommen.

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