Demenz-Prävention, Krafttraining

Demenz-Prävention: Krafttraining reduziert Risiko um 27 Prozent

24.06.2026 - 21:40:05 | boerse-global.de

Regelmäßiges Krafttraining reduziert das Sterberisiko um 13 Prozent und senkt die Demenzgefahr um 27 Prozent.

Krafttraining senkt Sterberisiko: Neue Studien belegen Effekte
Demenz-Prävention - Menschen unterschiedlichen Alters beim Krafttraining in einem modernen Fitnessstudio, die Gewichte heben und Geräte benutzen. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eine Langzeituntersuchung mit über 147.000 Teilnehmenden zeigt deutliche Effekte auf die Gesundheit.

Die Kombination macht's

Das britische Fachmagazin British Journal of Sports Medicine veröffentlichte die Daten. Demnach senkt ein wöchentliches Krafttraining von 90 bis 120 Minuten das allgemeine Sterberisiko um 13 Prozent. Noch beeindruckender sind die Zahlen bei spezifischen Erkrankungen: Das Risiko, an Demenz zu sterben, sinkt um 27 Prozent. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind es 19 Prozent.

Wer zusätzlich 150 Minuten Ausdauersport pro Woche einbaut, profitiert noch mehr. Die Kombination senkt das Sterberisiko laut den Forschern um insgesamt 45 Prozent.

Sportmediziner Robert Fritz betont: „Krafttraining im Alter ist die Basis für Beweglichkeit." Reines Dehnen erziele dagegen nur kurzfristige Effekte.

Pilates verbrennt keine Fettpölsterchen

Viele Fitnessmythen halten sich hartnäckig. Pilates etwa wird oft überschätzt. Die Trainingsform stärkt zwar die Rumpfmuskulatur und verbessert die Haltung – das kann optisch einen flacheren Bauch bewirken. Aber: Pilates ist kein Mittel zur gezielten Fettverbrennung. Mit 80 bis 180 Kalorien pro 50 Minuten ist der Energieumsatz gering.

Fettabbau erfordert eine negative Energiebilanz. Punkt.

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Fitnesstrainerin Shikha Surana berichtet von einem Fall, bei dem eine Klientin durch Lebensstiländerungen massiv abnahm. Die Erfolgsfaktoren: Verzicht auf reines Cardiotraining, Beachtung der Portionsgrößen und ausreichend Schlaf.

Experten warnen zudem vor dem Jo-Jo-Effekt bei Medikamenten. Sängerin Jo Hyun-ah nahm nach dem Absetzen von Wegovy schnell wieder zu – nachdem sie zuvor in drei Monaten stark abgenommen hatte.

Pflanzliches Eiweiß schützt vor Diabetes

Die Rolle der Proteinzufuhr wird aktuell neu bewertet. Eine Studie im Journal Cell Metabolism vom Mai 2026 untersuchte Mäuse mit einer methionin-angereicherten pflanzlichen Diät. Ergebnis: Die Fettmasse reduzierte sich, die Muskelmasse blieb erhalten.

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Daten von über 200.000 Menschen zeigten zudem: Hoher Konsum von tierischem Eiweiß kann das Diabetesrisiko verdoppeln. Studienautor Valter Longo empfiehlt eine pflanzlich orientierte Ernährung für eine gesunde Lebensspanne.

Auch die tägliche Bewegung spielt eine Rolle. Moderatorin Hong Hyun-hee hält ihr Gewicht mit täglichen Zehn-Kilometer-Läufen stabil. Dazu isst sie Gemüse vor dem Reis – eine spezifische Reihenfolge bei der Nahrungsaufnahme.

WHO-Richtlinien für jedes Alter

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt mindestens zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche plus 150 bis 300 Minuten moderate Ausdauerbelastung. Für Menschen ab 65 Jahren kommen an drei Tagen pro Woche Gleichgewichtsübungen dazu – zur Sturzprävention.

Prominente setzen die Empfehlungen um. Ivanka Trump trainiert mit 44 Jahren Kraftsport, Kampfsport und Surfen. Entertainer Jens Knossalla verfolgte vor seiner Hochzeit einen intensiven Diät- und Trainingsplan.

Fachleute raten jedoch zur Nachhaltigkeit. Nur wer langfristig dranbleibt, sichert sich die gesundheitlichen Vorteile.

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