Demenzprävention: Tägliche Nüsse senken Risiko um 24 Prozent
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 15:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Täglicher Nusskonsum kann das Demenzrisiko um bis zu 24 Prozent senken. Das belegt eine Langzeitstudie der Universität Zhejiang mit rund 17.000 Teilnehmern über 18 Jahre. Schon geringe Mengen zeigen Wirkung.
Wer mehr als fünf Gramm Nüsse pro Tag isst, reduziert sein Risiko für eine Demenzerkrankung um fast ein Viertel. Aber auch kleinere Portionen zwischen 0,1 und fünf Gramm täglich senken das Risiko noch um 20 Prozent.
Die optimale Dosis
Spanische Forscher untermauern die Ergebnisse. Demnach verringert der tägliche Verzehr von 30 Gramm ungesalzener Nüsse das allgemeine Demenzrisiko um 17 Prozent. Experten empfehlen daher eine tägliche Ration von 10 bis 15 Gramm naturbelassener Nüsse. Besonders vorteilhaft: Mandeln, Walnüsse und Pistazien.
Die MIND-Diät bestätigt diesen Ansatz. Eine im Juni 2026 im Journal of Alzheimer's Disease veröffentlichte Studie zeigt: Nüsse gehören zu den neun essenziellen, gehirngesunden Lebensmittelgruppen. Besonders profitierten Personen mit bereits erhöhten Alzheimer-Biomarkern im Blut.
Ernährung als Schlüsselfaktor
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt in ihren aktualisierten Juli-Leitlinien: Bis zu 45 Prozent der weltweiten Demenzfälle sind durch veränderbare Lebensstilfaktoren beeinflussbar – allen voran die Ernährung. Eine weitere Studie aus dem Juni 2026 in JAMA Network Open mit 1.800 Teilnehmern belegt: Eine entzündungshemmende Ernährung senkt das Demenzrisiko um 29 Prozent. Neben Nüssen zählen Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst zu den zentralen Bestandteilen.
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Bewegung verstärkt den Effekt
Die volle Wirkung entfaltet sich im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen. Die WHO empfiehlt 150 bis 300 Minuten Bewegung pro Woche. Studien in Nature Medicine zeigen: Bereits 3.000 Schritte täglich bremsen die Ausbreitung schädlicher Tau-Proteine im Gehirn. Noch besser: 5.000 bis 7.500 Schritte.
Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln
Nicht alles, was gut klingt, hilft auch. Eine Analyse von über 66.000 Patientendaten aus dem Juli 2026 warnt: Glucosamin kann bei Personen mit leichten kognitiven Störungen das Alzheimer-Risiko um 25 Prozent erhöhen. Die WHO rät daher von Vitaminpräparaten zur Demenzprävention ab – es sei denn, ein medizinisch nachgewiesener Mangel liegt vor.
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Auch Medikamente gegen Diabetes helfen
Typ-2-Diabetes steigert das Alzheimer-Risiko um etwa 50 Prozent. Wirkstoffe wie SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Agonisten senken das Risiko für neurodegenerative Folgeschäden um bis zu 43 beziehungsweise 33 Prozent. Moderne Diagnoseverfahren, etwa KI-gestützte Modelle der Texas A&M Universität, sagen das Erkrankungsrisiko mit über 92-prozentiger Genauigkeit voraus – bis zu sieben Jahre vor den ersten Symptomen.
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