Demenzprävention, Fälle

Demenzprävention: Bis zu 45 Prozent der Fälle vermeidbar

18.06.2026 - 08:14:44 | boerse-global.de

Fachleute diskutieren in Wien über bessere Versorgung. Bis zu 45 Prozent der Demenzfälle gelten als vermeidbar. Neue Therapieansätze und Schulungen vorgestellt.

Demenz-Prävention: Experten fordern mehr lokale Hilfsangebote
Demenzprävention - Eine ältere Person mit Demenz hält die Hand eines jüngeren Betreuers in einem Moment der Verbindung und Unterstützung. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Rund 170.000 Menschen in Österreich leben derzeit mit einer Demenzerkrankung. Bis 2050 könnten es über 290.000 sein. Fachleute der Plattform Demenzstrategie diskutierten Mitte Juni 2026 auf einer Arbeitstagung in Wien, wie die Versorgungssituation verbessert werden kann.

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Prävention als Schlüssel

Ein zentrales Ergebnis: Bis zu 45 Prozent der Demenzerkrankungen ließen sich potenziell vermeiden. Die Expertinnen und Experten betonten die Bedeutung lokaler Unterstützungsstrukturen. Mehrere Gemeinden wurden im Rahmen der Veranstaltung als „demenzaktiv“ ausgezeichnet.

Schulungen für Angehörige und Fachkräfte

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft und ihre regionalen Verbände setzen auf das Konzept der Demenz-Partner-Kurse. Konkrete Angebote gibt es bundesweit:

  • Fachspezifische Fortbildung: Für Juli 2026 ist eine Online-Schulung zur frontotemporalen Demenz (FTD) in Bayern geplant. Sie richtet sich an Mitarbeitende von Pflegestützpunkten.
  • Kostenfreie Grundkurse: Die Alzheimer Gesellschaft Sachsen-Anhalt bietet im Juni, Juli und August 2026 Online-Seminare an. Sie vermitteln Basiswissen im Umgang mit der Erkrankung.
  • Orientierung nach der Diagnose: In Ludwigshafen ist für Anfang August 2026 ein Vortrag angekündigt, der konkrete Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigt.

Das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz für die Region Aachen/Eifel koordiniert zudem Schulungen und Fachberatungen für Anbieter von Unterstützungsleistungen.

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Erinnerungen wecken mit alten Fotos

Innovative Therapieformen gewinnen an Bedeutung. Seit März 2026 laufen in Wuppertal Workshops zur Reminiszenztherapie. Die Fotohistorikerin Carmen Pérez González von der Bergischen Universität nutzt historische Aufnahmen, um das Gedächtnis von Senioren in Heimen zu aktivieren. Eine digitale Anwendung namens „Golden Memories“ ergänzt das Angebot. Weitere Online-Workshops folgen von Juli bis September 2026.

Sensibilisierung im öffentlichen Raum

Im Kreis Steinfurt sind für September 2026 die ersten Demenzwochen geplant. Unter dem Motto „Demenz: dabei und mittendrin“ sollen ein Demenzparcours und Vorträge Barrieren im Alltag abbauen.

Ehrenamtliche gesucht

Das Klinikum Wolfsburg sucht verstärkt freiwillige Patientenbegleiter. Sie unterstützen Menschen mit Demenz während des Krankenhausaufenthalts und werden dafür speziell geschult.

Für pflegende Angehörige gibt es niedrigschwellige Austauschformate wie das Café Auszeit in Rheinland-Pfalz. Es bietet regelmäßige Treffen im Juni, September und Dezember 2026 – als Plattform für Vernetzung und Entlastung in geschütztem Rahmen.

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